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KfW-Konjunkturkompass: Deutsche Wirtschaft mit solidem Wachstum

Pressemitteilung vom 24.08.2016 / KfW

 

  • Weiter gute Aussichten für die Binnenkonjunktur, Schwung bei Unternehmensinvestitionen fehlt jedoch
  • Brexit-Votum sorgt für schwächere Exportdynamik in zweitem Halbjahr
  • KfW Research erwartet für 2016 ein Konjunkturplus von 1,8 %, für 2017 von 1,3 %

 

Nach einem aus ökonomischer Sicht sehr guten ersten Halbjahr startet die deutsche Wirtschaft in robuster Verfassung in die zweite Jahreshälfte. Aufgrund eines besser als erwartet ausgefallenen Wachstums im zweiten Quartal (+0,4% ggü. Vorquartal) revidiert KfW Research seine nach dem Brexit-Votum auf 1,5 % gesenkte Konjunkturprognose für das laufende Jahr wieder leicht nach oben auf 1,8 %. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % erwartet (Vorprognose: 1,2 %).

 

Im zweiten Quartal 2016 hat sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft zwar reduziert, doch der Rückgang war weniger stark als es nach der witterungsbedingten Sonderkonjunktur für die Bauwirtschaft im Winter zu erwarten war. Vielmehr reichte es trotz klar rückläufiger Industrieproduktion noch zu einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum im Vergleich zum langjährigen Trend, das sowohl vom Konsum als auch von einem positiven Außenbeitrag getragen wurde. Der starke Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen (-2,4 %) ist allerdings ein Wermutstropfen, der zeigt, dass die strukturelle Schwäche der Investitionstätigkeit nicht überwunden ist. Die Stimmung der heimischen Wirtschaft ist dennoch auch zur Jahresmitte weiterhin positiv, wie etwa das aktuelle ifo-Geschäftsklima Juli und der Einkaufsmanagerindex August signalisieren.

 

„Die robuste Verfassung der deutschen Wirtschaft spricht für ein Andauern der guten Binnenkonjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die Beschäftigung lege weiter zu und stütze den privaten Konsum sowie den Wohnungsbau. Der Staat dürfe seine Konsumausgaben infolge der Flüchtlingsmigration ausweiten, in den öffentlichen Haushalten sei ausreichend Spielraum hierfür vorhanden. „Alles in allem hat die deutsche Wirtschaft zurzeit ordentlich Rückenwind – ohne das Brexit-Votum wäre ein deutlicher Aufschwung drin gewesen“, so Zeuner.

 

Die Entscheidung der Briten gegen einen Verbleib in der Europäischen Union dürfte das Wachstumstempo jedoch erst einmal drosseln. Das Vereinigte Königreich, für deutsche Unternehmen ein bedeutender Markt, wird im kommenden Jahr nach der Prognose von KfW Research ein Wirtschaftswachstum von unter einem halben Prozent erreichen. Das bremst über den Exportkanal auch die deutsche Konjunktur, das hiesige Exportwachstum dürfte sich trotz der graduellen Aufhellung des Konjunkturbildes in den Entwicklungs- und Schwellenländern abkühlen. Dies umso mehr, da sich auch der Aufschwung in den anderen Ländern der Eurozone verlangsamt und ein weiterer wichtiger Handelspartner, die Türkei, nach dem Putsch-Versuch eine Phase verstärkter politischer Unsicherheit durchläuft. Die schwächere Exportentwicklung begrenzt auch das Aufwärtspotenzial bei den Unternehmensinvestitionen.

 

„Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird nach Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen des Brexit-Votums im kommenden Jahr wieder zunehmen. Dennoch fällt die für 2017 von KfW-Research erwartete Jahresrate mit 1,3 % deutlich geringer aus“, so Zeuner. Grund sei ein Kalendereffekt: „.Im kommenden Jahr können sich die Arbeitnehmer über drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das sorgt aber auch für niedrigeres Wirtschaftswachstum. Etwa vier Fünftel des Wachstumsrückgangs lassen sich hierauf zurückführen.“

 

Den aktuellen KfW-Konjunkturkompass Deutschland finden Sie unter: www.kfw.de/konjunkturkompass.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

KfW-Konjunkturkompass: Deutsche Wirtschaft mit solidem Wachstum

Pressemitteilung vom 24.08.2016 / KfW

 

  • Weiter gute Aussichten für die Binnenkonjunktur, Schwung bei Unternehmensinvestitionen fehlt jedoch
  • Brexit-Votum sorgt für schwächere Exportdynamik in zweitem Halbjahr
  • KfW Research erwartet für 2016 ein Konjunkturplus von 1,8 %, für 2017 von 1,3 %

 

Nach einem aus ökonomischer Sicht sehr guten ersten Halbjahr startet die deutsche Wirtschaft in robuster Verfassung in die zweite Jahreshälfte. Aufgrund eines besser als erwartet ausgefallenen Wachstums im zweiten Quartal (+0,4% ggü. Vorquartal) revidiert KfW Research seine nach dem Brexit-Votum auf 1,5 % gesenkte Konjunkturprognose für das laufende Jahr wieder leicht nach oben auf 1,8 %. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % erwartet (Vorprognose: 1,2 %).

 

Im zweiten Quartal 2016 hat sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft zwar reduziert, doch der Rückgang war weniger stark als es nach der witterungsbedingten Sonderkonjunktur für die Bauwirtschaft im Winter zu erwarten war. Vielmehr reichte es trotz klar rückläufiger Industrieproduktion noch zu einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum im Vergleich zum langjährigen Trend, das sowohl vom Konsum als auch von einem positiven Außenbeitrag getragen wurde. Der starke Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen (-2,4 %) ist allerdings ein Wermutstropfen, der zeigt, dass die strukturelle Schwäche der Investitionstätigkeit nicht überwunden ist. Die Stimmung der heimischen Wirtschaft ist dennoch auch zur Jahresmitte weiterhin positiv, wie etwa das aktuelle ifo-Geschäftsklima Juli und der Einkaufsmanagerindex August signalisieren.

 

„Die robuste Verfassung der deutschen Wirtschaft spricht für ein Andauern der guten Binnenkonjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die Beschäftigung lege weiter zu und stütze den privaten Konsum sowie den Wohnungsbau. Der Staat dürfe seine Konsumausgaben infolge der Flüchtlingsmigration ausweiten, in den öffentlichen Haushalten sei ausreichend Spielraum hierfür vorhanden. „Alles in allem hat die deutsche Wirtschaft zurzeit ordentlich Rückenwind – ohne das Brexit-Votum wäre ein deutlicher Aufschwung drin gewesen“, so Zeuner.

 

Die Entscheidung der Briten gegen einen Verbleib in der Europäischen Union dürfte das Wachstumstempo jedoch erst einmal drosseln. Das Vereinigte Königreich, für deutsche Unternehmen ein bedeutender Markt, wird im kommenden Jahr nach der Prognose von KfW Research ein Wirtschaftswachstum von unter einem halben Prozent erreichen. Das bremst über den Exportkanal auch die deutsche Konjunktur, das hiesige Exportwachstum dürfte sich trotz der graduellen Aufhellung des Konjunkturbildes in den Entwicklungs- und Schwellenländern abkühlen. Dies umso mehr, da sich auch der Aufschwung in den anderen Ländern der Eurozone verlangsamt und ein weiterer wichtiger Handelspartner, die Türkei, nach dem Putsch-Versuch eine Phase verstärkter politischer Unsicherheit durchläuft. Die schwächere Exportentwicklung begrenzt auch das Aufwärtspotenzial bei den Unternehmensinvestitionen.

 

„Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird nach Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen des Brexit-Votums im kommenden Jahr wieder zunehmen. Dennoch fällt die für 2017 von KfW-Research erwartete Jahresrate mit 1,3 % deutlich geringer aus“, so Zeuner. Grund sei ein Kalendereffekt: „.Im kommenden Jahr können sich die Arbeitnehmer über drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das sorgt aber auch für niedrigeres Wirtschaftswachstum. Etwa vier Fünftel des Wachstumsrückgangs lassen sich hierauf zurückführen.“

 

Den aktuellen KfW-Konjunkturkompass Deutschland finden Sie unter: www.kfw.de/konjunkturkompass.

 

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11.8.2016: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2016

  • Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust, die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich jedoch etwas verlangsamt.
  • Die außenwirtschaftlichen Risiken haben sich erhöht. Dies ist vor allem auf das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich zurückzuführen.
  • Die Industrieproduktion stieg im Juni, entwickelte sich aber im zweiten Quartal insgesamt eher schwach. Die gute Baukonjunktur wird noch durch witterungsbedingte Sondereffekte überlagert.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter stabil positiv.

Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust.[1] Zwar hat sich die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Vierteljahr etwas verringert, dies war allerdings nach dem sehr starken Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von 0,7 %[2] erwartet worden. Aufgrund der milden Witterung war die Bauproduktion im Winter sehr viel höher als üblich. Die Frühjahrsbelebung im Baugewerbe fiel somit deutlich schwächer aus. Dies bremst das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Vierteljahr. Die Produktion in der Industrie war saisonbereinigt geringer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Der Beschäftigungsaufschwung ist weiter intakt und erfolgt insbesondere in den Dienstleistungsbereichen. Auf der Nachfrageseite hat sich die Entwicklung der Ausfuhren etwas verlangsamt. Auch die privaten Konsumausgaben zeigen sich nicht ganz so dynamisch wie in den Vorquartalen. Die Unternehmen dürften, nach dem starken Zuwachs im ersten Vierteljahr, die Investitionen in Maschinen und Anlagen etwas eingeschränkt haben. Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft hat sich trotz des Brexit-Referendums im Vereinigten Königreich nur wenig eingetrübt. Zwar haben sich die Erwartungen etwas verringert, aber die aktuelle Lageeinschätzung hat sich leicht verbessert. Die Unwägbarkeiten nach dem britischen Votum erhöhen die Unsicherheit in der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft ist jedoch in einer guten Verfassung und hat es, auch Dank der geographischen Diversifizierung der deutschen Ausfuhren, immer wieder geschafft, sich auf neue Situationen einzustellen.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. In den Vereinigten Staaten fiel das Wachstum im zweiten Quartal deutlich niedriger aus als erwartet. Für den Euroraum wurde in der Schnellschätzung ein moderates Wachstum von 0,3 % gemeldet. Für das Vereinigte Königreich wurde ein überraschend kräftiges Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorquartal veröffentlicht. Allerdings betraf dies den Zeitraum noch vor dem Brexit-Referendum. Erste Frühindikatoren haben sich angesichts des Brexit-Votums deutlich eingetrübt. Insgesamt haben sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken jedoch erhöht. Zahlreiche Analysten haben daher ihre Wachstumserwartungen für das kommende Jahr insbesondere für das Vereinigte Königreich, aber auch für die Eurozone zurückgenommen. Für die japanische Wirtschaft zeichnet sich weiter kein nachhaltiger Aufschwung ab. China meldet weiterhin ein hohes, aber sich verlangsamendes Wachstum. Die Rezession in Brasilien scheint sich allmählich abzuschwächen. Derzeit deuten die aktuellen Frühindikatoren für die globale Wirtschaft auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstums hin.

Angesichts des weltwirtschaftlich schwierigen Umfelds hat sich das Wachstum der deutschen Ausfuhren leicht abgeschwächt. Dabei kamen die Zuwächse überwiegend aus den Ländern der Europäischen Union. Die gestiegenen Risiken der Weltwirtschaft deuten in den nächsten Monaten eher auf eine moderate Zunahme der Exporte hin. Die Einfuhren an Waren haben sich zuletzt etwas erholt. Im zweiten Vierteljahr nahmen sie dennoch nominal um 1,3 % ab.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich zum Ende des zweiten Quartals etwas belebt. Im Juni wurde 0,8 % mehr produziert als im Vormonat. Einem deutlichen Anstieg der Produktion in der Industrie (+1,5 %) steht ein Rückgang im Baugewerbe (-0,5 %) gegenüber. Produktionszuwächse erreichten die Investitionsgüter- (+3,5 %) und die Konsumgüterproduzenten (+1,2 %), während es bei den Produzenten von Vorleistungsgütern zu einem leichten Rückgang kam (-0,7 %). Die Energieerzeugung wurde zurückgefahren (-2,7 %). Im zweiten Vierteljahr ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken (-0,7 %). Die Auftragseingänge in der Industrie entwickeln sich in der Tendenz derzeit eher seitlich. Angesichts der Entwicklung der Auftragseingänge und der Stimmungslage in der Industrie dürfte in den kommenden Monaten eine allenfalls moderate Aufwärtsentwicklung zu erwarten sein. Die Erzeugung im Baugewerbe sank nach einem witterungsbedingt sehr starken ersten Vierteljahr im jüngsten Quartal deutlich (-4,3 %). Die gute Auftragssituation im Baugewerbe spricht jedoch für eine Fortsetzung der Baukonjunktur.

Der private Konsum dürfte im zweiten Quartal weniger stark zugenommen haben als in den Vorperioden. Das Umsatzvolumen im Einzelhandel konnten im zweiten Quartal erstmals seit über einem Jahr nicht gesteigert werden (-0,3 %) und stellte sich in der Tendenz zuletzt eher rückläufig dar. Auch der Kfz-Handel konnte seinen lang anhaltenden Aufwärtstrend zuletzt nicht fortsetzen. Im Mai lagen die Umsätze um 1,4 % unter dem Wert des Vormonats, im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Erlösrückgang um 0,9 %. Dagegen entwickelte sich die Zahl der privaten Kfz-Neuzulassungen trotz eines Dämpfers im Juli tendenziell positiv. Insgesamt bleibt das Geschäftsklima im Einzelhandel auf hohem Niveau stabil und das Konsumklima unter den Verbrauchern gut.

Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält unvermindert an und führt zu einem weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und stieg im Juni auf eine neue Rekordmarke von rund 43,7 Mio. Personen. Saisonbereinigt waren 45.000 Personen mehr beschäftigt als im Mai. Die registrierte Arbeitslosigkeit ist im Juli aufgrund der Sommerferien leicht auf 2,66 Mio. Personen gestiegen, saisonbereinigt setzt sich der schrittweise Abbau der Arbeitslosigkeit allerdings fort. Dazu haben auch die ausgeweiteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beigetragen. Die Unterbeschäftigung steigt saisonbereinigt weiter an, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl an zugewanderten Flüchtlingen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Frühindikatoren senden optimistische Signale für den Arbeitsmarkt und deuten auf eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus hin.

-------------------------

Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

--------------------------

[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. August 2016 vorlagen.

[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BMWi

 

 

 

11.8.2016: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2016

  • Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust, die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich jedoch etwas verlangsamt.
  • Die außenwirtschaftlichen Risiken haben sich erhöht. Dies ist vor allem auf das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich zurückzuführen.
  • Die Industrieproduktion stieg im Juni, entwickelte sich aber im zweiten Quartal insgesamt eher schwach. Die gute Baukonjunktur wird noch durch witterungsbedingte Sondereffekte überlagert.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter stabil positiv.

Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust.[1] Zwar hat sich die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Vierteljahr etwas verringert, dies war allerdings nach dem sehr starken Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von 0,7 %[2] erwartet worden. Aufgrund der milden Witterung war die Bauproduktion im Winter sehr viel höher als üblich. Die Frühjahrsbelebung im Baugewerbe fiel somit deutlich schwächer aus. Dies bremst das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Vierteljahr. Die Produktion in der Industrie war saisonbereinigt geringer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Der Beschäftigungsaufschwung ist weiter intakt und erfolgt insbesondere in den Dienstleistungsbereichen. Auf der Nachfrageseite hat sich die Entwicklung der Ausfuhren etwas verlangsamt. Auch die privaten Konsumausgaben zeigen sich nicht ganz so dynamisch wie in den Vorquartalen. Die Unternehmen dürften, nach dem starken Zuwachs im ersten Vierteljahr, die Investitionen in Maschinen und Anlagen etwas eingeschränkt haben. Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft hat sich trotz des Brexit-Referendums im Vereinigten Königreich nur wenig eingetrübt. Zwar haben sich die Erwartungen etwas verringert, aber die aktuelle Lageeinschätzung hat sich leicht verbessert. Die Unwägbarkeiten nach dem britischen Votum erhöhen die Unsicherheit in der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft ist jedoch in einer guten Verfassung und hat es, auch Dank der geographischen Diversifizierung der deutschen Ausfuhren, immer wieder geschafft, sich auf neue Situationen einzustellen.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. In den Vereinigten Staaten fiel das Wachstum im zweiten Quartal deutlich niedriger aus als erwartet. Für den Euroraum wurde in der Schnellschätzung ein moderates Wachstum von 0,3 % gemeldet. Für das Vereinigte Königreich wurde ein überraschend kräftiges Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorquartal veröffentlicht. Allerdings betraf dies den Zeitraum noch vor dem Brexit-Referendum. Erste Frühindikatoren haben sich angesichts des Brexit-Votums deutlich eingetrübt. Insgesamt haben sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken jedoch erhöht. Zahlreiche Analysten haben daher ihre Wachstumserwartungen für das kommende Jahr insbesondere für das Vereinigte Königreich, aber auch für die Eurozone zurückgenommen. Für die japanische Wirtschaft zeichnet sich weiter kein nachhaltiger Aufschwung ab. China meldet weiterhin ein hohes, aber sich verlangsamendes Wachstum. Die Rezession in Brasilien scheint sich allmählich abzuschwächen. Derzeit deuten die aktuellen Frühindikatoren für die globale Wirtschaft auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstums hin.

Angesichts des weltwirtschaftlich schwierigen Umfelds hat sich das Wachstum der deutschen Ausfuhren leicht abgeschwächt. Dabei kamen die Zuwächse überwiegend aus den Ländern der Europäischen Union. Die gestiegenen Risiken der Weltwirtschaft deuten in den nächsten Monaten eher auf eine moderate Zunahme der Exporte hin. Die Einfuhren an Waren haben sich zuletzt etwas erholt. Im zweiten Vierteljahr nahmen sie dennoch nominal um 1,3 % ab.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich zum Ende des zweiten Quartals etwas belebt. Im Juni wurde 0,8 % mehr produziert als im Vormonat. Einem deutlichen Anstieg der Produktion in der Industrie (+1,5 %) steht ein Rückgang im Baugewerbe (-0,5 %) gegenüber. Produktionszuwächse erreichten die Investitionsgüter- (+3,5 %) und die Konsumgüterproduzenten (+1,2 %), während es bei den Produzenten von Vorleistungsgütern zu einem leichten Rückgang kam (-0,7 %). Die Energieerzeugung wurde zurückgefahren (-2,7 %). Im zweiten Vierteljahr ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken (-0,7 %). Die Auftragseingänge in der Industrie entwickeln sich in der Tendenz derzeit eher seitlich. Angesichts der Entwicklung der Auftragseingänge und der Stimmungslage in der Industrie dürfte in den kommenden Monaten eine allenfalls moderate Aufwärtsentwicklung zu erwarten sein. Die Erzeugung im Baugewerbe sank nach einem witterungsbedingt sehr starken ersten Vierteljahr im jüngsten Quartal deutlich (-4,3 %). Die gute Auftragssituation im Baugewerbe spricht jedoch für eine Fortsetzung der Baukonjunktur.

Der private Konsum dürfte im zweiten Quartal weniger stark zugenommen haben als in den Vorperioden. Das Umsatzvolumen im Einzelhandel konnten im zweiten Quartal erstmals seit über einem Jahr nicht gesteigert werden (-0,3 %) und stellte sich in der Tendenz zuletzt eher rückläufig dar. Auch der Kfz-Handel konnte seinen lang anhaltenden Aufwärtstrend zuletzt nicht fortsetzen. Im Mai lagen die Umsätze um 1,4 % unter dem Wert des Vormonats, im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Erlösrückgang um 0,9 %. Dagegen entwickelte sich die Zahl der privaten Kfz-Neuzulassungen trotz eines Dämpfers im Juli tendenziell positiv. Insgesamt bleibt das Geschäftsklima im Einzelhandel auf hohem Niveau stabil und das Konsumklima unter den Verbrauchern gut.

Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält unvermindert an und führt zu einem weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und stieg im Juni auf eine neue Rekordmarke von rund 43,7 Mio. Personen. Saisonbereinigt waren 45.000 Personen mehr beschäftigt als im Mai. Die registrierte Arbeitslosigkeit ist im Juli aufgrund der Sommerferien leicht auf 2,66 Mio. Personen gestiegen, saisonbereinigt setzt sich der schrittweise Abbau der Arbeitslosigkeit allerdings fort. Dazu haben auch die ausgeweiteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beigetragen. Die Unterbeschäftigung steigt saisonbereinigt weiter an, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl an zugewanderten Flüchtlingen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Frühindikatoren senden optimistische Signale für den Arbeitsmarkt und deuten auf eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus hin.

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Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. August 2016 vorlagen.

[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.

 

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620.000 mittelständische Unternehmen planen bis 2018 Übergabe oder Verkauf an Nachfolger

 Pressemitteilung vom 11.07.2016 / KfW

 

  • Nachfolgebedarf steigt weiter an
  • Jeder sechste Mittelständler betroffen
  • Starker Arbeitsmarkt bremst potentielle Übernahmegründer

Jeder sechste mittelständische Unternehmer in Deutschland plant, bis zum Jahr 2018 sein Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben oder zu verkaufen. Das sind etwa 620.000 Unternehmen mit etwa 4 Millionen Beschäftigten, wie eine aktuelle Studie von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt. Der Generationenwechsel im Mittelstand legt damit an Tempo zu: Vor drei Jahren hatten noch 14 % bzw. 530.000 Mittelständler von kurzfristig anstehender Nachfolge berichtet. Einen geeigneten Nachfolger zu finden wird jedoch nicht leichter: Die Zahl der Gründer in Deutschland sinkt insgesamt – und mit ihr auch die Zahl derjenigen Gründer, die in Form einer so genannten Übernahmegründung ein bestehendes Unternehmen weiterführen.

„Es zeichnet sich immer deutlicher ein demografischer Engpass bei der Nachfolge ab“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Zahl der Unternehmen, die zur Übergabe anstehen. Die jüngeren Generationen sind aber zu dünn besetzt, weshalb die Nachfolger fehlen. Vor allem die Babyboomer werden in den kommenden 20 Jahren eine Lücke auf den mittelständischen Chefetagen hinterlassen.“ Gleichzeitig dämpft die gute Arbeitsmarktlage in Deutschland die Gründungsneigung in Deutschland. Die Zahl der Übernahmegründer, die ein bestehendes Unternehmen fortführen, sinkt seit Jahren. „Im Jahr 2002 gab es noch rund 200.000 Übernahmegründer – 2015 waren es nur 62.000“, sagt Zeuner. „Damit gibt es aktuell jährlich etwa dreimal so viele übergabebereite Unternehmer wie Übernahmegründer.“

Die Unternehmensübergabe erfolgreich zu gestalten, wird folglich mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung für den Mittelstand. Wenn die Übergabe verschleppt wird oder sogar scheitert, geraten Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze unter Druck. Volkwirtschaftlich ist das ein akutes Problem, denn viele Mittelständler machen sich erheblich zu spät Gedanken über das Thema Nachfolge oder unterschätzen den Zeitbedarf. Von den Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen, die binnen drei Jahren übergeben wollen, haben lediglich 42 % den Nachfolgeprozess gestartet, weitere 22 % haben konkrete Planungen. Das heißt aber auch: Rund ein Drittel der Unternehmer hat wenig bis nichts unternommen, für sie droht die Zeit knapp zu werden.

Immerhin die Hälfte des Mittelstands identifiziert die frühe Nachfolgersuche und eine mehrjährige Planung als wichtige Erfolgsfaktoren der Unternehmensnachfolge. Die größte Bedeutung messen die Unternehmer allerdings der intensiven Einarbeitung des Nachfolgers (72 %) und dem Erhalt von Kunden und Lieferanten (60 %) bei. Die Modernisierung des Unternehmens im Vorfeld der Übergabe wird hingegen nur selten als wichtiger Erfolgsfaktor angesehen (13 %). Diese Einschätzung kann zu Problemen führen, denn auch in den Jahren vor dem Rückzug sollten Inhaber die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität ihres Unternehmens kritisch überprüfen – und wenn nötig investieren.

Die aktuellen Studien von KfW Research mit den Titeln „Alterung treibt Nachfolgerbedarf im Mittelstand: 620.000 Übergaben bis 2018“ sowie „3-mal mehr übergabebereite Unternehmen als Übergabegründer“ sind abrufbar unter  www.kfw.de/fokus .

 

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Wir unterstützen Sie im Rahmen unserer Kompetenzen jederzeit gerne – nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir finden gemeinsam eine zielgerichtete Lösung!

 

620.000 mittelständische Unternehmen planen bis 2018 Übergabe oder Verkauf an Nachfolger

 Pressemitteilung vom 11.07.2016 / KfW

 

  • Nachfolgebedarf steigt weiter an
  • Jeder sechste Mittelständler betroffen
  • Starker Arbeitsmarkt bremst potentielle Übernahmegründer

Jeder sechste mittelständische Unternehmer in Deutschland plant, bis zum Jahr 2018 sein Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben oder zu verkaufen. Das sind etwa 620.000 Unternehmen mit etwa 4 Millionen Beschäftigten, wie eine aktuelle Studie von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt. Der Generationenwechsel im Mittelstand legt damit an Tempo zu: Vor drei Jahren hatten noch 14 % bzw. 530.000 Mittelständler von kurzfristig anstehender Nachfolge berichtet. Einen geeigneten Nachfolger zu finden wird jedoch nicht leichter: Die Zahl der Gründer in Deutschland sinkt insgesamt – und mit ihr auch die Zahl derjenigen Gründer, die in Form einer so genannten Übernahmegründung ein bestehendes Unternehmen weiterführen.

„Es zeichnet sich immer deutlicher ein demografischer Engpass bei der Nachfolge ab“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Zahl der Unternehmen, die zur Übergabe anstehen. Die jüngeren Generationen sind aber zu dünn besetzt, weshalb die Nachfolger fehlen. Vor allem die Babyboomer werden in den kommenden 20 Jahren eine Lücke auf den mittelständischen Chefetagen hinterlassen.“ Gleichzeitig dämpft die gute Arbeitsmarktlage in Deutschland die Gründungsneigung in Deutschland. Die Zahl der Übernahmegründer, die ein bestehendes Unternehmen fortführen, sinkt seit Jahren. „Im Jahr 2002 gab es noch rund 200.000 Übernahmegründer – 2015 waren es nur 62.000“, sagt Zeuner. „Damit gibt es aktuell jährlich etwa dreimal so viele übergabebereite Unternehmer wie Übernahmegründer.“

Die Unternehmensübergabe erfolgreich zu gestalten, wird folglich mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung für den Mittelstand. Wenn die Übergabe verschleppt wird oder sogar scheitert, geraten Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze unter Druck. Volkwirtschaftlich ist das ein akutes Problem, denn viele Mittelständler machen sich erheblich zu spät Gedanken über das Thema Nachfolge oder unterschätzen den Zeitbedarf. Von den Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen, die binnen drei Jahren übergeben wollen, haben lediglich 42 % den Nachfolgeprozess gestartet, weitere 22 % haben konkrete Planungen. Das heißt aber auch: Rund ein Drittel der Unternehmer hat wenig bis nichts unternommen, für sie droht die Zeit knapp zu werden.

Immerhin die Hälfte des Mittelstands identifiziert die frühe Nachfolgersuche und eine mehrjährige Planung als wichtige Erfolgsfaktoren der Unternehmensnachfolge. Die größte Bedeutung messen die Unternehmer allerdings der intensiven Einarbeitung des Nachfolgers (72 %) und dem Erhalt von Kunden und Lieferanten (60 %) bei. Die Modernisierung des Unternehmens im Vorfeld der Übergabe wird hingegen nur selten als wichtiger Erfolgsfaktor angesehen (13 %). Diese Einschätzung kann zu Problemen führen, denn auch in den Jahren vor dem Rückzug sollten Inhaber die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität ihres Unternehmens kritisch überprüfen – und wenn nötig investieren.

Die aktuellen Studien von KfW Research mit den Titeln „Alterung treibt Nachfolgerbedarf im Mittelstand: 620.000 Übergaben bis 2018“ sowie „3-mal mehr übergabebereite Unternehmen als Übergabegründer“ sind abrufbar unter  www.kfw.de/fokus .

 

 

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Unternehmensbefragung 2016: Finanzierungssituation für Unternehmen besser denn je

Pressemitteilung vom 23.06.2016 / KfW

 

  • Finanzierungsklima stabil auf Allzeithoch
  • Kleine und junge Unternehmen stehen aber weiterhin vor größeren Hürden bei Kreditaufnahme
  • Schwierig bleibt der Kreditzugang auch für Innovations-, Digitalisierungs- und Auslandsprojekte

Noch nie war die Finanzierungssituation der Unternehmen so gut wie derzeit. Der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichtet, ist um 2,6 Prozentpunkte auf 14,7 % zurückgegangen. Eine Verbesserung des Finanzierungsklimas melden mit 11,5 % nahezu unverändert viele Unternehmen. Die Gründe hierfür sind vor allem die niedrigen Zinsen, eine hohe Eigenfinanzierungskraft der Unternehmen und eine gute Geschäftsentwicklung. Dies ergab die von der KfW mit Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft seit 2001 durchgeführte Unternehmensbefragung.

 

Nach wie vor sind jedoch kleine und junge Unternehmen deutlich häufiger von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme betroffen als große. Im Handwerk hat sich die Situation immerhin gebessert. 22,4 % der kleinen und 19,9 % der jungen Unternehmen berichten von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang – bei großen Unternehmen sind es dagegen nur 3,3 %. Dies hat strukturelle Gründe, denn kleine und junge Firmen haben z. B. größere Schwierigkeiten, ausreichend Sicherheiten für einen Kredit zu stellen.

 

Insgesamt haben sich aufgrund der guten Unternehmensperformance und steigender Eigenkapitalquoten die Ratingnoten erneut auf breiter Front verbessert. Dies berichtet über ein Drittel der Unternehmen, nur 11,3 % melden eine Verschlechterung ihres Ratings. Ungeachtet der hohen Eigenfinanzierungskraft bleiben Bankkredite eine wichtige Finanzierungsquelle: 58,0 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Gefragt waren vor allem Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen.

 

Der Finanzierungszugang unterscheidet sich je nach Finanzierungsanlass deutlich. Investitionskredite für Maschinen und Anlagen, für Immobilen sowie für Übernahmen und Beteiligungen stellen die Unternehmen vor die geringsten Hürden. Größere Herausforderungen sind die Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben und von Auslandsaktivitäten. Am schwierigsten gestaltet sich der Kreditzugang bei der Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, wie Patente und Markenrechte.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt zu diesem Ergebnis: „Immaterielle Vermögenswerte lassen sich heute häufig nur unzureichend einschätzen und können kaum als Sicherheiten genutzt werden. Das erschwert die Kreditfinanzierung. Dies gilt auch für Vorhaben wie die Digitalisierung des Geschäftsmodells, die erhebliche Investitionsanteile im immateriellen Bereich mit sich bringt. Neue Ansätze für die Besicherung und qualifiziertes Personal für die Beurteilung digitaler Projekte sind der richtige Weg, die Finanzierung solcher Zukunftsinvestitionen zu verbessern.“

 

Die Befragung wurde aktuell zum 15. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweigen, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen 21 Fach- und Regionalverbände der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im ersten Quartal 2016.

 

Die Unternehmensbefragung 2016 steht unter www.kfw.de/unternehmensbefragung zum download zur Verfügung.

 

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Unternehmensbefragung 2016: Finanzierungssituation für Unternehmen besser denn je

Pressemitteilung vom 23.06.2016 / KfW

 

  • Finanzierungsklima stabil auf Allzeithoch
  • Kleine und junge Unternehmen stehen aber weiterhin vor größeren Hürden bei Kreditaufnahme
  • Schwierig bleibt der Kreditzugang auch für Innovations-, Digitalisierungs- und Auslandsprojekte

Noch nie war die Finanzierungssituation der Unternehmen so gut wie derzeit. Der Anteil der Unternehmen, der von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichtet, ist um 2,6 Prozentpunkte auf 14,7 % zurückgegangen. Eine Verbesserung des Finanzierungsklimas melden mit 11,5 % nahezu unverändert viele Unternehmen. Die Gründe hierfür sind vor allem die niedrigen Zinsen, eine hohe Eigenfinanzierungskraft der Unternehmen und eine gute Geschäftsentwicklung. Dies ergab die von der KfW mit Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft seit 2001 durchgeführte Unternehmensbefragung.

 

Nach wie vor sind jedoch kleine und junge Unternehmen deutlich häufiger von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme betroffen als große. Im Handwerk hat sich die Situation immerhin gebessert. 22,4 % der kleinen und 19,9 % der jungen Unternehmen berichten von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang – bei großen Unternehmen sind es dagegen nur 3,3 %. Dies hat strukturelle Gründe, denn kleine und junge Firmen haben z. B. größere Schwierigkeiten, ausreichend Sicherheiten für einen Kredit zu stellen.

 

Insgesamt haben sich aufgrund der guten Unternehmensperformance und steigender Eigenkapitalquoten die Ratingnoten erneut auf breiter Front verbessert. Dies berichtet über ein Drittel der Unternehmen, nur 11,3 % melden eine Verschlechterung ihres Ratings. Ungeachtet der hohen Eigenfinanzierungskraft bleiben Bankkredite eine wichtige Finanzierungsquelle: 58,0 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Gefragt waren vor allem Investitionskredite für Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder Einrichtungen.

 

Der Finanzierungszugang unterscheidet sich je nach Finanzierungsanlass deutlich. Investitionskredite für Maschinen und Anlagen, für Immobilen sowie für Übernahmen und Beteiligungen stellen die Unternehmen vor die geringsten Hürden. Größere Herausforderungen sind die Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben und von Auslandsaktivitäten. Am schwierigsten gestaltet sich der Kreditzugang bei der Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, wie Patente und Markenrechte.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt zu diesem Ergebnis: „Immaterielle Vermögenswerte lassen sich heute häufig nur unzureichend einschätzen und können kaum als Sicherheiten genutzt werden. Das erschwert die Kreditfinanzierung. Dies gilt auch für Vorhaben wie die Digitalisierung des Geschäftsmodells, die erhebliche Investitionsanteile im immateriellen Bereich mit sich bringt. Neue Ansätze für die Besicherung und qualifiziertes Personal für die Beurteilung digitaler Projekte sind der richtige Weg, die Finanzierung solcher Zukunftsinvestitionen zu verbessern.“

 

Die Befragung wurde aktuell zum 15. Mal unter Unternehmen aller Größenklassen, Wirtschaftszweigen, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen 21 Fach- und Regionalverbände der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im ersten Quartal 2016.

 

Die Unternehmensbefragung 2016 steht unter www.kfw.de/unternehmensbefragung zum download zur Verfügung.

 

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KfW-Konjunkturkompass Deutschland August 2016

KfW-Konjunkturkompass

Deutsche Wirtschaft in guter Verfassung: Solides Wachstum – trotz Brexit-Votum

 

KfW-Research hebt die Wachstumsprognose für 2016 auf 1,8 % an, obwohl insbesondere die Exporte in der zweiten Jahreshälfte unter den Auswirkungen des Brexit-Votums leiden werden.

Die Wachstumsabschwächung im 2. Quartal ist jedoch schwächer ausgefallen als erwartet. Nach dem starken Jahresstart wuchs das Bruttoinlandsprodukt auch von April bis Juni schneller als im langfristigen Durchschnitt (+0,4 % gegenüber Vorquartal).

Im nächsten Jahr können sich die Arbeitnehmer über etwa drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das ist aber auch der ausschlaggebende Grund, warum KfW Research 2017 einen Wachstumsrückgang auf nur noch 1,3 % erwartet. Die gute Nachricht ist, dass die zu Grunde liegende konjunkturelle Dynamik gestützt auf eine intakte Binnenkonjunktur nach dem Abklingen der unmittelbaren Brexit-Folgen wieder zunehmen wird.

 

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KfW-Konjunkturkompass Deutschland August 2016

KfW-Konjunkturkompass

Deutsche Wirtschaft in guter Verfassung: Solides Wachstum – trotz Brexit-Votum

 

KfW-Research hebt die Wachstumsprognose für 2016 auf 1,8 % an, obwohl insbesondere die Exporte in der zweiten Jahreshälfte unter den Auswirkungen des Brexit-Votums leiden werden.

Die Wachstumsabschwächung im 2. Quartal ist jedoch schwächer ausgefallen als erwartet. Nach dem starken Jahresstart wuchs das Bruttoinlandsprodukt auch von April bis Juni schneller als im langfristigen Durchschnitt (+0,4 % gegenüber Vorquartal).

Im nächsten Jahr können sich die Arbeitnehmer über etwa drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das ist aber auch der ausschlaggebende Grund, warum KfW Research 2017 einen Wachstumsrückgang auf nur noch 1,3 % erwartet. Die gute Nachricht ist, dass die zu Grunde liegende konjunkturelle Dynamik gestützt auf eine intakte Binnenkonjunktur nach dem Abklingen der unmittelbaren Brexit-Folgen wieder zunehmen wird.

 

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JAHRESBILANZ DER LFA FÖRDERBANK BAYERN

BAYERISCHE WIRTSCHAFT MIT 2,35 MRD. EURO UNTERSTÜTZT

 DIE LFA FÖRDERBANK BAYERN BLICKT AUF EIN ERFOLGREICHES GESCHÄFTSJAHR 2015 ZURÜCK:

 

  • Mit 1,62 Mrd. Euro an Förderkrediten verzeichnet die Bank einen Zusagewert auf hohem Niveau. Zusammen mit der Vergabe von Konsortialdarlehen (439 Mio. Euro) und Globaldarlehen (50 Mio. Euro) ergibt sich bei der Kreditvergabe ein Zuwachs um rund 6,6 % auf 2,11 Mrd. Euro. Die Gesamtförderleistung, d. h. inklusive Risikoübernahmen (245 Mio. Euro), liegt für den Wirtschaftsstandort Bayern bei 2,35 Mrd. Euro.
  • Zum 31. Dezember 2015 betrug die Bilanzsumme 22,016 Mrd. Euro und lag damit fast konstant auf Vorjahreshöhe (22,138 Mrd. Euro). Die Kernkapitalquote (Tier 1) der staatlichen Spezialbank stieg auf 22,3 % (Vj. 20,9 %).

 

„Die Zahlen zeigen: Auch im Niedrigzinsumfeld ist das Förderangebot der LfA stark gefragt. Die über 4.300 mit Förderkrediten unterstützten Gründer und mittelständischen Betriebe konnten so Investitionen in Höhe von 2,05 Mrd. Euro verwirklichen. Mit Hilfe der LfA sicherten bayerische Unternehmen mehr als 124.000 Arbeitsplätze und schufen über 3.600 neue Arbeitsplätze. Damit setzen wir beachtliche Impulse für die bayerische Wirtschaft“, so Bayerns Wirtschaftsministerin und LfA-Verwaltungsratsvorsitzende Ilse Aigner.

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, erklärte auf der Bilanzpressekonferenz: „Mit unseren Förderkrediten kann sich der bayerische Mittelstand zinsgünstige Konditionen für lange Laufzeiten sichern. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen gewinnt das für viele Betriebe an Bedeutung. Das Fördervolumen liegt im Vergleich der letzten zehn Jahre auf hohem Niveau. Sprunghaft zugelegt hat die Gründungsförderung für junge Unternehmer mit 25 %. Grund hierfür ist unser optimiertes Angebot, das wir genau auf die Bedürfnisse der Gründer zugeschnitten haben.“

Die Zusagen für Infrastrukturinvestitionen bayerischer Kommunen sind in 2015 um über 45 % gestiegen. Besonders gefragt waren Kredite zum Breitbandausbau, die die staatliche Zuschussförderung ergänzen; das Zusagevolumen hat sich hier mehr als verachtfacht. „Die 181 geförderten Städte und Gemeinden konnten mit unserer Unterstützung Infrastrukturprojekte in Höhe von 304 Mio. Euro realisieren. Wir leisten damit einen Beitrag, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bayern zu erhöhen“, so Dr. Beierl.

 

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JAHRESBILANZ DER LFA FÖRDERBANK BAYERN

BAYERISCHE WIRTSCHAFT MIT 2,35 MRD. EURO UNTERSTÜTZT

 DIE LFA FÖRDERBANK BAYERN BLICKT AUF EIN ERFOLGREICHES GESCHÄFTSJAHR 2015 ZURÜCK:

 

  • Mit 1,62 Mrd. Euro an Förderkrediten verzeichnet die Bank einen Zusagewert auf hohem Niveau. Zusammen mit der Vergabe von Konsortialdarlehen (439 Mio. Euro) und Globaldarlehen (50 Mio. Euro) ergibt sich bei der Kreditvergabe ein Zuwachs um rund 6,6 % auf 2,11 Mrd. Euro. Die Gesamtförderleistung, d. h. inklusive Risikoübernahmen (245 Mio. Euro), liegt für den Wirtschaftsstandort Bayern bei 2,35 Mrd. Euro.
  • Zum 31. Dezember 2015 betrug die Bilanzsumme 22,016 Mrd. Euro und lag damit fast konstant auf Vorjahreshöhe (22,138 Mrd. Euro). Die Kernkapitalquote (Tier 1) der staatlichen Spezialbank stieg auf 22,3 % (Vj. 20,9 %).

 

„Die Zahlen zeigen: Auch im Niedrigzinsumfeld ist das Förderangebot der LfA stark gefragt. Die über 4.300 mit Förderkrediten unterstützten Gründer und mittelständischen Betriebe konnten so Investitionen in Höhe von 2,05 Mrd. Euro verwirklichen. Mit Hilfe der LfA sicherten bayerische Unternehmen mehr als 124.000 Arbeitsplätze und schufen über 3.600 neue Arbeitsplätze. Damit setzen wir beachtliche Impulse für die bayerische Wirtschaft“, so Bayerns Wirtschaftsministerin und LfA-Verwaltungsratsvorsitzende Ilse Aigner.

Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender der LfA, erklärte auf der Bilanzpressekonferenz: „Mit unseren Förderkrediten kann sich der bayerische Mittelstand zinsgünstige Konditionen für lange Laufzeiten sichern. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen gewinnt das für viele Betriebe an Bedeutung. Das Fördervolumen liegt im Vergleich der letzten zehn Jahre auf hohem Niveau. Sprunghaft zugelegt hat die Gründungsförderung für junge Unternehmer mit 25 %. Grund hierfür ist unser optimiertes Angebot, das wir genau auf die Bedürfnisse der Gründer zugeschnitten haben.“

Die Zusagen für Infrastrukturinvestitionen bayerischer Kommunen sind in 2015 um über 45 % gestiegen. Besonders gefragt waren Kredite zum Breitbandausbau, die die staatliche Zuschussförderung ergänzen; das Zusagevolumen hat sich hier mehr als verachtfacht. „Die 181 geförderten Städte und Gemeinden konnten mit unserer Unterstützung Infrastrukturprojekte in Höhe von 304 Mio. Euro realisieren. Wir leisten damit einen Beitrag, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bayern zu erhöhen“, so Dr. Beierl.

 

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Jetzt bewerben und GründerChampion werden

14.04.2016

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der KfW-Award GründerChampions 2016 ist gestartet. Bis zum 1. Juli 2016 können Sie an unserem Wettbewerb teilnehmen und attraktive Preisgelder gewinnen.

 

Wer kann mitmachen?

 

Mitmachen dürfen Start-ups aller Branchen, die ihren Sitz in Deutschland haben, innerhalb der letzten 5 Jahre gegründet wurden oder innerhalb der letzten 5 Jahre im Zuge einer Nachfolge übernommen wurden.

 

Ihr Unternehmen erfüllt alle Voraussetzungen? Dann bewerben Sie sich jetzt für den renommierten Preis!

 

Was gibt es zu gewinnen?

 

Es stehen Preisgelder im Gesamtwert von 35.000 Euro bereit.

 

Prämiert werden die besten Gründer jedes Bundeslandes. Die 16 Sieger konkurrieren dann um den Bundessieg. Weiterhin haben die Teilnehmer die Chance auf den begehrten Publikumspreis sowie den Sonderpreis "Nachfolge".

 

Maßgeblich für die Auszeichnung sind Ihre Geschäftsidee und deren Umsetzung, die Schaffung und der Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie soziale Verantwortung und gesellschaftliches Handeln.

 

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

www.kfw.de/award

 

Mit freundlichen Grüßen

KfW Bankengruppe

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

 

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14.04.2016

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2016

 

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der KfW-Award GründerChampions 2016 ist gestartet. Bis zum 1. Juli 2016 können Sie an unserem Wettbewerb teilnehmen und attraktive Preisgelder gewinnen.

 

Wer kann mitmachen?

 

Mitmachen dürfen Start-ups aller Branchen, die ihren Sitz in Deutschland haben, innerhalb der letzten 5 Jahre gegründet wurden oder innerhalb der letzten 5 Jahre im Zuge einer Nachfolge übernommen wurden.

 

Ihr Unternehmen erfüllt alle Voraussetzungen? Dann bewerben Sie sich jetzt für den renommierten Preis!

 

Was gibt es zu gewinnen?

 

Es stehen Preisgelder im Gesamtwert von 35.000 Euro bereit.

 

Prämiert werden die besten Gründer jedes Bundeslandes. Die 16 Sieger konkurrieren dann um den Bundessieg. Weiterhin haben die Teilnehmer die Chance auf den begehrten Publikumspreis sowie den Sonderpreis "Nachfolge".

 

Maßgeblich für die Auszeichnung sind Ihre Geschäftsidee und deren Umsetzung, die Schaffung und der Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie soziale Verantwortung und gesellschaftliches Handeln.

 

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

www.kfw.de/award

 

Mit freundlichen Grüßen

KfW Bankengruppe

 

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12.01.2016: Förderung von Unternehmensberatungen novelliert

Zum Jahresbeginn hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) neue Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen verabschiedet. Mit dem neuen Programm werden die bisher vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umgesetzte „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatungen“ und die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) betreuten Programme „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ in einer Fördermaßnahme gebündelt. Das neue Programm wird künftig ausschließlich durch das BAFA umgesetzt.

Indem die Kosten für eine Unternehmensberatung bezuschusst werden, sollen kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe (KMU) dazu motiviert werden, externen Rat in Anspruch zu nehmen. Den Unternehmen soll hierdurch der Zugang zu unternehmerischem Know-how erleichtert werden. Zudem sollen sie dabei unterstützt werden, besser auf die Herausforderungen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und des demografischen Wandels zu reagieren. Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft zu erhöhen. Das Programm wird neben Mitteln aus dem Bundeshaushalt überwiegend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

Die Förderung richtet sich an neu gegründete Unternehmen sowie bereits am Markt etablierte kleine und mittlere Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die die EU-KMU-Kriterien erfüllen. Beratungen vor Gründung eines Unternehmens können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Hierfür sind nach einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern die Bundesländer zuständig, die Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase anbieten.

Das Programm unterscheidet zwischen Jungunternehmen (bis zwei Jahre nach Gründung), Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr nach Gründung) sowie Unternehmen in Schwierigkeiten (unabhängig vom Unternehmensalter). Jungunternehmen und Bestandsunternehmen können zu allgemeinen und speziellen Beratungsschwerpunkten gefördert werden. Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung für eine Unternehmenssicherungsberatung und eine Folgeberatung erhalten.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Näheres hierzu und zu den einzelnen Fördervoraussetzungen ist auf der Homepage des BAFA abrufbar.

Bewilligungsbehörde ist das BAFA. Ein Antrag auf Förderung ist online über die Antragsplattform des BAFA an eine in das Verfahren eingeschaltete Leitstelle zu richten. Leitstellen sind Spitzenorganisationen und Spitzenverbände der Wirtschaft, die im Auftrag des BAFA die Unterlagen vorprüfen. Die Leitstelle informiert den Antragstellenden über das Ergebnis der Prüfung. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen werden.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen zusätzlich vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Bestandsunternehmen können, müssen ein solches Gespräch aber nicht führen. Die Liste der Regionalpartner ist bei den Leitstellen oder auf der Homepage des BAFA einsehbar. Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss der Leitstelle der Verwendungs-nachweis mit allen Unterlagen – ebenfalls online – vorliegen. Nach Vorprüfung der Verwendungsnachweise durch die Leitstelle entscheidet das BAFA abschließend über die Bewilligung und zahlt den Zuschuss aus.

Informationen zum Förderprogramm und zum Verfahren können unter http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/foerderung_unternehmerischen_know_hows/index.html sowie über die Leitstellen und das Servicetelefon des BAFA 06196-908-1570 abgerufen werden.


Lesen Sie weiter auf der Homepage vom BAFA

 

12.01.2016: Förderung von Unternehmensberatungen novelliert

Zum Jahresbeginn hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) neue Richtlinien zur Förderung von Unternehmensberatungen verabschiedet. Mit dem neuen Programm werden die bisher vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umgesetzte „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatungen“ und die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) betreuten Programme „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ in einer Fördermaßnahme gebündelt. Das neue Programm wird künftig ausschließlich durch das BAFA umgesetzt.

Indem die Kosten für eine Unternehmensberatung bezuschusst werden, sollen kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe (KMU) dazu motiviert werden, externen Rat in Anspruch zu nehmen. Den Unternehmen soll hierdurch der Zugang zu unternehmerischem Know-how erleichtert werden. Zudem sollen sie dabei unterstützt werden, besser auf die Herausforderungen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und des demografischen Wandels zu reagieren. Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft zu erhöhen. Das Programm wird neben Mitteln aus dem Bundeshaushalt überwiegend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

Die Förderung richtet sich an neu gegründete Unternehmen sowie bereits am Markt etablierte kleine und mittlere Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die die EU-KMU-Kriterien erfüllen. Beratungen vor Gründung eines Unternehmens können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Hierfür sind nach einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern die Bundesländer zuständig, die Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase anbieten.

Das Programm unterscheidet zwischen Jungunternehmen (bis zwei Jahre nach Gründung), Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr nach Gründung) sowie Unternehmen in Schwierigkeiten (unabhängig vom Unternehmensalter). Jungunternehmen und Bestandsunternehmen können zu allgemeinen und speziellen Beratungsschwerpunkten gefördert werden. Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung für eine Unternehmenssicherungsberatung und eine Folgeberatung erhalten.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Näheres hierzu und zu den einzelnen Fördervoraussetzungen ist auf der Homepage des BAFA abrufbar.

Bewilligungsbehörde ist das BAFA. Ein Antrag auf Förderung ist online über die Antragsplattform des BAFA an eine in das Verfahren eingeschaltete Leitstelle zu richten. Leitstellen sind Spitzenorganisationen und Spitzenverbände der Wirtschaft, die im Auftrag des BAFA die Unterlagen vorprüfen. Die Leitstelle informiert den Antragstellenden über das Ergebnis der Prüfung. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen werden.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen zusätzlich vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Bestandsunternehmen können, müssen ein solches Gespräch aber nicht führen. Die Liste der Regionalpartner ist bei den Leitstellen oder auf der Homepage des BAFA einsehbar. Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss der Leitstelle der Verwendungs-nachweis mit allen Unterlagen – ebenfalls online – vorliegen. Nach Vorprüfung der Verwendungsnachweise durch die Leitstelle entscheidet das BAFA abschließend über die Bewilligung und zahlt den Zuschuss aus.

Informationen zum Förderprogramm und zum Verfahren können unter http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/foerderung_unternehmerischen_know_hows/index.html sowie über die Leitstellen und das Servicetelefon des BAFA 06196-908-1570 abgerufen werden.


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500 Mio. EUR für innovative Unternehmen in Deutschland

Pressemitteilung vom 15.01.2016 / KfW

 

  • Innovative Unternehmen werden 2016 noch besser gefördert
  • Gemeinsame Initiative von EU, EIF und KfW zugunsten von innovativen Unternehmen
  • 50 % Haftungsübernahme erleichtern die Darlehensvergabe
  • Zweites Projekt der KfW, das im Rahmen des EFSI realisiert wird

Das seit 1. Dezember 2014 in einer Pilotphase laufende Programm „Unternehmerkredit Plus“ für innovative Unternehmen wird weiter durch die KfW angeboten: Der KfW Unternehmerkredit Plus zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln wird künftig von der InnovFin KMU-Kredit-Garantiefazilität des Horizon 2020-Programms der Europäischen Union (Rahmenprogramm für Forschung und Innovation) und dem Finanzierungsinstrument des sogenannten „Juncker-Plans“ (EFSI) ermöglicht. Das Besondere an dem Programm: KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF) übernehmen gemeinsam mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) 50 % des Kreditrisikos der durchleitenden Finanzierungspartner und erleichtern ihnen so die Kreditvergabe.

 

Für den Unternehmerkredit Plus steht bis 31.12.2017 ein Garantievolumen von 125 Mio. EUR bereit, was einem Zusagevolumen von 500 Mio. EUR entspricht. Die Zielgruppe bleibt unverändert: Etablierte innovative mittelständische Unternehmen und Freiberufler erhalten die besonders günstigen Finanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel, max. 7,5 Mio. EUR pro Vorhaben. „Innovative“ Unternehmen im Sinne des Programms müssen mindestens eines von mehreren Kriterien erfüllen; beispielsweise: Das Unternehmen hat in den letzten 24 Monaten ein Patent angemeldet.

 

„Deutschland ist eine der tonangebenden Nationen im Bereich der Innovation. Ich freue mich, dass der Staat mehr Mittel für die Finanzierung innovativer Unternehmen bereitstellt. Die neue Vereinbarung über die InnovFin – Kreditgarantiefazilitäten für KMU, die heute mit der KfW Bankengruppe abgeschlossen wurde, fördert die Finanzierung innovativer Unternehmen, damit sie wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen können“, sagt der Europäische Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation Carlos Moedas.

 

„Innovationsförderung ist ein Hauptanliegen der EIB-Gruppe, und diese Garantievereinbarung beweist erneut unser Engagement für die Finanzierung innovativer Unternehmen. Der Europäische Investitionsplan ist eines der Instrumente, die es der EIB-Gruppe ermöglichen, die Förderung finanzierungsbedürftiger KMU und Mid-Caps voranzutreiben. In Deutschland ist die KfW weiterhin ein Schlüsselpartner für uns. Indem wir Risikofinanzierungen anbieten, können wir Unternehmen sowohl in Deutschland als auch in der gesamten Europäischen Union den Rücken stärken", sagt Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB.

 

„Ich freue mich, dass ich heute hier in Berlin mit unserem langjährigen Partner KfW eine InnovFin-Garantievereinbarung für KMU (InnovFin SME Guarantee) zugunsten deutscher Unternehmen unterzeichnen kann. Im Rahmen unserer bisherigen Zusammenarbeit hat die KfW schon viele erfolgreiche deutsche Unternehmen gefördert, und ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch eine weit höhere Zahl innovativer Firmen unterstützen können", sagt Pier Luigi Gilibert, Chief Executive des Europäischen Investitionsfonds (EIF).

 

„Innovationskraft schafft Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit. Die Finanzierung von Innovationen birgt naturgemäß Risiko. Dieses schultern die EU, der EIF, die Finanzierungspartner und die KfW jetzt gemeinsam, so dass gute Ideen von mutigen Unternehmern leichter und günstiger realisiert werden können“, sagt Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW.

 

Anträge können interessierte Unternehmen ab sofort bei den Finanzierungspartnern der KfW einreichen. Durch die Unterstützung der Europäischen Union kann die KfW die ohnehin vergünstigten Zinsen noch einmal verbilligen. So werden Zinssätze in der besten Preisklasse ab 1, 00 % angeboten.

 

Zweck des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ist es, die aktuelle Investitionslücke in der EU durch die Privatfinanzierung der strategischen Investitionen, die der Markt nicht allein finanzieren kann, zu schließen. Der Unternehmerkredit Plus ist neben dem im September 2015 verlängerten ERP-StartGeld das zweite Programm, das die KfW im Rahmen des EFSI anbietet.

 

Hintergrund:

 

Die InnovFin-Kreditgarantiefazilität für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) umfasst Garantien und Rückbürgschaften für Fremdkapitalfinanzierungen von 25.000 EUR bis 7,5 Mio. EUR und erleichtert KMU sowie kleinen Midcaps (bis 499 Beschäftigte) den Zugang zu Finanzmitteln. Die Fazilität wird vom Europäischen Investitionsfonds zur Verfügung gestellt und über Finanzintermediäre – Banken und andere Finanzinstitute – in EU-Mitgliedstaaten und Teilnehmerländern angeboten. Der EIF bürgt für einen Teil der Verluste aus der Fremdkapitalfinanzierung.

 

Die InnovFin KMU-Kreditgarantiefazilität gehört zur sogenannten InnovFin – EU Finance for Innovators (EU-Finanzmittel für Innovatoren), den neuen EU-Finan¬zierungsprodukten und Beratungsdiensten, die im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 entwickelt wurden und den Zugang zu Finanzmitteln für innovative Projekte erleichtern sollen. InnovFin – EU Finance for Innovators wird in Europa Investitionen in Forschung und Entwicklung im Umfang von rund 50 Mrd. EUR anstoßen.

 

Der EFSI fördert strategische Investitionen in Infrastrukturprojekte sowie Risikokapital für kleine Unternehmen und unterstützt die InnovFin KMU Kreditgarantiefazilität, um das Investitionsvolumen zu steigern. Weitere Informationen

 

Weitere Informationen über EU-Finanzierungsmöglichkeiten in Deutschland

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW

 

 

500 Mio. EUR für innovative Unternehmen in Deutschland

Pressemitteilung vom 15.01.2016 / KfW

 

  • Innovative Unternehmen werden 2016 noch besser gefördert
  • Gemeinsame Initiative von EU, EIF und KfW zugunsten von innovativen Unternehmen
  • 50 % Haftungsübernahme erleichtern die Darlehensvergabe
  • Zweites Projekt der KfW, das im Rahmen des EFSI realisiert wird

Das seit 1. Dezember 2014 in einer Pilotphase laufende Programm „Unternehmerkredit Plus“ für innovative Unternehmen wird weiter durch die KfW angeboten: Der KfW Unternehmerkredit Plus zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln wird künftig von der InnovFin KMU-Kredit-Garantiefazilität des Horizon 2020-Programms der Europäischen Union (Rahmenprogramm für Forschung und Innovation) und dem Finanzierungsinstrument des sogenannten „Juncker-Plans“ (EFSI) ermöglicht. Das Besondere an dem Programm: KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF) übernehmen gemeinsam mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) 50 % des Kreditrisikos der durchleitenden Finanzierungspartner und erleichtern ihnen so die Kreditvergabe.

 

Für den Unternehmerkredit Plus steht bis 31.12.2017 ein Garantievolumen von 125 Mio. EUR bereit, was einem Zusagevolumen von 500 Mio. EUR entspricht. Die Zielgruppe bleibt unverändert: Etablierte innovative mittelständische Unternehmen und Freiberufler erhalten die besonders günstigen Finanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel, max. 7,5 Mio. EUR pro Vorhaben. „Innovative“ Unternehmen im Sinne des Programms müssen mindestens eines von mehreren Kriterien erfüllen; beispielsweise: Das Unternehmen hat in den letzten 24 Monaten ein Patent angemeldet.

 

„Deutschland ist eine der tonangebenden Nationen im Bereich der Innovation. Ich freue mich, dass der Staat mehr Mittel für die Finanzierung innovativer Unternehmen bereitstellt. Die neue Vereinbarung über die InnovFin – Kreditgarantiefazilitäten für KMU, die heute mit der KfW Bankengruppe abgeschlossen wurde, fördert die Finanzierung innovativer Unternehmen, damit sie wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen können“, sagt der Europäische Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation Carlos Moedas.

 

„Innovationsförderung ist ein Hauptanliegen der EIB-Gruppe, und diese Garantievereinbarung beweist erneut unser Engagement für die Finanzierung innovativer Unternehmen. Der Europäische Investitionsplan ist eines der Instrumente, die es der EIB-Gruppe ermöglichen, die Förderung finanzierungsbedürftiger KMU und Mid-Caps voranzutreiben. In Deutschland ist die KfW weiterhin ein Schlüsselpartner für uns. Indem wir Risikofinanzierungen anbieten, können wir Unternehmen sowohl in Deutschland als auch in der gesamten Europäischen Union den Rücken stärken", sagt Ambroise Fayolle, Vizepräsident der EIB.

 

„Ich freue mich, dass ich heute hier in Berlin mit unserem langjährigen Partner KfW eine InnovFin-Garantievereinbarung für KMU (InnovFin SME Guarantee) zugunsten deutscher Unternehmen unterzeichnen kann. Im Rahmen unserer bisherigen Zusammenarbeit hat die KfW schon viele erfolgreiche deutsche Unternehmen gefördert, und ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch eine weit höhere Zahl innovativer Firmen unterstützen können", sagt Pier Luigi Gilibert, Chief Executive des Europäischen Investitionsfonds (EIF).

 

„Innovationskraft schafft Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit. Die Finanzierung von Innovationen birgt naturgemäß Risiko. Dieses schultern die EU, der EIF, die Finanzierungspartner und die KfW jetzt gemeinsam, so dass gute Ideen von mutigen Unternehmern leichter und günstiger realisiert werden können“, sagt Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW.

 

Anträge können interessierte Unternehmen ab sofort bei den Finanzierungspartnern der KfW einreichen. Durch die Unterstützung der Europäischen Union kann die KfW die ohnehin vergünstigten Zinsen noch einmal verbilligen. So werden Zinssätze in der besten Preisklasse ab 1, 00 % angeboten.

 

Zweck des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) ist es, die aktuelle Investitionslücke in der EU durch die Privatfinanzierung der strategischen Investitionen, die der Markt nicht allein finanzieren kann, zu schließen. Der Unternehmerkredit Plus ist neben dem im September 2015 verlängerten ERP-StartGeld das zweite Programm, das die KfW im Rahmen des EFSI anbietet.

 

Hintergrund:

 

Die InnovFin-Kreditgarantiefazilität für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) umfasst Garantien und Rückbürgschaften für Fremdkapitalfinanzierungen von 25.000 EUR bis 7,5 Mio. EUR und erleichtert KMU sowie kleinen Midcaps (bis 499 Beschäftigte) den Zugang zu Finanzmitteln. Die Fazilität wird vom Europäischen Investitionsfonds zur Verfügung gestellt und über Finanzintermediäre – Banken und andere Finanzinstitute – in EU-Mitgliedstaaten und Teilnehmerländern angeboten. Der EIF bürgt für einen Teil der Verluste aus der Fremdkapitalfinanzierung.

 

Die InnovFin KMU-Kreditgarantiefazilität gehört zur sogenannten InnovFin – EU Finance for Innovators (EU-Finanzmittel für Innovatoren), den neuen EU-Finan¬zierungsprodukten und Beratungsdiensten, die im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 entwickelt wurden und den Zugang zu Finanzmitteln für innovative Projekte erleichtern sollen. InnovFin – EU Finance for Innovators wird in Europa Investitionen in Forschung und Entwicklung im Umfang von rund 50 Mrd. EUR anstoßen.

 

Der EFSI fördert strategische Investitionen in Infrastrukturprojekte sowie Risikokapital für kleine Unternehmen und unterstützt die InnovFin KMU Kreditgarantiefazilität, um das Investitionsvolumen zu steigern. Weitere Informationen

 

Weitere Informationen über EU-Finanzierungsmöglichkeiten in Deutschland

 

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Förderung unternehmerischen Know-hows (Unternehmensberatungen ab 2016)

 

Neue Beratungsrichtlinien ab 2016

 

Mit Beginn des Jahres wird die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen – zu denen auch Angehörige der freien Berufe zählen – neu ausgerichtet.

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", „Gründercoaching Deutschland", „Turn-Around-Beratung" und „Runder Tisch" zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert. Die KfW beteiligt sich finanziell in der Übergangsphase in 2016 an der Förderung.

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an. Mehr Informationen zu den Länderprogrammen unter http://www.existenzgruender.de/DE/Service/Beratung-Adressen/Vor-der-Gruendung/inhalt.html

 

Wer wird gefördert?

 

  • Die neue „Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Zusätzlich müssen Unternehmen in Schwierigkeiten die Voraussetzungen im Sinne von Nummer 20 Buchstabe a oder Nummer 20 Buchstabe b der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (2014/249/01) in der jeweils geltenden Fassung erfüllen.

Als Gründungsdatum zählt bei gewerblich Tätigen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei Freiberuflern die Anmeldung beim Finanzamt.

 

Nicht antragsberechtigt sind unabhängig vom Beratungsbedarf:

 

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnliche Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.

Zu beachten ist des Weiteren, dass Beratungen von Unternehmen, z.B. Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur oder zu Inhalten, die gemäß Artikel 1 Absatz der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 ausgeschlossen sind, nicht gefördert werden können.

 

Was wird gefördert?

 

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen. Die Beratungstage müssen nicht aufeinanderfolgen. Die Berichterstellung sowie die Reisezeiten können außerhalb dieses Zeitrahmens liegen.

Diese Begrenzung gilt nicht für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten. Hier kann die Maßnahme über den gesamten Förderzeitraum (maximal 6 Monate) durchgeführt und abgerechnet werden.

Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden, Seminare oder Workshops werden nicht berücksichtigt. Die Beratungsleistung muss vom Berater in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden.

 

Nicht gefördert werden Beratungen,

 

  • die ganz oder teilweise mit anderen öffentlichen Zuschüssen einschließlich Mitteln der Strukturfonds und des ESF finanziert werden
  • die Vermittlungstätigkeiten beinhalten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist, die von den Beraterinnen oder Beratern selbst vertrieben werden
  • die überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie z.B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben
  • die überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben
  • die den Verkauf/Vertrieb von Gütern oder Dienstleistungen, insbesondere individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sowie sonstige Umsatz steigernde Maßnahmen einschließlich des entsprechenden Marketings von Ärztinnen oder Ärzten, Zahnärztinnen oder Zahnärzten, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Inhalt haben
  • die ethisch-moralisch nicht vertretbare oder gegen Recht und Ordnung verstoßende Inhalte zum Gegenstand haben.

 

Wer darf beraten?

 

Selbständige Beraterinnen und Berater bzw. Beratungsunternehmen, die ihren überwiegenden Umsatz (> 50 %) aus ihrer Beratungstätigkeit erzielen. Sie müssen darüber hinaus über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qualitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Die Beraterin oder der Berater muss eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung gewährleisten.

 

Zum Nachweis seiner Beratereigenschaft muss das Beratungsunternehmen eine Beratererklärung, einen Lebenslauf sowie einen Qualitätsnachweis (QM-Nachweis) hochladen. Die Nachweise müssen spätestens zu dem Zeitpunkt vorliegen, zu dem das BAFA über die Bewilligung des Zuschusses entscheidet, also nach Vorlage der Verwendungsnachweise.

 

Wie hoch ist der Beratungszuschuss?

 

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

Fördersätze:
80 % neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 %, 
90 % Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort
Unternehmensart Bemessungsgrundlage Fördersatz maximaler Zuschuss
Junge Unternehmen
nicht länger als 2 Jahre am Markt
4.000 Euro 80 % 3.200 Euro
60 % 2.400 Euro
50 % 2.000 Euro
Bestandsunternehmen
ab dem dritten Jahr nach Gründung
3.000 Euro 80 % 2.400 Euro
60 % 1.800 Euro
50 % 1.500 Euro
Unternehmen in Schwierigkeiten 3.000 Euro 90 % 2.700 Euro

 

 

Wo und wie wird der Antrag gestellt?

 

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Unternehmen. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Eine Liste der Regionalpartner ist über die Leitstellen erhältlich.

Bestandsunternehmen können, müssen aber nicht ein solches Gespräch führen.

Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss der Leitstelle der Verwendungsnachweis ebenfalls online über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden. Zum Verwendungsnachweis gehören folgende Unterlagen:

  • ein ausgefülltes und vom Antragstellenden und Berater unterschriebenes Verwendungsnachweisformular
  • ein vom Antragstellenden ausgefülltes und unterschriebenes Formular zur De-minimis- und zur EU-KMU-Erklärung,
  • das Bestätigungsschreiben des regionalen Ansprechpartners über die Führung des Informationsgesprächs (nur bei Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten),
  • ein Beratungsbericht des Beraters,
  • die Rechnung des Beratungsunternehmens und
  • der Kontoauszug des Antragstellers über die Zahlung des Honorars bzw. des Eigenanteils.

Das Verwendungsnachweisformular sowie das Formular zur De-minimis- und zur EU-KMU-Erklärung werden auf der Plattform zur Verfügung gestellt. Diese müssen zusammen mit den weiteren oben genannten Nachweisen hochgeladen werden.

Der Antragstellende muss im Rahmen des Förderverfahrens mindestens die Zahlung seines Eigenanteils nachweisen. Der Eigenanteil ist die Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss (vergleiche Tabelle oben).

Die Leitstelle prüft vorab die vorgelegten Unterlagen und leitet diese an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Entscheidung weiter. Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach abschließender Prüfung durch das BAFA. Der Zuschuss wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

 

Ansprechpartner

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Leitstelle. Diese steht Ihnen jederzeit gerne zur Seite:

DIHK – Service GmbH

Telefon: (030) 20308-2353

Telefax: (030) 20308-2352

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.dihk.de/beratungsfoerderung (www)

 

Zentralverband des Deutschen Handwerks

Telefon: 030 20619-340/-341/-342

Telefax: 030 20619-59341

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.zdh.de (www)

 

Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes

Telefon: 0221 362517

Telefax: 0221 362512

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.leitstelle.org (www)

 

Förderungsgesellschaft des BDS-DGV mbH für die gewerbliche Wirtschaft und Freie Berufe

Telefon: 0228 2100-33/-34

Telefax: 0228 2118-24

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.foerder-bds.de (www)

 

BBG Bundesbetriebsberatungsstelle GmbH

Telefon: 030 590099-560

Telefax: 030 590099-460

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.betriebsberatungsstelle.de (www)

 

Interhoga – Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes mbH

Telefon: 030 590099-860

Telefax: 030 590099-851

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.interhoga.de (www)

 

oder

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 413

Frankfurter Straße 29 - 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1570 (Mo. bis Do. 8:00 bis 16:00 Uhr, Fr. 8:00 bis 15:00)

Telefax: 06196 908-1800 

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BAFA

 

Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Ausschöpfung Ihrer Fördermöglichkeiten sowie der Antragsstellung!

 

 

Förderung unternehmerischen Know-hows (Unternehmensberatungen ab 2016)

 

Neue Beratungsrichtlinien ab 2016

 

Mit Beginn des Jahres wird die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen – zu denen auch Angehörige der freien Berufe zählen – neu ausgerichtet.

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", „Gründercoaching Deutschland", „Turn-Around-Beratung" und „Runder Tisch" zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert. Die KfW beteiligt sich finanziell in der Übergangsphase in 2016 an der Förderung.

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an. Mehr Informationen zu den Länderprogrammen unter http://www.existenzgruender.de/DE/Service/Beratung-Adressen/Vor-der-Gruendung/inhalt.html

 

Wer wird gefördert?

 

  • Die neue „Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Zusätzlich müssen Unternehmen in Schwierigkeiten die Voraussetzungen im Sinne von Nummer 20 Buchstabe a oder Nummer 20 Buchstabe b der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (2014/249/01) in der jeweils geltenden Fassung erfüllen.

Als Gründungsdatum zählt bei gewerblich Tätigen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei Freiberuflern die Anmeldung beim Finanzamt.

 

Nicht antragsberechtigt sind unabhängig vom Beratungsbedarf:

 

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnliche Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.

Zu beachten ist des Weiteren, dass Beratungen von Unternehmen, z.B. Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur oder zu Inhalten, die gemäß Artikel 1 Absatz der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 ausgeschlossen sind, nicht gefördert werden können.

 

Was wird gefördert?

 

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen. Die Beratungstage müssen nicht aufeinanderfolgen. Die Berichterstellung sowie die Reisezeiten können außerhalb dieses Zeitrahmens liegen.

Diese Begrenzung gilt nicht für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten. Hier kann die Maßnahme über den gesamten Förderzeitraum (maximal 6 Monate) durchgeführt und abgerechnet werden.

Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden, Seminare oder Workshops werden nicht berücksichtigt. Die Beratungsleistung muss vom Berater in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden.

 

Nicht gefördert werden Beratungen,

 

  • die ganz oder teilweise mit anderen öffentlichen Zuschüssen einschließlich Mitteln der Strukturfonds und des ESF finanziert werden
  • die Vermittlungstätigkeiten beinhalten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist, die von den Beraterinnen oder Beratern selbst vertrieben werden
  • die überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie z.B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben
  • die überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben
  • die den Verkauf/Vertrieb von Gütern oder Dienstleistungen, insbesondere individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sowie sonstige Umsatz steigernde Maßnahmen einschließlich des entsprechenden Marketings von Ärztinnen oder Ärzten, Zahnärztinnen oder Zahnärzten, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Inhalt haben
  • die ethisch-moralisch nicht vertretbare oder gegen Recht und Ordnung verstoßende Inhalte zum Gegenstand haben.

 

Wer darf beraten?

 

Selbständige Beraterinnen und Berater bzw. Beratungsunternehmen, die ihren überwiegenden Umsatz (> 50 %) aus ihrer Beratungstätigkeit erzielen. Sie müssen darüber hinaus über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qualitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Die Beraterin oder der Berater muss eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung gewährleisten.

 

Zum Nachweis seiner Beratereigenschaft muss das Beratungsunternehmen eine Beratererklärung, einen Lebenslauf sowie einen Qualitätsnachweis (QM-Nachweis) hochladen. Die Nachweise müssen spätestens zu dem Zeitpunkt vorliegen, zu dem das BAFA über die Bewilligung des Zuschusses entscheidet, also nach Vorlage der Verwendungsnachweise.

 

Wie hoch ist der Beratungszuschuss?

 

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

Fördersätze:
80 % neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 %, 
90 % Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort
Unternehmensart Bemessungsgrundlage Fördersatz maximaler Zuschuss
Junge Unternehmen
nicht länger als 2 Jahre am Markt
4.000 Euro 80 % 3.200 Euro
60 % 2.400 Euro
50 % 2.000 Euro
Bestandsunternehmen
ab dem dritten Jahr nach Gründung
3.000 Euro 80 % 2.400 Euro
60 % 1.800 Euro
50 % 1.500 Euro
Unternehmen in Schwierigkeiten 3.000 Euro 90 % 2.700 Euro

 

 

Wo und wie wird der Antrag gestellt?

 

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Unternehmen. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Eine Liste der Regionalpartner ist über die Leitstellen erhältlich.

Bestandsunternehmen können, müssen aber nicht ein solches Gespräch führen.

Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss der Leitstelle der Verwendungsnachweis ebenfalls online über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden. Zum Verwendungsnachweis gehören folgende Unterlagen:

  • ein ausgefülltes und vom Antragstellenden und Berater unterschriebenes Verwendungsnachweisformular
  • ein vom Antragstellenden ausgefülltes und unterschriebenes Formular zur De-minimis- und zur EU-KMU-Erklärung,
  • das Bestätigungsschreiben des regionalen Ansprechpartners über die Führung des Informationsgesprächs (nur bei Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten),
  • ein Beratungsbericht des Beraters,
  • die Rechnung des Beratungsunternehmens und
  • der Kontoauszug des Antragstellers über die Zahlung des Honorars bzw. des Eigenanteils.

Das Verwendungsnachweisformular sowie das Formular zur De-minimis- und zur EU-KMU-Erklärung werden auf der Plattform zur Verfügung gestellt. Diese müssen zusammen mit den weiteren oben genannten Nachweisen hochgeladen werden.

Der Antragstellende muss im Rahmen des Förderverfahrens mindestens die Zahlung seines Eigenanteils nachweisen. Der Eigenanteil ist die Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss (vergleiche Tabelle oben).

Die Leitstelle prüft vorab die vorgelegten Unterlagen und leitet diese an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Entscheidung weiter. Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach abschließender Prüfung durch das BAFA. Der Zuschuss wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

 

Ansprechpartner

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Leitstelle. Diese steht Ihnen jederzeit gerne zur Seite:

DIHK – Service GmbH

Telefon: (030) 20308-2353

Telefax: (030) 20308-2352

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.dihk.de/beratungsfoerderung (www)

 

Zentralverband des Deutschen Handwerks

Telefon: 030 20619-340/-341/-342

Telefax: 030 20619-59341

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.zdh.de (www)

 

Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes

Telefon: 0221 362517

Telefax: 0221 362512

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.leitstelle.org (www)

 

Förderungsgesellschaft des BDS-DGV mbH für die gewerbliche Wirtschaft und Freie Berufe

Telefon: 0228 2100-33/-34

Telefax: 0228 2118-24

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.foerder-bds.de (www)

 

BBG Bundesbetriebsberatungsstelle GmbH

Telefon: 030 590099-560

Telefax: 030 590099-460

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.betriebsberatungsstelle.de (www)

 

Interhoga – Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes mbH

Telefon: 030 590099-860

Telefax: 030 590099-851

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.interhoga.de (www)

 

oder

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 413

Frankfurter Straße 29 - 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1570 (Mo. bis Do. 8:00 bis 16:00 Uhr, Fr. 8:00 bis 15:00)

Telefax: 06196 908-1800 

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BAFA

 

Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie bei der Ausschöpfung Ihrer Fördermöglichkeiten sowie der Antragsstellung!