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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Geschäftsklima im Mittelstand trotzt Handelskonflikt
Pressemitteilung vom 06.07.2018 / KfW, KfW Research

  • Geschäftsklima im Mittelstand gibt im Juni nur leicht nach
  • Großunternehmen blicken mit Sorge auf politische Krisen
  • Branchenvergleich mit wenigen Ausreißern nach oben

Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt im Juni nahezu unverändert. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Damit zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen von der letzten Verschärfung im Handelskonflikt mit den USA bislang unbeeindruckt. Die Geschäftserwartungen steigen um 0,2 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler mit 25,7 Saldenpunkten trotz eines erneuten Rückgangs um -1,0 Zähler noch immer als ausgezeichnet. Ganz anders ist die Stimmung unter den Großunternehmen: Das Geschäftsklima bei ihnen lässt im Juni deutlich um -3,0 Zähler auf 10,3 Saldenpunkte nach. Die Bewertung der Geschäftslage verbucht einen Rückgang um -2,6 Zähler auf 24,1 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen sind mit nunmehr -2,2 Saldenpunkten gar unterdurchschnittlich.

„Die Einschätzungen des deutschen Mittelstands und der Großunternehmen divergieren zunehmend. Die Großunternehmen beobachten die politischen Auseinandersetzungen mit den USA zu Recht mit wachsender Sorge. Für sie rücken strategische Entscheidungen etwa über den Produktionsstandort oder den Umbau von Wertschöpfungsketten immer näher. Darin liegt die eigentliche Gefahr des Handelsstreits“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Mittelständler sehen dagegen vorerst noch die gute Binnenkonjunktur“, stellt Zeuner fest und ergänzt: „Ein Verschlechterung der Stimmung in den nächsten Monaten wäre für mich keine Überraschung angesichts der vielen politischen Herausforderungen für Deutschland und die europäische Gemeinschaft.“ Schließlich habe auch der Konflikt um die Asylpolitik innerhalb der Bundesregierung zum Umfragezeitpunkt noch keine Rolle gespielt.

Im Branchenvergleich setzt sich die hervorragende Stimmung großer Bauunternehmen fort. Das Klima im mittelständischen Baugewerbe lässt etwas nach. Umgekehrt verhält es sich bei den Dienstleistern. Hier entwickelt sich das Klima unter den Mittelständlern positiv. Die Großunternehmen des Dienstleistungssektors melden eine deutliche Stimmungseintrübung. Die stets schwankungsanfälligen Großunternehmen im Einzel- und Großhandel verzeichnen durchschnittliche negative Veränderungen. Im Verarbeitenden Gewerbe kommt es bei großen und mittelständischen Unternehmen zu einer leichten Verschlechterung des Geschäftsklimas.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Geschäftsklima im Mittelstand trotzt Handelskonflikt
Pressemitteilung vom 06.07.2018 / KfW, KfW Research

  • Geschäftsklima im Mittelstand gibt im Juni nur leicht nach
  • Großunternehmen blicken mit Sorge auf politische Krisen
  • Branchenvergleich mit wenigen Ausreißern nach oben

Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt im Juni nahezu unverändert. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Damit zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen von der letzten Verschärfung im Handelskonflikt mit den USA bislang unbeeindruckt. Die Geschäftserwartungen steigen um 0,2 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler mit 25,7 Saldenpunkten trotz eines erneuten Rückgangs um -1,0 Zähler noch immer als ausgezeichnet. Ganz anders ist die Stimmung unter den Großunternehmen: Das Geschäftsklima bei ihnen lässt im Juni deutlich um -3,0 Zähler auf 10,3 Saldenpunkte nach. Die Bewertung der Geschäftslage verbucht einen Rückgang um -2,6 Zähler auf 24,1 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen sind mit nunmehr -2,2 Saldenpunkten gar unterdurchschnittlich.

„Die Einschätzungen des deutschen Mittelstands und der Großunternehmen divergieren zunehmend. Die Großunternehmen beobachten die politischen Auseinandersetzungen mit den USA zu Recht mit wachsender Sorge. Für sie rücken strategische Entscheidungen etwa über den Produktionsstandort oder den Umbau von Wertschöpfungsketten immer näher. Darin liegt die eigentliche Gefahr des Handelsstreits“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Mittelständler sehen dagegen vorerst noch die gute Binnenkonjunktur“, stellt Zeuner fest und ergänzt: „Ein Verschlechterung der Stimmung in den nächsten Monaten wäre für mich keine Überraschung angesichts der vielen politischen Herausforderungen für Deutschland und die europäische Gemeinschaft.“ Schließlich habe auch der Konflikt um die Asylpolitik innerhalb der Bundesregierung zum Umfragezeitpunkt noch keine Rolle gespielt.

Im Branchenvergleich setzt sich die hervorragende Stimmung großer Bauunternehmen fort. Das Klima im mittelständischen Baugewerbe lässt etwas nach. Umgekehrt verhält es sich bei den Dienstleistern. Hier entwickelt sich das Klima unter den Mittelständlern positiv. Die Großunternehmen des Dienstleistungssektors melden eine deutliche Stimmungseintrübung. Die stets schwankungsanfälligen Großunternehmen im Einzel- und Großhandel verzeichnen durchschnittliche negative Veränderungen. Im Verarbeitenden Gewerbe kommt es bei großen und mittelständischen Unternehmen zu einer leichten Verschlechterung des Geschäftsklimas.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer

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KfW Gründungsmonitor 2018: Strukturelle Qualität der Gründungen steigt weiter

Pressemitteilung vom 29.05.2018 / KfW, KfW Research

 

  • 557.000 Personen wagen Schritt in die Selbstständigkeit
  • Anteil der Chancengründer bei erfreulichen 60 Prozent
  • Berlin wieder vor Hamburg; Brandenburg holt auf

Die Zahl der Gründungen in Deutschland ist auch im Jahr 2017 rückläufig: Lediglich 557.000 Personen (-17 Prozent ggü. 2016) machten sich im vergangenen Jahr selbstständig – zu gut war die Möglichkeit für viele, eine abhängige Beschäftigung zu finden (Presseerklärung vom 21.02.2018 ). Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist: der Anteil der Chancengründer stieg um 8 %, der Anteil der innovativen Gründer um 31 %. Auch der Anteil der digitalen Gründer stieg von 21 % auf 26 %. „Die strukturelle Qualität der Gründungstätigkeit wird besser. Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren wird es ganz entscheidend sein, dass wir eine beachtliche Anzahl von innovativen Unternehmen haben, denn sie sind ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe anlässlich der heutigen Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2018, der jährlichen, repräsentativen Analyse zum Gründergeschehen in Deutschland, in der KfW-Zentrale in Frankfurt. Hinderlich für diese zukunftsträchtige Gruppe könnte jedoch ein weiteres Ergebnis der Analyse sein: Neugründer, die anders als Übernahme- oder Beteiligungsgründer neue Unternehmen aufbauen, schufen
170.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze, 52 % davon hatten jedoch Probleme dabei, diese Stellen zu besetzen.

Weitere zentrale Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors:
In der Rangliste der Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt Berlin um eine Nasenlänge vor Hamburg und erobert somit seinen Platz an der Spitze zurück. Von der Dynamik in Berlin profitierte Brandenburg. Als einziges Bundesland hinsichtlich der Gründungstätigkeit legte Brandenburg zu und kletterte auf den siebten Rang.
Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit ist 2017 nochmals um 3 Prozentpunkte auf insgesamt 37 % gesunken. Der Rückgang war auf den Vollerwerb beschränkt und ist das Ergebnis einer stärkeren Gründungstätigkeit von Männern im Vollerwerb.
Die Mehrheit der Gründer ist bei ihrem Start in die Selbstständigkeit auf Finanzmittel angewiesen (60 %). Dabei greifen 39 % der Gründer ausschließlich auf eigene Mittel zurück, 8 % mobilisieren dagegen Summen über
25.000 EUR von externen Kapitalgebern. Sie setzten im vergangenen Jahr wieder mehr externe Mittel ein, im Durchschnitt gut 120 000 EUR, so viel wie seit 2012 nicht.
Im vergangenen Jahr hatten 14 % der Gründer Probleme bei der Finanzierung. Meist, weil die Gründer gerne mehr Eigenmittel eingesetzt hätten, als ihnen zur Verfügung standen (10 %). Der Anteil von Gründern, die von einer Kreditablehnung betroffen waren, lag bei 4 %.
Der KfW-Gründungsmonitor zeigt, dass Gründer die für sie angekündigten Vorhaben der aktuellen Koalition (wie eine Befreiung von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung) insgesamt befürworten und Experten die gründungsspezifischen Rahmenbedingungen besser als vor zwei Jahren bewerten. Dennoch sind Impulse, um die Gründungstätigkeit im Jahr 2018 wieder in Fahrt zu bringen, derzeit nicht in Sicht. Die Anzahl der Gründungsplanungen stagniert und der Absorptionseffekt des Arbeitsmarkts dürfte auch im aktuellen Jahr stark bleiben.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

KfW Gründungsmonitor 2018: Strukturelle Qualität der Gründungen steigt weiter

Pressemitteilung vom 29.05.2018 / KfW, KfW Research

 

  • 557.000 Personen wagen Schritt in die Selbstständigkeit
  • Anteil der Chancengründer bei erfreulichen 60 Prozent
  • Berlin wieder vor Hamburg; Brandenburg holt auf

Die Zahl der Gründungen in Deutschland ist auch im Jahr 2017 rückläufig: Lediglich 557.000 Personen (-17 Prozent ggü. 2016) machten sich im vergangenen Jahr selbstständig – zu gut war die Möglichkeit für viele, eine abhängige Beschäftigung zu finden (Presseerklärung vom 21.02.2018 ). Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist: der Anteil der Chancengründer stieg um 8 %, der Anteil der innovativen Gründer um 31 %. Auch der Anteil der digitalen Gründer stieg von 21 % auf 26 %. „Die strukturelle Qualität der Gründungstätigkeit wird besser. Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren wird es ganz entscheidend sein, dass wir eine beachtliche Anzahl von innovativen Unternehmen haben, denn sie sind ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe anlässlich der heutigen Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2018, der jährlichen, repräsentativen Analyse zum Gründergeschehen in Deutschland, in der KfW-Zentrale in Frankfurt. Hinderlich für diese zukunftsträchtige Gruppe könnte jedoch ein weiteres Ergebnis der Analyse sein: Neugründer, die anders als Übernahme- oder Beteiligungsgründer neue Unternehmen aufbauen, schufen
170.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze, 52 % davon hatten jedoch Probleme dabei, diese Stellen zu besetzen.

Weitere zentrale Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors:
In der Rangliste der Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt Berlin um eine Nasenlänge vor Hamburg und erobert somit seinen Platz an der Spitze zurück. Von der Dynamik in Berlin profitierte Brandenburg. Als einziges Bundesland hinsichtlich der Gründungstätigkeit legte Brandenburg zu und kletterte auf den siebten Rang.
Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit ist 2017 nochmals um 3 Prozentpunkte auf insgesamt 37 % gesunken. Der Rückgang war auf den Vollerwerb beschränkt und ist das Ergebnis einer stärkeren Gründungstätigkeit von Männern im Vollerwerb.
Die Mehrheit der Gründer ist bei ihrem Start in die Selbstständigkeit auf Finanzmittel angewiesen (60 %). Dabei greifen 39 % der Gründer ausschließlich auf eigene Mittel zurück, 8 % mobilisieren dagegen Summen über
25.000 EUR von externen Kapitalgebern. Sie setzten im vergangenen Jahr wieder mehr externe Mittel ein, im Durchschnitt gut 120 000 EUR, so viel wie seit 2012 nicht.
Im vergangenen Jahr hatten 14 % der Gründer Probleme bei der Finanzierung. Meist, weil die Gründer gerne mehr Eigenmittel eingesetzt hätten, als ihnen zur Verfügung standen (10 %). Der Anteil von Gründern, die von einer Kreditablehnung betroffen waren, lag bei 4 %.
Der KfW-Gründungsmonitor zeigt, dass Gründer die für sie angekündigten Vorhaben der aktuellen Koalition (wie eine Befreiung von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung) insgesamt befürworten und Experten die gründungsspezifischen Rahmenbedingungen besser als vor zwei Jahren bewerten. Dennoch sind Impulse, um die Gründungstätigkeit im Jahr 2018 wieder in Fahrt zu bringen, derzeit nicht in Sicht. Die Anzahl der Gründungsplanungen stagniert und der Absorptionseffekt des Arbeitsmarkts dürfte auch im aktuellen Jahr stark bleiben.

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Unternehmerseminar am 23.04.2018 zum Thema EU-Datenschutzgrundverordnung im Gründerzentrum Straubing - Sand

Ich darf Sie auf folgende Veranstaltung / Unternehmerseminar des Unternehmernetzwerkes „plattform U“ betreffend der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung hinweisen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werde ich in einem kurzen nachfolgenden Statement (siehe beigefügte Einladung / Email des Unternehmernetzwerkes) darstellen, wie Sie aus der Pflicht auch einen zusätzlichen Nutzen für sich ableiten können.

Ich freue mich, Sie zu der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Unternehmerinnen und Unternehmer im ostbayerischen Raum,

hiermit laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein.

Das Unternehmernetzwerk „plattform U“ mit Sitz in Straubing führt seit 2016 in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen für interessierte Unternehmer der Region durch. Unter anderem damit kommen wir dem Zweck unseres Vereins zur Förderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der regionalen Unternehmer nach.

 

Am Montag, den 23.04.2018, 18.00 Uhr, laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft:

Ø  Thema: „In der Zielkurve zum neuen Datenschutzrecht – Was muss ich wissen und was ist unbedingt noch zu tun?“

Ø  Herr RA / Fachanwalt für IT-Recht Roman Geier (Hauptreferent),

Kanzlei Wolter & Musselmann, Passau

Ø  Herr Dipl.-Kfm. univ.  Stephan Binner,

Wirtschaftskanzlei Binner, Straubing

 

Der Referent RA Roman Geier wird den rechtlichen Rahmen zum neuen Datenschutzrecht abstecken und etwaige Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen; Herr Dipl.-Kfm. Stephan Binner wird in einem Kurzbeitrag zu Möglichkeiten der Prozessgestaltung sprechen.

Ø  Montag, 23. April 2018, 18.00 Uhr

            Ø  Gründerzentrum Straubing-Sand (Europaring 4, 94315 Straubing)

 

Vorgesehen ist eine Vortragszeit von ca. 60 – 80 Minuten; die Referenten stehen wie gewohnt auch für individuelle Fragen – gerne auch zum Ende des Abends – zur Verfügung.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne per Telefax oder E-Mail entgegen; um Rückmeldung bis 19.04.2018 wird gebeten.

 

Herzliche Grüße,

Peter Sänger & Robert Mühlbauer

plattform U - Das Netzwerk für Unternehmer e.V.

Vorstände: Peter Sänger, Robert Mühlbauer

Bahnhofstr. 5                     Tel.: +49 (0)9421 75 30 808

94315 Straubing                Fax: +49 (0)9421 75 30 809

 

Unternehmerseminar am 23.04.2018 zum Thema EU-Datenschutzgrundverordnung im Gründerzentrum Straubing - Sand

Ich darf Sie auf folgende Veranstaltung / Unternehmerseminar des Unternehmernetzwerkes „plattform U“ betreffend der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung hinweisen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werde ich in einem kurzen nachfolgenden Statement (siehe beigefügte Einladung / Email des Unternehmernetzwerkes) darstellen, wie Sie aus der Pflicht auch einen zusätzlichen Nutzen für sich ableiten können.

Ich freue mich, Sie zu der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Unternehmerinnen und Unternehmer im ostbayerischen Raum,

hiermit laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein.

Das Unternehmernetzwerk „plattform U“ mit Sitz in Straubing führt seit 2016 in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen für interessierte Unternehmer der Region durch. Unter anderem damit kommen wir dem Zweck unseres Vereins zur Förderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der regionalen Unternehmer nach.

 

Am Montag, den 23.04.2018, 18.00 Uhr, laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft:

Ø  Thema: „In der Zielkurve zum neuen Datenschutzrecht – Was muss ich wissen und was ist unbedingt noch zu tun?“

Ø  Herr RA / Fachanwalt für IT-Recht Roman Geier (Hauptreferent),

Kanzlei Wolter & Musselmann, Passau

Ø  Herr Dipl.-Kfm. univ.  Stephan Binner,

Wirtschaftskanzlei Binner, Straubing

 

Der Referent RA Roman Geier wird den rechtlichen Rahmen zum neuen Datenschutzrecht abstecken und etwaige Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen; Herr Dipl.-Kfm. Stephan Binner wird in einem Kurzbeitrag zu Möglichkeiten der Prozessgestaltung sprechen.

Ø  Montag, 23. April 2018, 18.00 Uhr

            Ø  Gründerzentrum Straubing-Sand (Europaring 4, 94315 Straubing)

 

Vorgesehen ist eine Vortragszeit von ca. 60 – 80 Minuten; die Referenten stehen wie gewohnt auch für individuelle Fragen – gerne auch zum Ende des Abends – zur Verfügung.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne per Telefax oder E-Mail entgegen; um Rückmeldung bis 19.04.2018 wird gebeten.

 

Herzliche Grüße,

Peter Sänger & Robert Mühlbauer

plattform U - Das Netzwerk für Unternehmer e.V.

Vorstände: Peter Sänger, Robert Mühlbauer

Bahnhofstr. 5                     Tel.: +49 (0)9421 75 30 808

94315 Straubing                Fax: +49 (0)9421 75 30 809

 

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Sie wollen sich selbstständig machen? Wir beraten Sie gerne! 

Pressemitteilung vom 26.02.2018 / KfW, KfW Research

Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

- 557.000 Gründer machten sich 2017 in Deutschland selbständig
- Gründungsaktivität in Deutschland sinkt somit weiter um 17 %
- Aber: mehr Chancengründer, mehr innovative Gründer


Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 17 % im Vergleich zum Jahr 2016. Nachdem in den vergangenen Jahren gegen die Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts nicht anzukommen war, zog 2017 der Wachstumseffekt deutlich an. „Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein. Stattdessen ist insbesondere die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb weiter stark eingebrochen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. „Die Rekordsituation auf dem Arbeitsmarkt sprengt offenbar den gewohnten Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum mit der Gründungstätigkeit. Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie. Und die, die bereits eine abhängige Beschäftigung haben, kommen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbständig zu machen.“ Die Zahl der Nebenerwerbsgründer brach um 101.000 oder 24 % auf 323.000 ein; die der Vollerwerbsgründer hingegen lediglich um 14.000 oder 6 % auf 234.000 Personen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors, der jährlichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist. Mit 334.000 Gründern, die aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, gibt es 8 % mehr Chancengründer als im Vorjahr. 76.000 Gründer führen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durch. Die Zahl innovativer Gründer legt somit um 31 % zu und erholt sich nach dem Absturz im Vorjahr teilweise. „Deutschland braucht Innovation. Deutschland braucht Menschen, die aus ihren Ideen Unternehmen kreieren. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen – insbesondere angesichts der sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – diese bei ihrem mutigen Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.“

Hinweis:
In der am 21.2.2018 veröffentlichten Fassung war leider ein Fehler enthalten: statt 17 % Rückgang des Gründergeschehens hieß es 14 %. Wir haben dies am 26.2.2018 korrigiert. Alle anderen Zahlen waren korrekt.

Hinweis:
Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/kompakt . Der vollständige Bericht wird am 29.5.2018 in Frankfurt durch Dr. Jörg Zeuner im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

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Pressemitteilung vom 26.02.2018 / KfW, KfW Research

Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

- 557.000 Gründer machten sich 2017 in Deutschland selbständig
- Gründungsaktivität in Deutschland sinkt somit weiter um 17 %
- Aber: mehr Chancengründer, mehr innovative Gründer


Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 17 % im Vergleich zum Jahr 2016. Nachdem in den vergangenen Jahren gegen die Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts nicht anzukommen war, zog 2017 der Wachstumseffekt deutlich an. „Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein. Stattdessen ist insbesondere die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb weiter stark eingebrochen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. „Die Rekordsituation auf dem Arbeitsmarkt sprengt offenbar den gewohnten Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum mit der Gründungstätigkeit. Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie. Und die, die bereits eine abhängige Beschäftigung haben, kommen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbständig zu machen.“ Die Zahl der Nebenerwerbsgründer brach um 101.000 oder 24 % auf 323.000 ein; die der Vollerwerbsgründer hingegen lediglich um 14.000 oder 6 % auf 234.000 Personen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors, der jährlichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist. Mit 334.000 Gründern, die aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, gibt es 8 % mehr Chancengründer als im Vorjahr. 76.000 Gründer führen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durch. Die Zahl innovativer Gründer legt somit um 31 % zu und erholt sich nach dem Absturz im Vorjahr teilweise. „Deutschland braucht Innovation. Deutschland braucht Menschen, die aus ihren Ideen Unternehmen kreieren. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen – insbesondere angesichts der sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – diese bei ihrem mutigen Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.“

Hinweis:
In der am 21.2.2018 veröffentlichten Fassung war leider ein Fehler enthalten: statt 17 % Rückgang des Gründergeschehens hieß es 14 %. Wir haben dies am 26.2.2018 korrigiert. Alle anderen Zahlen waren korrekt.

Hinweis:
Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/kompakt . Der vollständige Bericht wird am 29.5.2018 in Frankfurt durch Dr. Jörg Zeuner im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

Pressemitteilung vom 01.02.2018 / KfW, KfW Research

- Mittelständisches Geschäftsklima im Januar nahe am Rekordwert
- Neues Allzeithoch bei Lageurteilen, aber Erwartungen trüben sich ein
- Stimmung der Großunternehmen kühlt sich ab 

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

Den Großunternehmen zieht der Mittelstand Anfang des Jahres stimmungsmäßig ein wenig davon. Deren Geschäftsklima fällt um 1,7 Zähler, bleibt aber trotz des Rückgangs auf jetzt 29,1 Saldenpunkte nach wie vor sehr gut. Während die großem Firmen ihre aktuellen Geschäfte zu Beginn des neuen Jahres praktisch genauso gut bewerten wie zum Ende des alten (-0,2 Zähler auf 46,1 Saldenpunkte), revidieren sie ihre Erwartungen etwas deutlicher nach unten (-3,0 Zähler auf 12,9 Saldenpunkte). Abgesehen von der Verschlechterung bei den großen Einzelhändlern zum Ende der Weihnachtssaison sind es vor allem die international stark verflochtenen Wirtschaftsbereiche – der Großhandel und die Industrie –, die hinter der leichten Abkühlung bei den großen Unternehmen stehen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass die Exporteure vor allem die jüngsten Aufwertungstendenzen des Euro mit einer gewissen Skepsis sehen, schmälert ein teurerer Euro doch ihre Preisspielräume in Fremdwährung. Hierzu passt der relativ deutliche Rückgang der Absatzpreiserwartungen im Januar.

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer .

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

Pressemitteilung vom 01.02.2018 / KfW, KfW Research

- Mittelständisches Geschäftsklima im Januar nahe am Rekordwert
- Neues Allzeithoch bei Lageurteilen, aber Erwartungen trüben sich ein
- Stimmung der Großunternehmen kühlt sich ab 

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

Den Großunternehmen zieht der Mittelstand Anfang des Jahres stimmungsmäßig ein wenig davon. Deren Geschäftsklima fällt um 1,7 Zähler, bleibt aber trotz des Rückgangs auf jetzt 29,1 Saldenpunkte nach wie vor sehr gut. Während die großem Firmen ihre aktuellen Geschäfte zu Beginn des neuen Jahres praktisch genauso gut bewerten wie zum Ende des alten (-0,2 Zähler auf 46,1 Saldenpunkte), revidieren sie ihre Erwartungen etwas deutlicher nach unten (-3,0 Zähler auf 12,9 Saldenpunkte). Abgesehen von der Verschlechterung bei den großen Einzelhändlern zum Ende der Weihnachtssaison sind es vor allem die international stark verflochtenen Wirtschaftsbereiche – der Großhandel und die Industrie –, die hinter der leichten Abkühlung bei den großen Unternehmen stehen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass die Exporteure vor allem die jüngsten Aufwertungstendenzen des Euro mit einer gewissen Skepsis sehen, schmälert ein teurerer Euro doch ihre Preisspielräume in Fremdwährung. Hierzu passt der relativ deutliche Rückgang der Absatzpreiserwartungen im Januar.

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer .

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Wir unterstützen Sie im Prozess der Unternehmensnachfolge!

- Fast jedes zweite KMU mit kurz bevorstehender Übergabe noch ohne Nachfolger

- Übergabe oder Verkauf ist langfristiger, rechtlich vielschichtiger Prozess 

 Unsere Leistungen:

- Suche nach einem geeigneten Nachfolger

- Ansprechpartner bei allen rechtlichen und kaufmännischen Fragestellungen

- Vorbereitung von Verkauf und Übergabe

- Begleitung bei der Durchführung der Nachfolge

 

 

 

KfW Research zum Download.

 

Wir unterstützen Sie im Prozess der Unternehmensnachfolge!

- Fast jedes zweite KMU mit kurz bevorstehender Übergabe noch ohne Nachfolger

- Übergabe oder Verkauf ist langfristiger, rechtlich vielschichtiger Prozess 

 Unsere Leistungen:

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- Ansprechpartner bei allen rechtlichen und kaufmännischen Fragestellungen

- Vorbereitung von Verkauf und Übergabe

- Begleitung bei der Durchführung der Nachfolge

 

 

 

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Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

Pressemitteilung vom 23.01.2018 / KfW, KfW Research


- 236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000
- Weitere 331.000 Inhaber planen binnen 5 Jahren die Stilllegung
- Regionale Unterschiede bei Nachfolgeplanungen im Bundesgebiet
- Geklärte Nachfolge stimuliert Investitionen


Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %).

Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Geschäftsaufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Mio. Menschen beschäftigt. Bei der Frage „ Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschäftsaufgabe kaum eine Option zu sein, nur 5 % ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 %. Inhaber aus dem Handel, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor liegen mit ihren Planungen recht nah beieinander: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Wirtschaftssegmente soll in die Hände eines Nachfolgers übergehen. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Wert mit drei Vierteln noch höher.

Nicht überall in Deutschland ist der Generationenwechsel im Mittelstand ein gleich drängendes Problem – es bestehen überraschend große regionale Unterschiede. In Schleswig-Holstein ist bereits fast die Hälfte (46 %) aller Mittelstandschefs 55 Jahre und älter, auch in Thüringen (44 %) und Baden-Württemberg (41 %) sind die Anteile überdurchschnittlich hoch. In diesen Bundesländern werden auch am häufigsten Nachfolger gesucht. Anders sieht die Lage etwa in Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern aus: Hier gibt es mit jeweils rd. 30% deutlich weniger ältere Mittelstandschefs und es stehen kurzfristig weit weniger Nachfolgen an.

Wie die Analyse von KfW Research zeigt, beeinflusst ein zeitnah anstehender Generationenwechsel in der Inhaberschaft, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, erheblich die Investitionsbereitschaft. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbereitschaft auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 % im Unternehmen aus.

„Der deutsche Mittelstand steht infolge des demografischen Wandels vor erheblichen Strukturveränderungen. In den nächsten fünf Jahren ziehen sich die Chefs von 842.000 Betrieben in den Ruhestand zurück – mit oder ohne Nachfolger. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist betroffen“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit seien angesichts dieser großen Dimension nicht ausgeschlossen – vor allem, wenn die Unternehmer sich zu spät oder gar nicht mit der Frage nach dem Fortbestand ihres Betriebes befassten. „Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen nicht weiterentwickelt werden, ihr Wert sinkt und damit auch die Chance, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Der Generationenwechsel muss daher eines der Top-Themen sowohl in den Chefetagen des Mittelstands als auch in der wirtschaftspolitischen Agenda hierzulande sein“, so Zeuner. Eine geordnete Übergabe beanspruche in der Regel mehrere Jahre Planung – vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. „Bei externen Nachfolgern sehen wir seit Jahren allerdings einen größer werdenden Engpass durch sinkende Gründerzahlen. Es fehlt dadurch nicht nur an ausreichend Unternehmernachwuchs in Deutschland, insbesondere übernahmewillige Gründer werden seltener. Zuletzt lag diese Zahl gerade bei 62.000 im Jahr 2016. Gesunken ist parallel auch die Zahl derer, die sich zumindest an einem bestehenden Unternehmen finanziell und aktiv beteiligen. Das sind letztlich deutlich zu wenige, um den Bedarf an qualifizierten Nachfolgern zur Weiterführung bestehender Unternehmen zu decken“, sagt Zeuner. „Es ist daher eine zentrale Herausforderung, die Attraktivität des Unternehmertums wieder zu steigern. Eine stärkere Vermittlung von ökonomischer Bildung und Unternehmerkompetenzen im Bildungssystem wäre ein wesentlicher Baustein hierfür.“

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter:
Generationenwechsel im deutschen Mittelstand

Zur Datenbasis:
KfW Research begleitet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Mittelstand seit vielen Jahren. Die aktuelle Analyse basiert auf einer Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels 2017, das seit 2003 als Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt wird. Um der wachsenden Bedeutung des Generationenwechsels im Mittelstand gerecht zu werden, wurde die Erhebung entsprechender Daten ab dem Jahr 2017 umgestellt und erheblich ausgeweitet. Zur Grundgesamtheit des KfW-Mittelstandspanels gehören alle privaten Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige, deren Umsatz die Grenze von 500 Mio. EUR pro Jahr nicht übersteigt. Die Hauptbefragung lief vom 13.02.2017 bis zum 23.06.2017.

 

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Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

Pressemitteilung vom 23.01.2018 / KfW, KfW Research


- 236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000
- Weitere 331.000 Inhaber planen binnen 5 Jahren die Stilllegung
- Regionale Unterschiede bei Nachfolgeplanungen im Bundesgebiet
- Geklärte Nachfolge stimuliert Investitionen


Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %).

Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Geschäftsaufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Mio. Menschen beschäftigt. Bei der Frage „ Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschäftsaufgabe kaum eine Option zu sein, nur 5 % ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 %. Inhaber aus dem Handel, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor liegen mit ihren Planungen recht nah beieinander: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Wirtschaftssegmente soll in die Hände eines Nachfolgers übergehen. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Wert mit drei Vierteln noch höher.

Nicht überall in Deutschland ist der Generationenwechsel im Mittelstand ein gleich drängendes Problem – es bestehen überraschend große regionale Unterschiede. In Schleswig-Holstein ist bereits fast die Hälfte (46 %) aller Mittelstandschefs 55 Jahre und älter, auch in Thüringen (44 %) und Baden-Württemberg (41 %) sind die Anteile überdurchschnittlich hoch. In diesen Bundesländern werden auch am häufigsten Nachfolger gesucht. Anders sieht die Lage etwa in Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern aus: Hier gibt es mit jeweils rd. 30% deutlich weniger ältere Mittelstandschefs und es stehen kurzfristig weit weniger Nachfolgen an.

Wie die Analyse von KfW Research zeigt, beeinflusst ein zeitnah anstehender Generationenwechsel in der Inhaberschaft, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, erheblich die Investitionsbereitschaft. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbereitschaft auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 % im Unternehmen aus.

„Der deutsche Mittelstand steht infolge des demografischen Wandels vor erheblichen Strukturveränderungen. In den nächsten fünf Jahren ziehen sich die Chefs von 842.000 Betrieben in den Ruhestand zurück – mit oder ohne Nachfolger. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist betroffen“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit seien angesichts dieser großen Dimension nicht ausgeschlossen – vor allem, wenn die Unternehmer sich zu spät oder gar nicht mit der Frage nach dem Fortbestand ihres Betriebes befassten. „Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen nicht weiterentwickelt werden, ihr Wert sinkt und damit auch die Chance, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Der Generationenwechsel muss daher eines der Top-Themen sowohl in den Chefetagen des Mittelstands als auch in der wirtschaftspolitischen Agenda hierzulande sein“, so Zeuner. Eine geordnete Übergabe beanspruche in der Regel mehrere Jahre Planung – vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. „Bei externen Nachfolgern sehen wir seit Jahren allerdings einen größer werdenden Engpass durch sinkende Gründerzahlen. Es fehlt dadurch nicht nur an ausreichend Unternehmernachwuchs in Deutschland, insbesondere übernahmewillige Gründer werden seltener. Zuletzt lag diese Zahl gerade bei 62.000 im Jahr 2016. Gesunken ist parallel auch die Zahl derer, die sich zumindest an einem bestehenden Unternehmen finanziell und aktiv beteiligen. Das sind letztlich deutlich zu wenige, um den Bedarf an qualifizierten Nachfolgern zur Weiterführung bestehender Unternehmen zu decken“, sagt Zeuner. „Es ist daher eine zentrale Herausforderung, die Attraktivität des Unternehmertums wieder zu steigern. Eine stärkere Vermittlung von ökonomischer Bildung und Unternehmerkompetenzen im Bildungssystem wäre ein wesentlicher Baustein hierfür.“

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter:
Generationenwechsel im deutschen Mittelstand

Zur Datenbasis:
KfW Research begleitet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Mittelstand seit vielen Jahren. Die aktuelle Analyse basiert auf einer Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels 2017, das seit 2003 als Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt wird. Um der wachsenden Bedeutung des Generationenwechsels im Mittelstand gerecht zu werden, wurde die Erhebung entsprechender Daten ab dem Jahr 2017 umgestellt und erheblich ausgeweitet. Zur Grundgesamtheit des KfW-Mittelstandspanels gehören alle privaten Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige, deren Umsatz die Grenze von 500 Mio. EUR pro Jahr nicht übersteigt. Die Hauptbefragung lief vom 13.02.2017 bis zum 23.06.2017.

 

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Stimmung im Mittelstand steigt und steigt

 

Pressemitteilung vom 06.12.2017 / KfW, KfW Research

 

  • Sechstes Allzeithoch beim Geschäftsklima in diesem Jahr
  • Geschäftslage besser, Erwartungen stabil auf hohem Niveau
  • Aufschwung setzt sich im neuen Jahr fort, schwierige Regierungsbildung noch keine Konjunkturbremse

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte. Ausschlaggebend hierfür ist diesmal eine Verbesserung der Geschäftslage (+1,6 Zähler auf 44,5 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bleiben stabil auf hohem Niveau (-0,1 Zähler auf 18,6 Saldenpunkte).

Auch die Großunternehmen übertreffen ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Vormonat nochmals um +1,2 Zähler auf aktuell 31,3 Saldenpunkte. Sie melden einen deutlichen Zuwachs der Geschäftserwartungen (+3,0 Zähler auf 19,8 Saldenpunkte) bei einer unwesentlich veränderten Lage (-0,7 Zähler auf 43,0 Saldenpunkte).

Die Stimmung ist in allen Branchen sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen weiterhin auf einem historisch guten Niveau. Branchen-Spitzenreiter bleibt die Bauwirtschaft trotz eines deutlichen Rücksetzers im November in beiden Größenklassen. Die Industrieunternehmen setzen ihren Aufwärtstrend fort und nähern sich allmählich der Baubranche an.

Auch beim Thema Beschäftigung bleiben die deutschen Unternehmen auf Expansionskurs: Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen liegen im November über dem Rekordwert vom Vormonat (+2,4 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte). Bei den Großunternehmen verharrt der Beschäftigungsindikator auf fast unverändert hohem Niveau (+0,1 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

„Alles in allem unterstreichen die neuerlichen Rekordwerte des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers die hervorragende konjunkturelle Lage in Deutschland“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die robuste Binnennachfrage und das anziehende Tempo der Weltwirtschaft lassen die Unternehmen mit großer Zuversicht ins neue Jahr blicken. Aus meiner Sicht zu Recht – wir erwarten für 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % nach 2,3 % im laufenden Jahr.“ Die schwierige Regierungsbildung nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hierzulande dürfe sich kurzfristig kaum auf die Konjunktur auswirken. „Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg stehen jedoch Weichenstellungen an, für die Deutschland eine handlungsfähige Regierung benötigt. So gilt es beispielsweise die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron angestoßenen Reformen der EU mitzugestalten, solange das Zeitfenster noch offensteht", so Zeuner.

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Stimmung im Mittelstand steigt und steigt

 

Pressemitteilung vom 06.12.2017 / KfW, KfW Research

 

  • Sechstes Allzeithoch beim Geschäftsklima in diesem Jahr
  • Geschäftslage besser, Erwartungen stabil auf hohem Niveau
  • Aufschwung setzt sich im neuen Jahr fort, schwierige Regierungsbildung noch keine Konjunkturbremse

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte. Ausschlaggebend hierfür ist diesmal eine Verbesserung der Geschäftslage (+1,6 Zähler auf 44,5 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bleiben stabil auf hohem Niveau (-0,1 Zähler auf 18,6 Saldenpunkte).

Auch die Großunternehmen übertreffen ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Vormonat nochmals um +1,2 Zähler auf aktuell 31,3 Saldenpunkte. Sie melden einen deutlichen Zuwachs der Geschäftserwartungen (+3,0 Zähler auf 19,8 Saldenpunkte) bei einer unwesentlich veränderten Lage (-0,7 Zähler auf 43,0 Saldenpunkte).

Die Stimmung ist in allen Branchen sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen weiterhin auf einem historisch guten Niveau. Branchen-Spitzenreiter bleibt die Bauwirtschaft trotz eines deutlichen Rücksetzers im November in beiden Größenklassen. Die Industrieunternehmen setzen ihren Aufwärtstrend fort und nähern sich allmählich der Baubranche an.

Auch beim Thema Beschäftigung bleiben die deutschen Unternehmen auf Expansionskurs: Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen liegen im November über dem Rekordwert vom Vormonat (+2,4 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte). Bei den Großunternehmen verharrt der Beschäftigungsindikator auf fast unverändert hohem Niveau (+0,1 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

„Alles in allem unterstreichen die neuerlichen Rekordwerte des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers die hervorragende konjunkturelle Lage in Deutschland“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die robuste Binnennachfrage und das anziehende Tempo der Weltwirtschaft lassen die Unternehmen mit großer Zuversicht ins neue Jahr blicken. Aus meiner Sicht zu Recht – wir erwarten für 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % nach 2,3 % im laufenden Jahr.“ Die schwierige Regierungsbildung nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hierzulande dürfe sich kurzfristig kaum auf die Konjunktur auswirken. „Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg stehen jedoch Weichenstellungen an, für die Deutschland eine handlungsfähige Regierung benötigt. So gilt es beispielsweise die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron angestoßenen Reformen der EU mitzugestalten, solange das Zeitfenster noch offensteht", so Zeuner.

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LfA Förderprogramme: Wir beraten Sie gerne!

BAYERNS HANDEL MIT 140 MILLIONEN EURO GEFÖRDERT

• LFA-FÖRDERANGEBOT BEI HANDELSUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR GEFRAGT

• INVESTITIONEN VON ÜBER 180 MILLIONEN EURO UNTERSTÜTZT

Die LfA Förderbank Bayern hat im ersten Halbjahr 2017 über 300 bayerische Handelsunternehmen mit knapp 140 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Das hohe Vorjahresniveau konnte damit gehalten werden. Die geförderten Betriebe konnten so im laufenden Jahr bereits Investitionen in Höhe von gut 180 Millionen Euro in Angriff nehmen. Dadurch sichert bzw. schafft die Handelsbranche rund 10.000 Arbeitsplätze in Bayern.

 

http://lfa.de/website/de/aktuelles/presse/archiv/2017/pm20170809/index.php

LfA Förderprogramme: Wir beraten Sie gerne!

BAYERNS HANDEL MIT 140 MILLIONEN EURO GEFÖRDERT

• LFA-FÖRDERANGEBOT BEI HANDELSUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR GEFRAGT

• INVESTITIONEN VON ÜBER 180 MILLIONEN EURO UNTERSTÜTZT

Die LfA Förderbank Bayern hat im ersten Halbjahr 2017 über 300 bayerische Handelsunternehmen mit knapp 140 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Das hohe Vorjahresniveau konnte damit gehalten werden. Die geförderten Betriebe konnten so im laufenden Jahr bereits Investitionen in Höhe von gut 180 Millionen Euro in Angriff nehmen. Dadurch sichert bzw. schafft die Handelsbranche rund 10.000 Arbeitsplätze in Bayern.

 

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Geschäftsklima im Mittelstand: Die Stimmungsparty geht weiter

Pressemitteilung vom 02.08.2017 / KfW, KfW Research

  • Neues Allzeithoch dank besserer Erwartungen
  • Lageurteile der Mittelständler auf Rekordniveau stabil
  • Konjunkturaussichten hellen sich weiter auf

Der Stimmungsaufschwung in den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland kennt zurzeit scheinbar keine Grenzen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Ihr Geschäftsklima steigt im Juli um weitere 1,1 Zähler auf jetzt 29,2 Saldenpunkte. Verantwortlich für dieses neuerliche Allzeithoch – das dritte in nur vier Monaten – ist der nochmals optimistischere Blick des Mittelstands in die Zukunft. Die Geschäftserwartungen verbessern sich um 1,9 Zähler auf 16,6 Saldenpunkte. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage verharren demgegenüber auf dem Rekordniveau von 41,9 Saldenpunkten, nachdem sie im Vormonat einen Riesensprung nach oben gemacht hatten.

 

Auch die Großunternehmen feiern die Stimmungsparty im Juli kräftig mit. Ihr Geschäftsklima legt um 2,5 Zähler auf 27,0 Saldenpunkte zu. Beide Komponenten des Klimaindikators tragen zum Anstieg bei: Während die Geschäftserwartungen vergleichsweise moderat anziehen (+1,0 Zähler auf 12,0 Saldenpunkte), beurteilen die großen Firmen ihre aktuelle Geschäftslage erheblich besser als im Vormonat (+4,3 Zähler auf 42,7 Saldenpunkte).

 

Ihre ökonomische Basis hat die ausgezeichnete Stimmung der Firmen praktisch aller Branchen und Größenklassen in der Tatsache, dass – neben der schon lange verlässlich guten Binnennachfrage – seit einigen Monaten auch die Auslandsnachfrage merklich anzieht und sich das Fundament des deutschen Aufschwungs damit verbreitert. Die Belebung der Weltkonjunktur wird besonders in der international sehr aktiven Großindustrie spürbar, deren Geschäftsklima aktuell den höchsten Stand seit Februar 2011 erzielt. Aber auch in der mittelständischen Industrie, die viele global bedeutende „Hidden Champions“ in ihren Reihen hat, zeigt der Stimmungstrend weiter klar nach oben (+1,8 Zähler auf 27,9 Saldenpunkte). Die eher binnenorientiert ausgerichteten Branchen müssen sich dahinter nicht verstecken: Die Baufirmen beider Größenklassen schwingen sich im Juli zu neuen Klimarekorden auf, Groß- und Einzelhandel präsentieren sich ebenfalls in bester Laune. Zugleich signalisieren die weiterhin sehr expansiven Beschäftigungspläne der Firmen, dass der Arbeitsmarkt als zentraler Treiber des Konsums unverändert Kraft hat.

 

„Die deutsche Wirtschaft stürmt von einem Stimmungsgipfel zum nächsten, keine Branche bleibt zurück“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Aus der gegenwärtigen Euphorie möge teils die Erleichterung sprechen, dass das politische Risiko einer weiteren Destabilisierung der Eurozone nicht schlagend geworden ist. Zugleich machten die fortbestehenden Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA und Großbritannien den großen Exportunternehmen zurzeit weniger Sorgen, auch weil die Konjunktur in anderen wichtigen Weltregionen anziehe. „Entscheidend ist aber, dass sich die exzellente Stimmung der Firmen inzwischen auch in harten Daten wie der Industrieproduktion widerzuspiegeln beginnt. Deutschland profitiert nicht zuletzt von der wirtschaftlichen Aufhellung bei den europäischen Partnern. Wenn die positiven Signale aus der europäischen Politik in greifbare Ergebnisse münden, sind die Aussichten gut, dass das stärkere Wachstum keine Eintagsfliege bleibt.“

 

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: 

www.kfw.de/mittelstandsbarometer  

KfW Research

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_427840.html

Geschäftsklima im Mittelstand: Die Stimmungsparty geht weiter

Pressemitteilung vom 02.08.2017 / KfW, KfW Research

  • Neues Allzeithoch dank besserer Erwartungen
  • Lageurteile der Mittelständler auf Rekordniveau stabil
  • Konjunkturaussichten hellen sich weiter auf

Der Stimmungsaufschwung in den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland kennt zurzeit scheinbar keine Grenzen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Ihr Geschäftsklima steigt im Juli um weitere 1,1 Zähler auf jetzt 29,2 Saldenpunkte. Verantwortlich für dieses neuerliche Allzeithoch – das dritte in nur vier Monaten – ist der nochmals optimistischere Blick des Mittelstands in die Zukunft. Die Geschäftserwartungen verbessern sich um 1,9 Zähler auf 16,6 Saldenpunkte. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage verharren demgegenüber auf dem Rekordniveau von 41,9 Saldenpunkten, nachdem sie im Vormonat einen Riesensprung nach oben gemacht hatten.

 

Auch die Großunternehmen feiern die Stimmungsparty im Juli kräftig mit. Ihr Geschäftsklima legt um 2,5 Zähler auf 27,0 Saldenpunkte zu. Beide Komponenten des Klimaindikators tragen zum Anstieg bei: Während die Geschäftserwartungen vergleichsweise moderat anziehen (+1,0 Zähler auf 12,0 Saldenpunkte), beurteilen die großen Firmen ihre aktuelle Geschäftslage erheblich besser als im Vormonat (+4,3 Zähler auf 42,7 Saldenpunkte).

 

Ihre ökonomische Basis hat die ausgezeichnete Stimmung der Firmen praktisch aller Branchen und Größenklassen in der Tatsache, dass – neben der schon lange verlässlich guten Binnennachfrage – seit einigen Monaten auch die Auslandsnachfrage merklich anzieht und sich das Fundament des deutschen Aufschwungs damit verbreitert. Die Belebung der Weltkonjunktur wird besonders in der international sehr aktiven Großindustrie spürbar, deren Geschäftsklima aktuell den höchsten Stand seit Februar 2011 erzielt. Aber auch in der mittelständischen Industrie, die viele global bedeutende „Hidden Champions“ in ihren Reihen hat, zeigt der Stimmungstrend weiter klar nach oben (+1,8 Zähler auf 27,9 Saldenpunkte). Die eher binnenorientiert ausgerichteten Branchen müssen sich dahinter nicht verstecken: Die Baufirmen beider Größenklassen schwingen sich im Juli zu neuen Klimarekorden auf, Groß- und Einzelhandel präsentieren sich ebenfalls in bester Laune. Zugleich signalisieren die weiterhin sehr expansiven Beschäftigungspläne der Firmen, dass der Arbeitsmarkt als zentraler Treiber des Konsums unverändert Kraft hat.

 

„Die deutsche Wirtschaft stürmt von einem Stimmungsgipfel zum nächsten, keine Branche bleibt zurück“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Aus der gegenwärtigen Euphorie möge teils die Erleichterung sprechen, dass das politische Risiko einer weiteren Destabilisierung der Eurozone nicht schlagend geworden ist. Zugleich machten die fortbestehenden Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA und Großbritannien den großen Exportunternehmen zurzeit weniger Sorgen, auch weil die Konjunktur in anderen wichtigen Weltregionen anziehe. „Entscheidend ist aber, dass sich die exzellente Stimmung der Firmen inzwischen auch in harten Daten wie der Industrieproduktion widerzuspiegeln beginnt. Deutschland profitiert nicht zuletzt von der wirtschaftlichen Aufhellung bei den europäischen Partnern. Wenn die positiven Signale aus der europäischen Politik in greifbare Ergebnisse münden, sind die Aussichten gut, dass das stärkere Wachstum keine Eintagsfliege bleibt.“

 

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: 

www.kfw.de/mittelstandsbarometer  

KfW Research

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_427840.html

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Korrektur von Investitionsplänen im Mittelstand: Auch zu optimistische Erwartungen spielen eine Rolle

 

Meldung vom 07.07.2017 / KfW Research

 

Etwa jedes dritte Investitionsprojekt im Mittelstand wird nicht umgesetzt wie geplant. Jedes Jahr werden dadurch rund 43 Mrd. EUR weniger investiert als ursprünglich angedacht. Eine Analyse anhand des KfW-Mittelstands­panels zeigt eine wichtige Erklärung: zu opti­mistische Geschäfts­erwartungen des Unternehmens­inhabers. Immerhin 290.000 Inhaber überschätzen die Ent­wicklung des eigenen Unter­nehmens. Zeigt ein Inhaber über­mäßigen Optimismus, steigt die Wahr­scheinlich­keit, ein Projekt auf einen späteren Zeit­punkt zu verschieben. Warum? Die Erklärung liefert die Psychologie: Das Einge­stehen einer eigenen Fehlein­schätzung fällt grund­sätzlich schwer, es ist aber leichter „zu ertragen“, wenn nur verschoben als komplett abgebrochen wird.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Profitieren Sie von unserer Erfahrung in der Beratung von mittelständischen Betrieben. Wir unterstützen Sie qualifiziert bei der Entscheidungsfindung.

 

Korrektur von Investitionsplänen im Mittelstand: Auch zu optimistische Erwartungen spielen eine Rolle

 

Meldung vom 07.07.2017 / KfW Research

 

Etwa jedes dritte Investitionsprojekt im Mittelstand wird nicht umgesetzt wie geplant. Jedes Jahr werden dadurch rund 43 Mrd. EUR weniger investiert als ursprünglich angedacht. Eine Analyse anhand des KfW-Mittelstands­panels zeigt eine wichtige Erklärung: zu opti­mistische Geschäfts­erwartungen des Unternehmens­inhabers. Immerhin 290.000 Inhaber überschätzen die Ent­wicklung des eigenen Unter­nehmens. Zeigt ein Inhaber über­mäßigen Optimismus, steigt die Wahr­scheinlich­keit, ein Projekt auf einen späteren Zeit­punkt zu verschieben. Warum? Die Erklärung liefert die Psychologie: Das Einge­stehen einer eigenen Fehlein­schätzung fällt grund­sätzlich schwer, es ist aber leichter „zu ertragen“, wenn nur verschoben als komplett abgebrochen wird.

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Geschäftsklima im Mittelstand auf neuem Rekordstand

Pressemitteilung vom 05.07.2017 / KfW, KfW Research

  • Erwartungen und insbesondere Lageurteile der Mittelständler verbessern sich kräftig
  • Großunternehmen geringfügig weniger optimistisch
  • Euphorische Stimmung überzeichnet – gleichwohl gute – Konjunktur

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt im Juni markant um 4,8 Zähler – das entspricht knapp dem Zweieinhalbfachen einer üblichen Monatsveränderung – auf jetzt 28,0 Saldenpunkte. Damit schwingt es sich im Juni zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten in neue gesamtdeutsche Rekordhöhen.

 

Die anziehende Weltkonjunktur sowie das verblasste politische Risiko in Europa nach der Frankreichwahl lassen die Geschäftserwartungen der Firmen um 3,4 Zähler auf 14,4 Saldenpunkte steigen. Dieser Schub an Optimismus ist insofern erstaunlich, als der Anker der Erwartungsbildung – die Beurteilung der Geschäftslage – gleichzeitig einen Riesensprung um 6,2 Zähler auf das nie zuvor erreichte Niveau von 41,8 Saldenpunkten macht. Ein wachsender Anteil von Firmen erwartet demnach, dass sich die gegenwärtige Topsituation noch weiter verbessern wird. Das spricht einerseits für große Zuversicht. Andererseits wächst damit aber auch die Gefahr von Enttäuschungen, sollte die tatsächliche Entwicklung hinter diesen hochfliegenden Erwartungen zurückbleiben.

 

Die Großunternehmen präsentieren sich im Juni ebenfalls in glänzender Stimmung. Der Vormonatszuwachs des Geschäftsklimas fällt allerdings mit 1,6 Zählern auf 24,4 Saldenpunkte deutlich moderater aus als im Mittelstand. Grund hierfür ist ein etwas weniger euphorischer Blick in die Zukunft. Während die Lageurteile spürbar anziehen (+3,6 Zähler auf 38,1 Saldenpunkte), geben die Geschäftserwartungen der großen Firmen geringfügig nach (-0,4 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte). „Dieser Rückgang mag Ausdruck der fortbestehenden Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA und Großbritannien sein“, so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Diese dürften noch geraume Zeit weiter schwelen und vor allem den großen Exportunternehmen besondere Sorgen machen.“

 

Der Blick in die einzelnen Wirtschaftsbereiche unterstreicht die gute Verfassung der Konjunktur. So sprechen die deutlichen Klimaverbesserungen beim Einzel- und Großhandel für eine fortgesetzt lebhafte Binnennachfrage, die weiter auf den privaten Konsum setzen kann. Mit einem äußerst selten gesehenen Vormonatszuwachs seines Geschäftsklimas von 12,1 Zählern – auf jetzt 32,9 Saldenpunkte – sticht der mittelständische Großhandel dabei besonders heraus. Auch der Bauboom in Deutschland dürfte so schnell nicht enden, wie die durchweg exzellente Stimmung der Baufirmen zeigt. Ein recht kräftiger Klimazuwachs beim industriellen Mittelstand (+4,1 Zähler auf 25,9 Saldenpunkte) und ein eher moderater auf Seiten der Großindustrie (+0,7 Zähler auf 25,1 Saldenpunkte) runden das positive Branchenbild ab.

 

„Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist durchweg spitze, keine Branche fällt heraus“, sagt Zeuner. „Das zeigt, dass der Aufschwung auf einem breiten Fundament ruht.“ Die harten monatlichen Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und Exporte können bislang jedoch nicht mit Topergebnissen glänzen. Grund für diese Diskrepanz dürfte das im Winterhalbjahr trotz drohender Destabilisierung der Eurozone bereits recht positiv bewertete Geschäftsklima sein. Inzwischen haben sich die wirtschaftspolitischen Risiken erheblich zurückgebildet, was die Unternehmen augenscheinlich zu einer noch besseren Bewertung motiviert. „Alles in allem gehen wir davon aus, dass das BIP-Quartalswachstum im Frühling in etwa so stark gewesen sein dürfte wie im ersten Vierteljahr (+0,6 %)“, so Zeuner.

 

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: 

www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

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Geschäftsklima im Mittelstand auf neuem Rekordstand

Pressemitteilung vom 05.07.2017 / KfW, KfW Research

  • Erwartungen und insbesondere Lageurteile der Mittelständler verbessern sich kräftig
  • Großunternehmen geringfügig weniger optimistisch
  • Euphorische Stimmung überzeichnet – gleichwohl gute – Konjunktur

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt im Juni markant um 4,8 Zähler – das entspricht knapp dem Zweieinhalbfachen einer üblichen Monatsveränderung – auf jetzt 28,0 Saldenpunkte. Damit schwingt es sich im Juni zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Monaten in neue gesamtdeutsche Rekordhöhen.

 

Die anziehende Weltkonjunktur sowie das verblasste politische Risiko in Europa nach der Frankreichwahl lassen die Geschäftserwartungen der Firmen um 3,4 Zähler auf 14,4 Saldenpunkte steigen. Dieser Schub an Optimismus ist insofern erstaunlich, als der Anker der Erwartungsbildung – die Beurteilung der Geschäftslage – gleichzeitig einen Riesensprung um 6,2 Zähler auf das nie zuvor erreichte Niveau von 41,8 Saldenpunkten macht. Ein wachsender Anteil von Firmen erwartet demnach, dass sich die gegenwärtige Topsituation noch weiter verbessern wird. Das spricht einerseits für große Zuversicht. Andererseits wächst damit aber auch die Gefahr von Enttäuschungen, sollte die tatsächliche Entwicklung hinter diesen hochfliegenden Erwartungen zurückbleiben.

 

Die Großunternehmen präsentieren sich im Juni ebenfalls in glänzender Stimmung. Der Vormonatszuwachs des Geschäftsklimas fällt allerdings mit 1,6 Zählern auf 24,4 Saldenpunkte deutlich moderater aus als im Mittelstand. Grund hierfür ist ein etwas weniger euphorischer Blick in die Zukunft. Während die Lageurteile spürbar anziehen (+3,6 Zähler auf 38,1 Saldenpunkte), geben die Geschäftserwartungen der großen Firmen geringfügig nach (-0,4 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte). „Dieser Rückgang mag Ausdruck der fortbestehenden Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA und Großbritannien sein“, so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Diese dürften noch geraume Zeit weiter schwelen und vor allem den großen Exportunternehmen besondere Sorgen machen.“

 

Der Blick in die einzelnen Wirtschaftsbereiche unterstreicht die gute Verfassung der Konjunktur. So sprechen die deutlichen Klimaverbesserungen beim Einzel- und Großhandel für eine fortgesetzt lebhafte Binnennachfrage, die weiter auf den privaten Konsum setzen kann. Mit einem äußerst selten gesehenen Vormonatszuwachs seines Geschäftsklimas von 12,1 Zählern – auf jetzt 32,9 Saldenpunkte – sticht der mittelständische Großhandel dabei besonders heraus. Auch der Bauboom in Deutschland dürfte so schnell nicht enden, wie die durchweg exzellente Stimmung der Baufirmen zeigt. Ein recht kräftiger Klimazuwachs beim industriellen Mittelstand (+4,1 Zähler auf 25,9 Saldenpunkte) und ein eher moderater auf Seiten der Großindustrie (+0,7 Zähler auf 25,1 Saldenpunkte) runden das positive Branchenbild ab.

 

„Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist durchweg spitze, keine Branche fällt heraus“, sagt Zeuner. „Das zeigt, dass der Aufschwung auf einem breiten Fundament ruht.“ Die harten monatlichen Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und Exporte können bislang jedoch nicht mit Topergebnissen glänzen. Grund für diese Diskrepanz dürfte das im Winterhalbjahr trotz drohender Destabilisierung der Eurozone bereits recht positiv bewertete Geschäftsklima sein. Inzwischen haben sich die wirtschaftspolitischen Risiken erheblich zurückgebildet, was die Unternehmen augenscheinlich zu einer noch besseren Bewertung motiviert. „Alles in allem gehen wir davon aus, dass das BIP-Quartalswachstum im Frühling in etwa so stark gewesen sein dürfte wie im ersten Vierteljahr (+0,6 %)“, so Zeuner.

 

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: 

www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

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Pressemitteilung vom 30.05.2017 / KfW, KfW Research

 So wenige Gründer wie nie

  • Anzahl der Existenzgründer auf neuem Tiefstand
  • Chancengründer dominieren Gründungsgeschehen
  • Jeder sechste ist ein Wachstumsgründer
  • Hamburg erstmals Tabellenführer bei Gründungstätigkeit

Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so viele Menschen in Beschäftigung. Die Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, sind sehr groß – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gründungstätigkeit: Im Jahr 2016 begannen nur noch 166.000 Menschen eine beruflich selbstständige Tätigkeit, weil sie keine bessere Erwerbsalternative hatten. Das sind 40.000 „Notgründer“ weniger als 2015. Die gute Arbeitsmarktlage setzte auch den Chancengründern zu: 310.000 Menschen wagten den Schritt in die Selbständigkeit, weil sie in ihrer Idee eine große Chance auf unternehmerischen Erfolg sehen. Weitere 196.000 Menschen machten sich aus anderen Gründen selbstständig, etwa zur Selbstverwirklichung. „Insgesamt können wir mit nur 672.000 Gründern in Deutschland nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe heute anlässlich der Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2017, der jährlichen repräsentativen Analyse des Gründergeschehens hierzulande. „Zur steten Erneuerung unserer Volkswirtschaft benötigen wir vor allem mehr Chancengründer, die häufiger Marktneuheiten an den Start bringen und daher eine enorme Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben.“ Die Gründerquote (= jährlicher Anteil an Existenzgründern an der Bevölkerung im Alter von 18-64 Jahren) fiel entsprechend von 1,5 % auf 1,3 %. Wie in den Vorjahren starteten sieben von zehn Gründern im Dienstleistungsbereich, gefolgt von 16 % im Handel und 12 % im Produzierenden Gewerbe.

 

Der im Vorjahr zum ersten Mal erfasste Wert zum Anteil der digitalen Gründern hat sich bestätigt: Jeder fünfte Gründer startete auch im Jahr 2016 mit einem Angebot, das nur durch den Einsatz von digitaler Technologie nutzbar ist. „Eine einmal produzierte App kann sowohl an einen als auch an 100.000 Kunden verkauft werden. Darin liegt für viele digitale Gründer eine große Chance auf schnelleres Wachstum“, sagt Dr. Zeuner. Ein Viertel der „digitalen“ Gründer, ist „wachstumsorientiert“, dagegen will nur jeder sechste nicht-digitale Gründer „so groß wie möglich“ werden.

 

Im aktuellen Bundesländervergleich gibt es einen neuen Spitzenreiter: Hamburg übernimmt im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erstmals die Tabellenführung vor Berlin. In beiden Stadtstaaten ist die Gründungsaktivität stark von der Medien- und IT-Branche mit ihren hohen Anteilen von freiberuflichen Gründern gespeist. Hessen behauptet dahinter den 3. Platz.

 

So vielfältig wie die Gründer selbst – Voll-/Nebenerwerb, Solo/Team, digital, innovativ, wachstumsorientiert – sind auch ihre Finanzierungsbedarfe: Knapp jeder zehnte Gründer startet ohne auf Sach- oder Finanzkapital zurückzugreifen. Zwei von drei Gründern setzt allerdings Finanzmittel ein, zumeist ausschließlich eigene Mittel (39 %). Knapp jeder vierte Gründer greift aber auf externe Mittel Dritter zurück (24 %, Bankdarlehen, Freunde/Familie etc.). Seit dem Jahr 2013 hat sich der Anteil von Gründern, die sich mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern beschaffen, verdoppelt. Im Jahr 2016 war jeder zehnte Gründer mit mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern ausgestattet. „Existenzgründungen werden eindeutig kapitalintensiver“, sagt Zeuner. „Es ist daher umso wichtiger, dass gute Geschäftsideen der verhältnismäßig wenigen Gründer nicht an der Finanzierung scheitern.“

 

Für das Jahr 2017 wird ein Ende der Talfahrt der Gründungsaktivität erwartet. Arbeitsmarktseitig wird die positive Entwicklung zwar weitergehen, der Rückgang der Erwerbslosenquote wird sich voraussichtlich aber verlangsamen. Die konjunkturelle Sogwirkung wird somit leicht überwiegen und wieder mehr Menschen – ermuntert durch die stabile konjunkturelle Entwicklung – ihre Geschäftsidee in ein Unternehmen umsetzen.

 

Hinweis:

 

Der KfW-Gründungsmonitor basiert auf den Angaben einer jährlichen Zufallsauswahl von 50.000 Personen, die seit dem Jahr 2000 im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung telefonisch interviewt werden. Mit voll- und nebenerwerblichen, freiberuflichen wie gewerblichen Existenzgründungen wird ein umfassender Gründungsbegriff zugrunde gelegt. Der KfW-Gründungsmonitor 2017 ist die 17. Befragung. Bitte lesen Sie hierzu auch: PE vom 28.2.2017: „Talfahrt der Gründerzahl hält an – Boden vermutlich erreicht“. Weitere Informationen zum Thema Gründen finden Sie im Themenkompakt 'Existenzgründung'. Informationen zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte auf www.kfw.de/gruenden.

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_416384.html

 

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 So wenige Gründer wie nie

  • Anzahl der Existenzgründer auf neuem Tiefstand
  • Chancengründer dominieren Gründungsgeschehen
  • Jeder sechste ist ein Wachstumsgründer
  • Hamburg erstmals Tabellenführer bei Gründungstätigkeit

Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so viele Menschen in Beschäftigung. Die Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, sind sehr groß – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gründungstätigkeit: Im Jahr 2016 begannen nur noch 166.000 Menschen eine beruflich selbstständige Tätigkeit, weil sie keine bessere Erwerbsalternative hatten. Das sind 40.000 „Notgründer“ weniger als 2015. Die gute Arbeitsmarktlage setzte auch den Chancengründern zu: 310.000 Menschen wagten den Schritt in die Selbständigkeit, weil sie in ihrer Idee eine große Chance auf unternehmerischen Erfolg sehen. Weitere 196.000 Menschen machten sich aus anderen Gründen selbstständig, etwa zur Selbstverwirklichung. „Insgesamt können wir mit nur 672.000 Gründern in Deutschland nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe heute anlässlich der Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2017, der jährlichen repräsentativen Analyse des Gründergeschehens hierzulande. „Zur steten Erneuerung unserer Volkswirtschaft benötigen wir vor allem mehr Chancengründer, die häufiger Marktneuheiten an den Start bringen und daher eine enorme Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben.“ Die Gründerquote (= jährlicher Anteil an Existenzgründern an der Bevölkerung im Alter von 18-64 Jahren) fiel entsprechend von 1,5 % auf 1,3 %. Wie in den Vorjahren starteten sieben von zehn Gründern im Dienstleistungsbereich, gefolgt von 16 % im Handel und 12 % im Produzierenden Gewerbe.

 

Der im Vorjahr zum ersten Mal erfasste Wert zum Anteil der digitalen Gründern hat sich bestätigt: Jeder fünfte Gründer startete auch im Jahr 2016 mit einem Angebot, das nur durch den Einsatz von digitaler Technologie nutzbar ist. „Eine einmal produzierte App kann sowohl an einen als auch an 100.000 Kunden verkauft werden. Darin liegt für viele digitale Gründer eine große Chance auf schnelleres Wachstum“, sagt Dr. Zeuner. Ein Viertel der „digitalen“ Gründer, ist „wachstumsorientiert“, dagegen will nur jeder sechste nicht-digitale Gründer „so groß wie möglich“ werden.

 

Im aktuellen Bundesländervergleich gibt es einen neuen Spitzenreiter: Hamburg übernimmt im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erstmals die Tabellenführung vor Berlin. In beiden Stadtstaaten ist die Gründungsaktivität stark von der Medien- und IT-Branche mit ihren hohen Anteilen von freiberuflichen Gründern gespeist. Hessen behauptet dahinter den 3. Platz.

 

So vielfältig wie die Gründer selbst – Voll-/Nebenerwerb, Solo/Team, digital, innovativ, wachstumsorientiert – sind auch ihre Finanzierungsbedarfe: Knapp jeder zehnte Gründer startet ohne auf Sach- oder Finanzkapital zurückzugreifen. Zwei von drei Gründern setzt allerdings Finanzmittel ein, zumeist ausschließlich eigene Mittel (39 %). Knapp jeder vierte Gründer greift aber auf externe Mittel Dritter zurück (24 %, Bankdarlehen, Freunde/Familie etc.). Seit dem Jahr 2013 hat sich der Anteil von Gründern, die sich mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern beschaffen, verdoppelt. Im Jahr 2016 war jeder zehnte Gründer mit mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern ausgestattet. „Existenzgründungen werden eindeutig kapitalintensiver“, sagt Zeuner. „Es ist daher umso wichtiger, dass gute Geschäftsideen der verhältnismäßig wenigen Gründer nicht an der Finanzierung scheitern.“

 

Für das Jahr 2017 wird ein Ende der Talfahrt der Gründungsaktivität erwartet. Arbeitsmarktseitig wird die positive Entwicklung zwar weitergehen, der Rückgang der Erwerbslosenquote wird sich voraussichtlich aber verlangsamen. Die konjunkturelle Sogwirkung wird somit leicht überwiegen und wieder mehr Menschen – ermuntert durch die stabile konjunkturelle Entwicklung – ihre Geschäftsidee in ein Unternehmen umsetzen.

 

Hinweis:

 

Der KfW-Gründungsmonitor basiert auf den Angaben einer jährlichen Zufallsauswahl von 50.000 Personen, die seit dem Jahr 2000 im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung telefonisch interviewt werden. Mit voll- und nebenerwerblichen, freiberuflichen wie gewerblichen Existenzgründungen wird ein umfassender Gründungsbegriff zugrunde gelegt. Der KfW-Gründungsmonitor 2017 ist die 17. Befragung. Bitte lesen Sie hierzu auch: PE vom 28.2.2017: „Talfahrt der Gründerzahl hält an – Boden vermutlich erreicht“. Weitere Informationen zum Thema Gründen finden Sie im Themenkompakt 'Existenzgründung'. Informationen zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte auf www.kfw.de/gruenden.

 

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KfW Research hebt Konjunkturprognose für Deutschland an

Pressemitteilung vom 23.05.2017 / KfW

  • Für 2017 und 2018 Wachstum von jeweils 1,6% erwartet (Aufwärtsrevision von 0,2 Prozentpunkten in beiden Jahren)
  • Binnennachfrage weiterhin Hauptwachstumstreiber, Exporte ziehen an, Unternehmensinvestitionen auf Erholungskurs
  • Risiko Europa schwindet: Wähler in Frankreich und den Niederlanden geben klares Mandat für die Weiterentwicklung der Währungsunion
  • Brexit und US-Protektionismus größte Konjunkturrisiken

Der schwungvolle Start der deutschen Wirtschaft in das Jahr 2017, die anhaltend gute Stimmung in den Unternehmen und das klare Mandat der französischen und niederländischen Wähler zur Weiterentwicklung Europas veranlassen die KfW zu einer Erhöhung ihrer Konjunkturprognose für Deutschland: KfW Research erwartet nun sowohl für 2017 als auch für 2018 ein Realwachstum von 1,6% (Vorprognose: jeweils 1,4%). Damit hält die deutsche Wirtschaft das konjunkturelle Grundtempo des Vorjahres vorerst aufrecht, denn die für 2017 vorhergesagte Wachstumsverlangsamung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber 2016 (1,9%) ist ausschließlich auf ungewöhnlich heftige Schwankungen der Arbeitstagezahl zurückzuführen.

 

Wesentlicher Wachstumstreiber im laufenden und kommenden Jahr bleibt die Binnennachfrage. Die Ausgaben für Konsum und Wohnbauten dürften weiter solide aufwärts gerichtet sein, wenn auch mit etwas nachlassender Dynamik aufgrund höherer Inflation bei bereits vereinbarten relativ moderaten Lohnabschlüssen für 2016 und 2017. Zudem dürften die seit der Wahl in den USA graduell steigenden langfristigen Zinsen die Wohnbauaktivitäten auf hohem Niveau etwas einbremsen.

 

Gute Nachrichten kommen endlich von den Unternehmensinvestitionen: Die anziehende Auslandsnachfrage sorgt zusammen mit der sehr hohen Auslastung der Industriekapazitäten und den im historischen Vergleich weiter günstigen Finanzierungsbedingungen für Rückenwind bei den Investitionsaktivitäten. Nach den Wahlen in den Niederlanden und vor allem in Frankreich ist außerdem das Risiko einer unmittelbaren weiteren Destabilisierung der EU deutlich reduziert – und damit ein großer Unsicherheitsfaktor verblasst, der wohl viele Firmen bei Investitionen zögern ließ.

 

„Die deutsche Wirtschaft wird zum Langstreckenläufer“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Sie hält ihr Tempo mit beeindruckender Ausdauer und nimmt Kurs auf eine der längsten Wachstumsperioden des letzten halben Jahrhunderts.“

 

Einschließlich des Jahres 2018 käme der gegenwärtige Aufschwung auf mindestens neun Jahre ununterbrochenen Wachstums und einen Gesamtzuwachs des realen BIP von rund 19 % gegenüber dem Rezessionstief im Jahr 2009. Seit dem Ausbruch der Ölkrise in den 70er Jahren war lediglich der Aufschwung von 1982 bis 1992 mit zehn Jahren nicht nur etwas länger, sondern auch deutlich kräftiger (+35 %). Allerdings profitierte er in der Spätphase von einer historischen Sondersituation: dem von Maueröffnung und Wiedervereinigung ausgelösten sehr kräftigen Nachfrageschub.

 

Zeuner: „Eine solche historische Situation ist auch jetzt grundsätzlich wieder denkbar dank Offenheit und Mitgliedschaft in der Eurozone. Deutschland hat ein vitales Interesse daran, gemeinsam mit den Partnern möglichst rasch eine überzeugende Strategie für die Zukunft der Eurozone zu entwickeln. Für uns liegt darin die Chance auf noch mehr Wachstum schon im kommenden Jahr.“ Doch auch die Abwärtsrisiken müsse man weiter im Blick behalten: Sie kämen vor allem dann zum Tragen, wenn die USA und Großbritannien als wichtige Partner im Handel und bei den Direktinvestitionen ihre Abschottungspläne ungeachtet des eigenen erheblichen Schadens rigoros umsetzen würden.

 

Der aktuelle KfW-Konjunkturkompass ist abrufbar unter

 

www.kfw.de/konjunkturkompass

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_415872.html

 

 

KfW Research hebt Konjunkturprognose für Deutschland an

Pressemitteilung vom 23.05.2017 / KfW

  • Für 2017 und 2018 Wachstum von jeweils 1,6% erwartet (Aufwärtsrevision von 0,2 Prozentpunkten in beiden Jahren)
  • Binnennachfrage weiterhin Hauptwachstumstreiber, Exporte ziehen an, Unternehmensinvestitionen auf Erholungskurs
  • Risiko Europa schwindet: Wähler in Frankreich und den Niederlanden geben klares Mandat für die Weiterentwicklung der Währungsunion
  • Brexit und US-Protektionismus größte Konjunkturrisiken

Der schwungvolle Start der deutschen Wirtschaft in das Jahr 2017, die anhaltend gute Stimmung in den Unternehmen und das klare Mandat der französischen und niederländischen Wähler zur Weiterentwicklung Europas veranlassen die KfW zu einer Erhöhung ihrer Konjunkturprognose für Deutschland: KfW Research erwartet nun sowohl für 2017 als auch für 2018 ein Realwachstum von 1,6% (Vorprognose: jeweils 1,4%). Damit hält die deutsche Wirtschaft das konjunkturelle Grundtempo des Vorjahres vorerst aufrecht, denn die für 2017 vorhergesagte Wachstumsverlangsamung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber 2016 (1,9%) ist ausschließlich auf ungewöhnlich heftige Schwankungen der Arbeitstagezahl zurückzuführen.

 

Wesentlicher Wachstumstreiber im laufenden und kommenden Jahr bleibt die Binnennachfrage. Die Ausgaben für Konsum und Wohnbauten dürften weiter solide aufwärts gerichtet sein, wenn auch mit etwas nachlassender Dynamik aufgrund höherer Inflation bei bereits vereinbarten relativ moderaten Lohnabschlüssen für 2016 und 2017. Zudem dürften die seit der Wahl in den USA graduell steigenden langfristigen Zinsen die Wohnbauaktivitäten auf hohem Niveau etwas einbremsen.

 

Gute Nachrichten kommen endlich von den Unternehmensinvestitionen: Die anziehende Auslandsnachfrage sorgt zusammen mit der sehr hohen Auslastung der Industriekapazitäten und den im historischen Vergleich weiter günstigen Finanzierungsbedingungen für Rückenwind bei den Investitionsaktivitäten. Nach den Wahlen in den Niederlanden und vor allem in Frankreich ist außerdem das Risiko einer unmittelbaren weiteren Destabilisierung der EU deutlich reduziert – und damit ein großer Unsicherheitsfaktor verblasst, der wohl viele Firmen bei Investitionen zögern ließ.

 

„Die deutsche Wirtschaft wird zum Langstreckenläufer“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Sie hält ihr Tempo mit beeindruckender Ausdauer und nimmt Kurs auf eine der längsten Wachstumsperioden des letzten halben Jahrhunderts.“

 

Einschließlich des Jahres 2018 käme der gegenwärtige Aufschwung auf mindestens neun Jahre ununterbrochenen Wachstums und einen Gesamtzuwachs des realen BIP von rund 19 % gegenüber dem Rezessionstief im Jahr 2009. Seit dem Ausbruch der Ölkrise in den 70er Jahren war lediglich der Aufschwung von 1982 bis 1992 mit zehn Jahren nicht nur etwas länger, sondern auch deutlich kräftiger (+35 %). Allerdings profitierte er in der Spätphase von einer historischen Sondersituation: dem von Maueröffnung und Wiedervereinigung ausgelösten sehr kräftigen Nachfrageschub.

 

Zeuner: „Eine solche historische Situation ist auch jetzt grundsätzlich wieder denkbar dank Offenheit und Mitgliedschaft in der Eurozone. Deutschland hat ein vitales Interesse daran, gemeinsam mit den Partnern möglichst rasch eine überzeugende Strategie für die Zukunft der Eurozone zu entwickeln. Für uns liegt darin die Chance auf noch mehr Wachstum schon im kommenden Jahr.“ Doch auch die Abwärtsrisiken müsse man weiter im Blick behalten: Sie kämen vor allem dann zum Tragen, wenn die USA und Großbritannien als wichtige Partner im Handel und bei den Direktinvestitionen ihre Abschottungspläne ungeachtet des eigenen erheblichen Schadens rigoros umsetzen würden.

 

Der aktuelle KfW-Konjunkturkompass ist abrufbar unter

 

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Förderung unternehmerischen Know-hows: Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung!

 

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

 

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BAFA.

Förderung unternehmerischen Know-hows: Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung!

 

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

 

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

 

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Deutsche Wirtschaft geht gut gelaunt in den Frühling

Pressemitteilung vom 05.04.2017 / KfW, KfW Research

 

  • Mittelständisches Geschäftsklima konsolidiert sich im März auf hohem Niveau
  • Optimismus in Großunternehmen steigt rapide
  • Hochstimmung im Bau
  • Konjunkturausblick gut, Risiken verblassen

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt weiter gut und zeugt von wachsendem Konjunkturoptimismus: Wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, konsolidieren sich die Geschäftserwartungen und Lageurteile der kleinen und mittleren Unternehmen im März jeweils auf hohem Niveau. Das mittelständische Geschäftsklima bleibt mit 20,2 Saldenpunkten nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat (-0,9 Zähler). Die Großunternehmen starten sogar überaus gut gelaunt in den Frühling und schließen die Stimmungslücke zum Mittelstand, die sich seit dem Jahreswechsel aufgetan hatte. Dank erheblich zuversichtlicherer Geschäftserwartungen steigt ihr Geschäftsklima um 4,0 Zähler auf 20,3 Saldenpunkte.

 

„Die deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins weitere Jahr, die zahlreichen politischen Risiken treten in der Wahrnehmung der Firmen in den Hintergrund und verblassen“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Vor allem die im März um beeindruckende 6,5 Zähler bessere Stimmung der exportabhängigen Großindustrie lasse darauf schließen, dass die globale Konjunktur an Fahrt gewinne.

 

Doch nicht nur aus der Exportwirtschaft kommen zuletzt positive Signale, sondern auch aus dem Bau und damit von einer der tragenden Säulen der Binnenkonjunktur. Das Geschäftsklima der großen Bauunternehmen verbessert sich erheblich (+11,1 Zähler auf 37,5 Saldenpunkte), die mittelständischen Baufirmen halten im März ihr seit langem hohes Stimmungsniveau (+0,2 auf 29,9 Saldenpunkte) – die Baufirmen beider Größenklassen führen damit im März die Stimmungstabelle in der deutschen Wirtschaft an.

 

„Der Konjunkturoptimismus hat mit der ordentlichen Binnenkonjunktur und der sich abzeichnenden Erholung des Welthandels ein gesundes Fundament. Im Hintergrund jedoch schwelen die Unwägbarkeiten weiter – allen voran der Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die protektionistischen Bestrebungen der USA und die anstehenden Wahlen in Europa“, so Zeuner weiter. „Vor diesem Hintergrund ist der wachsende Optimismus auch eine Hypothek im Fall unerwarteter Konflikte. Die Enttäuschung wäre umso größer.“

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Deutsche Wirtschaft geht gut gelaunt in den Frühling

Pressemitteilung vom 05.04.2017 / KfW, KfW Research

 

  • Mittelständisches Geschäftsklima konsolidiert sich im März auf hohem Niveau
  • Optimismus in Großunternehmen steigt rapide
  • Hochstimmung im Bau
  • Konjunkturausblick gut, Risiken verblassen

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt weiter gut und zeugt von wachsendem Konjunkturoptimismus: Wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, konsolidieren sich die Geschäftserwartungen und Lageurteile der kleinen und mittleren Unternehmen im März jeweils auf hohem Niveau. Das mittelständische Geschäftsklima bleibt mit 20,2 Saldenpunkten nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat (-0,9 Zähler). Die Großunternehmen starten sogar überaus gut gelaunt in den Frühling und schließen die Stimmungslücke zum Mittelstand, die sich seit dem Jahreswechsel aufgetan hatte. Dank erheblich zuversichtlicherer Geschäftserwartungen steigt ihr Geschäftsklima um 4,0 Zähler auf 20,3 Saldenpunkte.

 

„Die deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins weitere Jahr, die zahlreichen politischen Risiken treten in der Wahrnehmung der Firmen in den Hintergrund und verblassen“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Vor allem die im März um beeindruckende 6,5 Zähler bessere Stimmung der exportabhängigen Großindustrie lasse darauf schließen, dass die globale Konjunktur an Fahrt gewinne.

 

Doch nicht nur aus der Exportwirtschaft kommen zuletzt positive Signale, sondern auch aus dem Bau und damit von einer der tragenden Säulen der Binnenkonjunktur. Das Geschäftsklima der großen Bauunternehmen verbessert sich erheblich (+11,1 Zähler auf 37,5 Saldenpunkte), die mittelständischen Baufirmen halten im März ihr seit langem hohes Stimmungsniveau (+0,2 auf 29,9 Saldenpunkte) – die Baufirmen beider Größenklassen führen damit im März die Stimmungstabelle in der deutschen Wirtschaft an.

 

„Der Konjunkturoptimismus hat mit der ordentlichen Binnenkonjunktur und der sich abzeichnenden Erholung des Welthandels ein gesundes Fundament. Im Hintergrund jedoch schwelen die Unwägbarkeiten weiter – allen voran der Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die protektionistischen Bestrebungen der USA und die anstehenden Wahlen in Europa“, so Zeuner weiter. „Vor diesem Hintergrund ist der wachsende Optimismus auch eine Hypothek im Fall unerwarteter Konflikte. Die Enttäuschung wäre umso größer.“

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Mittelstand in Deutschland bester Laune, Verunsicherung bei den Großunternehmen wächst

Pressemitteilung vom 09.03.2017 / KfW, KfW Research

 

  • KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt Anstieg des Geschäftsklimas kleiner und mittlerer Firmen dank deutlich besserer Lageurteile
  • Großunternehmen fallen wegen pessimistischerer Erwartungen stimmungsmäßig weiter zurück
  • Beschäftigungs- und Preiserwartungen im Aufwind
  • Kräftiges Realwachstum im ersten Quartal

Nach der vorübergehenden Abkühlung im Januar zeigt sich das Geschäftsklima im Mittelstand im Februar deutlich erholt und verbessert sich um 1,7 Zähler auf 21,2 Saldenpunkte. Höher notierte der Indikator zuletzt zur Jahresmitte 2011. Die bislang guten harten Konjunkturdaten in Deutschland sorgen für deutlich bessere Laune in den Chefetagen der kleinen und mittleren Unternehmen. Ganz anders sieht es bei den Großunternehmen aus. Sie blicken mit zunehmender Skepsis auf die internationalen politischen Risiken. Die erst vor kurzem geschlossene Stimmungsschere zwischen dem Mittelstand und den Großunternehmen öffnet sich damit bereits wieder.

 

Treiber des ordentlichen Stimmungsanstiegs im Mittelstand sind die Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage. Sie klettern sehr deutlich um 3,9 Zähler auf 33,4 Saldenpunkte. Das ist das zweitbeste Monatsergebnis seit der Wiedervereinigung und lässt auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum im ersten Quartal schließen. Gleichzeitig treten die mittelständischen Geschäftserwartungen auf der Stelle (-0,2 Zähler auf 9,2 Saldenpunkte). Angesichts der vielen Risiken und des bereits sehr hohen Niveaus der Lageurteile, des Bezugspunkts der Erwartungen, ist diese Entwicklung verständlich.

 

Bei den Großunternehmen setzt sich hingegen die bereits im Januar spürbare Verunsicherung in etwas gedämpftem Tempo fort. Ihr Erwartungsindikator fällt um 2,7 Zähler auf nun nur noch knapp überdurchschnittliche 2,5 Saldenpunkte. Gleichzeitig bewerten jedoch auch die großen Firmen ihre aktuelle Geschäftslage weiterhin sehr positiv (+1,8 Zähler auf 30,1 Saldenpunkte). Dadurch sinkt ihr Geschäftsklima im Februar zwar nur um moderate 0,5 Zähler auf 16,1 Saldenpunkte. Gleichzeitig bleibt es aber noch weiter hinter dem mittelständischen Vergleichswert zurück.

 

Weiterhin gute Nachrichten kommen dagegen vom deutschen Arbeitsmarkt, der bereits auf elf Jahre ununterbrochenen Stellenaufbaus zurückblicken kann. Ein Ende ist nicht in Sicht, auch wenn sich die Zuwächse bei der Erwerbstätigenzahl etwas abflachen dürften. Den anhaltenden Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt bezeugen auch die Beschäftigungserwartungen des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, die im Februar insbesondere – aber nicht nur – bei den Mittelständlern kräftig zulegen (+2,4 Zähler auf 14,8 Saldenpunkte; Großunternehmen: +0,9 Zähler auf 17,8 Saldenpunkte). Die ungebrochene Bereitschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen unterstreicht, dass die Firmen trotz der gegenwärtigen Risiken auch über den unmittelbaren Tellerrand des ersten Quartals hinaus grundsätzlich von einer Fortsetzung des Aufschwungs ausgehen.

 

Ein weiterer Trend, der inzwischen klar nach oben zeigt, sind die Absatzpreiserwartungen – und zwar in beiden Größenklassen ähnlich stark (Mittelstand: +1,7 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte; Großunternehmen: +2,0 Zähler auf 7,3 Saldenpunkte). Die Erholung der Inflationsrate ist geldpolitisch erwünscht und eine wichtige Vorbedingung für den Ausstieg aus dem extrem expansiven Kurs der EZB. Eine wieder höhere Inflation bedeutet aber auch, dass der Reallohnanstieg in diesem Jahr nicht mehr so kräftig ausfallen wird wie zuletzt. Dies schmälert die Zuwächse beim privaten Konsum, was sich wiederum dämpfend auf das Geschäftsklima im Einzelhandel auswirken könnte.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt dazu: „Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal 2017 dynamisch wachsen. Hierfür sprechen insbesondere die durchweg sehr hohen Niveaus der Geschäftslageurteile. Ich schließe nicht aus, dass unsere vor kurzem getroffene Konjunkturprognose von 0,6% für das erste Quartal sogar noch übertroffen wird. Danach ist die Richtung weniger klar, die skeptischeren Erwartungen der Firmen zeugen jedenfalls von einer gewissen Sorge.“

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW!

 

 

Mittelstand in Deutschland bester Laune, Verunsicherung bei den Großunternehmen wächst

Pressemitteilung vom 09.03.2017 / KfW, KfW Research

 

  • KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt Anstieg des Geschäftsklimas kleiner und mittlerer Firmen dank deutlich besserer Lageurteile
  • Großunternehmen fallen wegen pessimistischerer Erwartungen stimmungsmäßig weiter zurück
  • Beschäftigungs- und Preiserwartungen im Aufwind
  • Kräftiges Realwachstum im ersten Quartal

Nach der vorübergehenden Abkühlung im Januar zeigt sich das Geschäftsklima im Mittelstand im Februar deutlich erholt und verbessert sich um 1,7 Zähler auf 21,2 Saldenpunkte. Höher notierte der Indikator zuletzt zur Jahresmitte 2011. Die bislang guten harten Konjunkturdaten in Deutschland sorgen für deutlich bessere Laune in den Chefetagen der kleinen und mittleren Unternehmen. Ganz anders sieht es bei den Großunternehmen aus. Sie blicken mit zunehmender Skepsis auf die internationalen politischen Risiken. Die erst vor kurzem geschlossene Stimmungsschere zwischen dem Mittelstand und den Großunternehmen öffnet sich damit bereits wieder.

 

Treiber des ordentlichen Stimmungsanstiegs im Mittelstand sind die Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage. Sie klettern sehr deutlich um 3,9 Zähler auf 33,4 Saldenpunkte. Das ist das zweitbeste Monatsergebnis seit der Wiedervereinigung und lässt auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum im ersten Quartal schließen. Gleichzeitig treten die mittelständischen Geschäftserwartungen auf der Stelle (-0,2 Zähler auf 9,2 Saldenpunkte). Angesichts der vielen Risiken und des bereits sehr hohen Niveaus der Lageurteile, des Bezugspunkts der Erwartungen, ist diese Entwicklung verständlich.

 

Bei den Großunternehmen setzt sich hingegen die bereits im Januar spürbare Verunsicherung in etwas gedämpftem Tempo fort. Ihr Erwartungsindikator fällt um 2,7 Zähler auf nun nur noch knapp überdurchschnittliche 2,5 Saldenpunkte. Gleichzeitig bewerten jedoch auch die großen Firmen ihre aktuelle Geschäftslage weiterhin sehr positiv (+1,8 Zähler auf 30,1 Saldenpunkte). Dadurch sinkt ihr Geschäftsklima im Februar zwar nur um moderate 0,5 Zähler auf 16,1 Saldenpunkte. Gleichzeitig bleibt es aber noch weiter hinter dem mittelständischen Vergleichswert zurück.

 

Weiterhin gute Nachrichten kommen dagegen vom deutschen Arbeitsmarkt, der bereits auf elf Jahre ununterbrochenen Stellenaufbaus zurückblicken kann. Ein Ende ist nicht in Sicht, auch wenn sich die Zuwächse bei der Erwerbstätigenzahl etwas abflachen dürften. Den anhaltenden Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt bezeugen auch die Beschäftigungserwartungen des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, die im Februar insbesondere – aber nicht nur – bei den Mittelständlern kräftig zulegen (+2,4 Zähler auf 14,8 Saldenpunkte; Großunternehmen: +0,9 Zähler auf 17,8 Saldenpunkte). Die ungebrochene Bereitschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen unterstreicht, dass die Firmen trotz der gegenwärtigen Risiken auch über den unmittelbaren Tellerrand des ersten Quartals hinaus grundsätzlich von einer Fortsetzung des Aufschwungs ausgehen.

 

Ein weiterer Trend, der inzwischen klar nach oben zeigt, sind die Absatzpreiserwartungen – und zwar in beiden Größenklassen ähnlich stark (Mittelstand: +1,7 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte; Großunternehmen: +2,0 Zähler auf 7,3 Saldenpunkte). Die Erholung der Inflationsrate ist geldpolitisch erwünscht und eine wichtige Vorbedingung für den Ausstieg aus dem extrem expansiven Kurs der EZB. Eine wieder höhere Inflation bedeutet aber auch, dass der Reallohnanstieg in diesem Jahr nicht mehr so kräftig ausfallen wird wie zuletzt. Dies schmälert die Zuwächse beim privaten Konsum, was sich wiederum dämpfend auf das Geschäftsklima im Einzelhandel auswirken könnte.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt dazu: „Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal 2017 dynamisch wachsen. Hierfür sprechen insbesondere die durchweg sehr hohen Niveaus der Geschäftslageurteile. Ich schließe nicht aus, dass unsere vor kurzem getroffene Konjunkturprognose von 0,6% für das erste Quartal sogar noch übertroffen wird. Danach ist die Richtung weniger klar, die skeptischeren Erwartungen der Firmen zeugen jedenfalls von einer gewissen Sorge.“

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Deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins Jahr 2017

Pressemitteilung vom 28.12.2016 / KfW, KfW Research
 
  • Stimmungsverbesserung im Mittelstand und bei großen Unternehmen

  • Solide Binnennachfrage hält an, Hoffnung auf Erholung der Exportmärkte gesellt sich hinzu

  • Aufschwung geht unter schwierigen Rahmenbedingungen ins vierte Jahr

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen dem Jahreswechsel gut gelaunt entgegen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,2 Zähler auf 20,0 Saldenpunkte. Damit hat der Indikator seit seinem Tiefpunkt im Februar dieses Jahres um fast zehn Zähler zugelegt. Maßgeblicher Treiber der Stimmungsverbesserung im Mittelstand ist die deutlich bessere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage (+2,5 Zähler auf 29,0 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte behaupten sich zwar nur knapp auf dem Vormonatsniveau (-0,2 Zähler auf 10,8 Saldenpunkte), erreichen damit aber nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Wert.

Noch optimistischer als die mittelständischen Firmen blicken die deutschen Großunternehmen ins Jahr 2017. Ihre Erwartungen steigen um 1,5 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte. Die häufig international ausgerichteten großen Firmen setzen offenbar auf eine Erholung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr – da bedeutende Schwellenländer wie Russland und Brasilien die Rezession hinter sich lassen dürften, ist das durchaus realistisch. Die Lageurteile fallen ähnlich gut aus wie im Mittelstand (+2,3 Zähler auf 28,3 Saldenpunkte), sodass das Geschäftsklima der großen Unternehmen im Dezember um 2,1 Zähler auf 19,7 Saldenpunkte zulegt. Höher notierte es zuletzt im Juli 2011.

„Die deutsche Wirtschaft unterstreicht zum Jahreswechsel einmal mehr ihre robuste Verfassung. Das Brexit-Votum im Juni, die US-Wahl im November, das verlorene Verfassungsreferendum und der Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten im Dezember, die zunehmend schwierige Lage in der Türkei und im Nahen Osten – keines dieser vielen und oft unerwarteten Ereignisse konnte den Stimmungsaufschwung dauerhaft kippen“, resümiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die vormals auffällige Stimmungslücke zwischen Mittelstand und Großunternehmen habe sich inzwischen geschlossen. Dies sei der anhaltend soliden Binnennachfrage zu verdanken, zu der sich nun die Hoffnung auf eine zumindest moderate Erholung der Exportmärkte geselle.

„Erhebliche politische Risiken darf man allerdings nicht aus den Augen verlieren“, so Zeuner. Der künftige handelspolitische Kurs der USA sei noch unklar, Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und eventuell in Italien fänden statt, zudem stünden wohl ab dem Frühjahr harte Brexit-Verhandlungen an. „Alles in allem rechnen wir für 2017 bei deutlich weniger Arbeitstagen mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Der deutsche Aufschwung geht damit unter schwierigen Rahmenbedingungen in sein viertes Jahr.“

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

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Deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins Jahr 2017

Pressemitteilung vom 28.12.2016 / KfW, KfW Research
 
  • Stimmungsverbesserung im Mittelstand und bei großen Unternehmen

  • Solide Binnennachfrage hält an, Hoffnung auf Erholung der Exportmärkte gesellt sich hinzu

  • Aufschwung geht unter schwierigen Rahmenbedingungen ins vierte Jahr

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen dem Jahreswechsel gut gelaunt entgegen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,2 Zähler auf 20,0 Saldenpunkte. Damit hat der Indikator seit seinem Tiefpunkt im Februar dieses Jahres um fast zehn Zähler zugelegt. Maßgeblicher Treiber der Stimmungsverbesserung im Mittelstand ist die deutlich bessere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage (+2,5 Zähler auf 29,0 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte behaupten sich zwar nur knapp auf dem Vormonatsniveau (-0,2 Zähler auf 10,8 Saldenpunkte), erreichen damit aber nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Wert.

Noch optimistischer als die mittelständischen Firmen blicken die deutschen Großunternehmen ins Jahr 2017. Ihre Erwartungen steigen um 1,5 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte. Die häufig international ausgerichteten großen Firmen setzen offenbar auf eine Erholung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr – da bedeutende Schwellenländer wie Russland und Brasilien die Rezession hinter sich lassen dürften, ist das durchaus realistisch. Die Lageurteile fallen ähnlich gut aus wie im Mittelstand (+2,3 Zähler auf 28,3 Saldenpunkte), sodass das Geschäftsklima der großen Unternehmen im Dezember um 2,1 Zähler auf 19,7 Saldenpunkte zulegt. Höher notierte es zuletzt im Juli 2011.

„Die deutsche Wirtschaft unterstreicht zum Jahreswechsel einmal mehr ihre robuste Verfassung. Das Brexit-Votum im Juni, die US-Wahl im November, das verlorene Verfassungsreferendum und der Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten im Dezember, die zunehmend schwierige Lage in der Türkei und im Nahen Osten – keines dieser vielen und oft unerwarteten Ereignisse konnte den Stimmungsaufschwung dauerhaft kippen“, resümiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die vormals auffällige Stimmungslücke zwischen Mittelstand und Großunternehmen habe sich inzwischen geschlossen. Dies sei der anhaltend soliden Binnennachfrage zu verdanken, zu der sich nun die Hoffnung auf eine zumindest moderate Erholung der Exportmärkte geselle.

„Erhebliche politische Risiken darf man allerdings nicht aus den Augen verlieren“, so Zeuner. Der künftige handelspolitische Kurs der USA sei noch unklar, Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und eventuell in Italien fänden statt, zudem stünden wohl ab dem Frühjahr harte Brexit-Verhandlungen an. „Alles in allem rechnen wir für 2017 bei deutlich weniger Arbeitstagen mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Der deutsche Aufschwung geht damit unter schwierigen Rahmenbedingungen in sein viertes Jahr.“

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

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KfW-Wettbewerbsindikator 2016: Deutscher Mittelstand bei internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spitzenplatz

Pressemitteilung vom 20.11.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Deutsche Unternehmen vor französischen und britischen Mittelständlern
  • Positive Bewertung von Standortfaktoren und Unternehmensperformance
  • Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor: US-Mittelstand holt auf

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen sich aktuell bestens gerüstet für den Wettbewerb mit ihrer Konkurrenz aus dem Ausland: Im KfW-Wettbewerbsindikator 2016 sichern sie sich nach Rang zwei im Jahr 2014 diesmal die Spitzenposition. Mit nur geringem Abstand folgen auf dem Siegertreppchen die Mittelständler aus Frankreich und Großbritannien. Die mittelständischen Unternehmen aus den Vereinigten Staaten sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ungünstige Standortbedingungen wie mangelnde Infrastruktur und hohe Bürokratie erheblich beeinträchtigt und fallen 2016 auf Platz vier zurück.

 

Der KfW-Wettbewerbsindikator basiert auf einer Befragung von mehr als 2.200 Mittelständlern in zehn wichtigen Industrie- und Schwellenländern zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens und ihres Standorts im Vergleich zu ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten. Der Spitzenplatz des deutschen Mittelstands wird getragen von den weiterhin sehr guten Standortbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen in anderen Volkswirtschaften fühlen sich deutlich stärker durch mangelnde Infrastruktur, politische Instabilität, Korruption oder Finanzierungsschwierigkeiten beeinträchtigt. Verbesserungspotenzial sehen die deutschen Mittelständler dennoch: Der Bürokratieabbau muss aus ihrer Sicht vorangetrieben werden, Steuern und Abgaben werden noch immer als zu hoch empfunden und der Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels macht vielen Sorgen.

 

Ihre eigene Unternehmensperformance schätzen die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland besser ein als vor zwei Jahren: Sie punkten weiter vor allem mit Qualität, Innovation und Service, haben zuletzt aber auch bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutlich aufgeholt. Ein wichtiger Treiber hierfür dürfte die Euro-Abwertung infolge der expansiven EZB-Geldpolitik sein, von der auch die Mittelständler anderer Länder der Eurozone wie Frankreich, Spanien und Italien profitieren konnten.

 

„Keine Frage: Der deutsche Mittelstand steht gut da. Seine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit trägt erheblich zu Wachstum und Beschäftigung bei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Wettbewerbsindikators. „Doch unsere Befragung zeigt auch: Ausruhen auf ihren Lorbeeren dürfen sich die Unternehmen nicht. Die Konkurrenz aus anderen Ländern steht in den Startlöchern, um Marktanteile für sich zu gewinnen.“ Positiv bewertet Zeuner die Entwicklung in den europäischen Nachbarländern: „Spanien und Frankreich haben bei der Wettbewerbsfähigkeit aufgeholt und stehen deutlich besser da als vor zwei Jahren. Italien kommt etwas langsamer voran, aber die Richtung stimmt.“

 

KfW Research hat die Mittelständler für den Wettbewerbsindikator 2016 erstmals auch zu ihren Energieeffizienzmaßnahmen befragt. Laut KfW-Chefvolkswirt Zeuner können diese erheblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen: „Energieeffizienzmaßnahmen senken die Energiekosten und verringern die Abhängigkeit von der Energiepreisentwicklung“, so Zeuner. „Sie können außerdem zu schlankeren Prozessen, höherer Produktqualität und besseren Arbeitsbedingungen beitragen – und sie wirken sich positiv auf das Unternehmensimage aus.“

 

Wie die Untersuchung zeigt, hat das Thema international nicht bei allen Mittelständlern den gleichen Stellenwert. Energieeffizienz ist den kleinen und mittleren Unternehmen dort wichtig, wo die Energiekosten als sehr belastend oder die Klimaschutzbestimmungen als besonders streng wahrgenommen werden. Lediglich in Deutschland fällt auf, das ein großer Teil der Mittelständler das Thema Energieeffizienz für wichtig hält (88 %), sich aber gleichzeitig nicht mehr so stark durch Energiekosten beeinträchtigt sieht. Hierin zeigt sich, dass die hohen Energiepreise der Vergangenheit und die staatlichen Fördermaßnahmen nicht nur dazu beigetragen haben, dass Thema Energieeffizienz fest im Bewusstsein der Unternehmen zu verankern. Sie haben auch dazu geführt, dass die Unternehmen ihre Energieeffizienz deutlich verbessert und so ihre Belastung durch Energiekosten begrenzt haben. Jeder vierte deutsche Mittelständler hat in den letzten beiden Jahren konkrete Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt, jedes sechste Unternehmen hat welche in Planung. In etwa gleichauf liegen die mittelständischen Unternehmen aus anderen Industrieländern wie Großbritannien, Italien oder Spanien. Die Franzosen und Japaner folgen mit geringem Abstand. An der Spitze bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen liegen derzeit die Mittelständler aus den Vereinigten Staaten: 29 % von ihnen waren zwischen 2014 und 2016 aktiv. Die Klimapolitik des US-amerikanischen Präsidenten zeigt offensichtlich Wirkung. Das Ausgangsniveau in den USA ist jedoch auch deutlich niedriger als in vielen europäischen Staaten, der Nachholbedarf entsprechend hoch. „Im internationalen Vergleich haben die deutschen Mittelständler beim Wettbewerbsfaktor Energieeffizienz bereits ein gutes Niveau erreicht. Aber sie müssen unbedingt weiter am Ball bleiben!“ sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner.

 

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KfW-Wettbewerbsindikator 2016: Deutscher Mittelstand bei internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spitzenplatz

Pressemitteilung vom 20.11.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Deutsche Unternehmen vor französischen und britischen Mittelständlern
  • Positive Bewertung von Standortfaktoren und Unternehmensperformance
  • Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor: US-Mittelstand holt auf

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen sich aktuell bestens gerüstet für den Wettbewerb mit ihrer Konkurrenz aus dem Ausland: Im KfW-Wettbewerbsindikator 2016 sichern sie sich nach Rang zwei im Jahr 2014 diesmal die Spitzenposition. Mit nur geringem Abstand folgen auf dem Siegertreppchen die Mittelständler aus Frankreich und Großbritannien. Die mittelständischen Unternehmen aus den Vereinigten Staaten sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ungünstige Standortbedingungen wie mangelnde Infrastruktur und hohe Bürokratie erheblich beeinträchtigt und fallen 2016 auf Platz vier zurück.

 

Der KfW-Wettbewerbsindikator basiert auf einer Befragung von mehr als 2.200 Mittelständlern in zehn wichtigen Industrie- und Schwellenländern zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens und ihres Standorts im Vergleich zu ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten. Der Spitzenplatz des deutschen Mittelstands wird getragen von den weiterhin sehr guten Standortbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen in anderen Volkswirtschaften fühlen sich deutlich stärker durch mangelnde Infrastruktur, politische Instabilität, Korruption oder Finanzierungsschwierigkeiten beeinträchtigt. Verbesserungspotenzial sehen die deutschen Mittelständler dennoch: Der Bürokratieabbau muss aus ihrer Sicht vorangetrieben werden, Steuern und Abgaben werden noch immer als zu hoch empfunden und der Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels macht vielen Sorgen.

 

Ihre eigene Unternehmensperformance schätzen die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland besser ein als vor zwei Jahren: Sie punkten weiter vor allem mit Qualität, Innovation und Service, haben zuletzt aber auch bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutlich aufgeholt. Ein wichtiger Treiber hierfür dürfte die Euro-Abwertung infolge der expansiven EZB-Geldpolitik sein, von der auch die Mittelständler anderer Länder der Eurozone wie Frankreich, Spanien und Italien profitieren konnten.

 

„Keine Frage: Der deutsche Mittelstand steht gut da. Seine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit trägt erheblich zu Wachstum und Beschäftigung bei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Wettbewerbsindikators. „Doch unsere Befragung zeigt auch: Ausruhen auf ihren Lorbeeren dürfen sich die Unternehmen nicht. Die Konkurrenz aus anderen Ländern steht in den Startlöchern, um Marktanteile für sich zu gewinnen.“ Positiv bewertet Zeuner die Entwicklung in den europäischen Nachbarländern: „Spanien und Frankreich haben bei der Wettbewerbsfähigkeit aufgeholt und stehen deutlich besser da als vor zwei Jahren. Italien kommt etwas langsamer voran, aber die Richtung stimmt.“

 

KfW Research hat die Mittelständler für den Wettbewerbsindikator 2016 erstmals auch zu ihren Energieeffizienzmaßnahmen befragt. Laut KfW-Chefvolkswirt Zeuner können diese erheblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen: „Energieeffizienzmaßnahmen senken die Energiekosten und verringern die Abhängigkeit von der Energiepreisentwicklung“, so Zeuner. „Sie können außerdem zu schlankeren Prozessen, höherer Produktqualität und besseren Arbeitsbedingungen beitragen – und sie wirken sich positiv auf das Unternehmensimage aus.“

 

Wie die Untersuchung zeigt, hat das Thema international nicht bei allen Mittelständlern den gleichen Stellenwert. Energieeffizienz ist den kleinen und mittleren Unternehmen dort wichtig, wo die Energiekosten als sehr belastend oder die Klimaschutzbestimmungen als besonders streng wahrgenommen werden. Lediglich in Deutschland fällt auf, das ein großer Teil der Mittelständler das Thema Energieeffizienz für wichtig hält (88 %), sich aber gleichzeitig nicht mehr so stark durch Energiekosten beeinträchtigt sieht. Hierin zeigt sich, dass die hohen Energiepreise der Vergangenheit und die staatlichen Fördermaßnahmen nicht nur dazu beigetragen haben, dass Thema Energieeffizienz fest im Bewusstsein der Unternehmen zu verankern. Sie haben auch dazu geführt, dass die Unternehmen ihre Energieeffizienz deutlich verbessert und so ihre Belastung durch Energiekosten begrenzt haben. Jeder vierte deutsche Mittelständler hat in den letzten beiden Jahren konkrete Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt, jedes sechste Unternehmen hat welche in Planung. In etwa gleichauf liegen die mittelständischen Unternehmen aus anderen Industrieländern wie Großbritannien, Italien oder Spanien. Die Franzosen und Japaner folgen mit geringem Abstand. An der Spitze bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen liegen derzeit die Mittelständler aus den Vereinigten Staaten: 29 % von ihnen waren zwischen 2014 und 2016 aktiv. Die Klimapolitik des US-amerikanischen Präsidenten zeigt offensichtlich Wirkung. Das Ausgangsniveau in den USA ist jedoch auch deutlich niedriger als in vielen europäischen Staaten, der Nachholbedarf entsprechend hoch. „Im internationalen Vergleich haben die deutschen Mittelständler beim Wettbewerbsfaktor Energieeffizienz bereits ein gutes Niveau erreicht. Aber sie müssen unbedingt weiter am Ball bleiben!“ sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner.

 

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KfW-Mittelstandspanel: Unternehmen nutzen ihre Finanzkraft, Investitionsschub bleibt aber aus

Pressemitteilung vom 25.10.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Konsum und Wohnungsbau stützen Umsätze und Profitabilität
  • Jobmotor Mittelstand: Höhenflug bei Beschäftigung
  • Investitionen treten auf der Stelle, keine zusätzlichen Anreize durch günstiges Finanzierungsumfeld
  • Mittelstand zeigt seine Finanzkraft: Investitionsfinanzierung mit eigenen Mitteln hoch wie nie

Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2016, der einzigen repräsentativen Erhebung im deutschen Mittelstand.

 

Der Mittelstand ist und bleibt die tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes: Die Zahl der Erwerbstätigen in KMU hat auch im Jahr 2015 weiter zugenommen. Mit 29,5 Millionen Personen ist sie um rund 460.000 bzw. 1,6 % gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute, er liegt aktuell bei 68,7 % (+0,6 Prozentpunkte). Das gesamtwirtschaftliche Plus im Jahresvergleich wird dabei allein vom Mittelstand getragen. Demgegenüber haben Großunternehmen und der öffentliche Sektor die Zahl der bei ihnen beschäftigten Personen um rund 180.000 reduziert.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zieht aus den Ergebnissen des aktuellen KfW-Mittelstandspanels folgende Schlussfolgerung : „Die deutsche Wirtschaft wächst auch 2016, auf die Binnenkonjunktur ist Verlass. Die Optimisten unter den Unternehmen gewinnen die Oberhand. Das spricht für eine robuste und positive Entwicklung im Mittelstand. Das solide Wachstumstempo bei Umsätzen und Beschäftigung wird vermutlich gehalten. Der Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor mehr als gerecht, 2016 werden erstmals über 30 Millionen Menschen dort beschäftigt sein.“

 

Trotz des immer noch günstigen Finanzierungsumfelds und weiter gesunkener Zinslast (minus 5 Mrd. EUR ggü. 2014) treten die Investitionen treten auf der Stelle, nicht zuletzt weil sich Kleinstunternehmen zurückhalten. Die Neigung der mittelständischen Unternehmen zur Kreditfinanzierung ihrer Investitionen ist in der Breite gesunken (510.000 KMU haben Kreditverhandlungen geführt). Die Fremdfinanzierung ist im abgelaufenen Jahr zurückgegangen, auch weil sich der Kreditzugang bei Kleinstunternehmen eingetrübt hat. Stattdessen greift der Mittelstand auf seine in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster zurück: Mit 105 Mrd. Euro ist das Volumen an Investitionsausgaben, die durch Eigenmittel finanziert wurden, so groß wie noch nie. Der Eigenmittelanteil an der Investitionsfinanzierung liegt bei 53 %, ein Zuwachs um 4 Prozentpunkte.

 

Im Auslandsgeschäft scheint das Tief durchschritten: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Der Mittelstand profitiert von sich kontinuierlich verbessernden Bedingungen in Europa. Vor allem größere KMU zeigen eine stark verbesserte Performance im Auslandsgeschäft. Das Brexit-Votum wird in der kurzen Frist überschaubare Folgen für den Mittelstand haben. Trotz des Umsatzwachstums auf internationalen Märkten hat die direkte internationale Verflechtung der kleinen und mittleren Unternehmen abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014.

 

Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter den Investitionen: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen“, so Zeuner weiter.

 

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KfW-Mittelstandspanel: Unternehmen nutzen ihre Finanzkraft, Investitionsschub bleibt aber aus

Pressemitteilung vom 25.10.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Konsum und Wohnungsbau stützen Umsätze und Profitabilität
  • Jobmotor Mittelstand: Höhenflug bei Beschäftigung
  • Investitionen treten auf der Stelle, keine zusätzlichen Anreize durch günstiges Finanzierungsumfeld
  • Mittelstand zeigt seine Finanzkraft: Investitionsfinanzierung mit eigenen Mitteln hoch wie nie

Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2016, der einzigen repräsentativen Erhebung im deutschen Mittelstand.

 

Der Mittelstand ist und bleibt die tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes: Die Zahl der Erwerbstätigen in KMU hat auch im Jahr 2015 weiter zugenommen. Mit 29,5 Millionen Personen ist sie um rund 460.000 bzw. 1,6 % gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute, er liegt aktuell bei 68,7 % (+0,6 Prozentpunkte). Das gesamtwirtschaftliche Plus im Jahresvergleich wird dabei allein vom Mittelstand getragen. Demgegenüber haben Großunternehmen und der öffentliche Sektor die Zahl der bei ihnen beschäftigten Personen um rund 180.000 reduziert.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zieht aus den Ergebnissen des aktuellen KfW-Mittelstandspanels folgende Schlussfolgerung : „Die deutsche Wirtschaft wächst auch 2016, auf die Binnenkonjunktur ist Verlass. Die Optimisten unter den Unternehmen gewinnen die Oberhand. Das spricht für eine robuste und positive Entwicklung im Mittelstand. Das solide Wachstumstempo bei Umsätzen und Beschäftigung wird vermutlich gehalten. Der Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor mehr als gerecht, 2016 werden erstmals über 30 Millionen Menschen dort beschäftigt sein.“

 

Trotz des immer noch günstigen Finanzierungsumfelds und weiter gesunkener Zinslast (minus 5 Mrd. EUR ggü. 2014) treten die Investitionen treten auf der Stelle, nicht zuletzt weil sich Kleinstunternehmen zurückhalten. Die Neigung der mittelständischen Unternehmen zur Kreditfinanzierung ihrer Investitionen ist in der Breite gesunken (510.000 KMU haben Kreditverhandlungen geführt). Die Fremdfinanzierung ist im abgelaufenen Jahr zurückgegangen, auch weil sich der Kreditzugang bei Kleinstunternehmen eingetrübt hat. Stattdessen greift der Mittelstand auf seine in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster zurück: Mit 105 Mrd. Euro ist das Volumen an Investitionsausgaben, die durch Eigenmittel finanziert wurden, so groß wie noch nie. Der Eigenmittelanteil an der Investitionsfinanzierung liegt bei 53 %, ein Zuwachs um 4 Prozentpunkte.

 

Im Auslandsgeschäft scheint das Tief durchschritten: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Der Mittelstand profitiert von sich kontinuierlich verbessernden Bedingungen in Europa. Vor allem größere KMU zeigen eine stark verbesserte Performance im Auslandsgeschäft. Das Brexit-Votum wird in der kurzen Frist überschaubare Folgen für den Mittelstand haben. Trotz des Umsatzwachstums auf internationalen Märkten hat die direkte internationale Verflechtung der kleinen und mittleren Unternehmen abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014.

 

Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter den Investitionen: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen“, so Zeuner weiter.

 

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand geht mit großer Zuversicht in den Herbst

Pressemitteilung vom 04.10.2016 / KfW

 

  • Geschäftsklima im September auf Zweieinhalbjahreshoch
  • Lageurteile und Erwartungen verbessern sich sehr deutlich
  • Stimmungsaufhellung bei Großunternehmen noch kräftiger als im Mittelstand

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland lassen den Stimmungseinbruch aus dem August rasch und überzeugend hinter sich: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im September laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer um deutliche 4,2 Zähler und erreicht mit 18,1 Saldenpunkten ein Zweieinhalbjahreshoch. Sowohl die günstigere Bewertung der laufenden Geschäfte (+4,6 auf 26,1 Saldenpunkte) als auch ein optimistischerer Blick in die Zukunft (+3,7 auf 9,9 Saldenpunkte) tragen zu Herbstbeginn zur guten Laune der Mittelständler bei.

 

Die wieder deutlich größere Zuversicht unterstreicht zum einen, dass der mehrheitlich stark auf den heimischen Markt ausgerichtete Mittelstand von einer andauernd lebhaften Binnennachfrage ausgeht. Zum anderen dürften die besseren Erwartungen aber auch darauf zurückzuführen sein, dass sich die Bremseffekte des Brexit-Votums entgegen erster Befürchtungen nicht sofort, sondern eher mittel- und langfristig zeigen werden. Auch die deutschen Großunternehmen, die stärker in die internationale Arbeitsteilung eingebunden sind und daher besonders sensibel auf Veränderungen im außenwirtschaftlichen Umfeld reagieren, haben sich drei Monate nach dem Brexit-Referendum aus der Schockstarre gelöst. Sie bewerten im September nicht nur ihre aktuellen Geschäfte erheblich positiver (+8,1 Zähler auf 22,4 Saldenpunkte), sondern korrigieren auch ihre Erwartungen sehr stark nach oben (+7,8 Zähler auf 8,4 Saldenpunkte). Insgesamt fällt Klimaaufhellung bei den Großunternehmen mit einem Plus von 7,9 Zählern auf 15,5 Saldenpunkte noch kräftiger aus als im Mittelstand.

 

„Die Stimmungswolken haben sich verzogen und geben den Blick auf die gute Wirtschaftslage frei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Deutschland bleibt konjunkturell auf solidem Expansionskurs. Ich erwarte für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,8% - schließe nach der ungewöhnlich breiten und kräftigen Klimaerholung im September aber auch eine positive Überraschung nicht aus.“ Dabei blieben die bekannten Abwärtsrisiken gerade auf der außenwirtschaftlichen Seite bestehen: „Neben den nur aufgeschobenen, aber nicht aufgehobenen konjunkturellen Belastungen durch den Brexit gibt es nach wie vor nicht unerhebliche politische Unsicherheiten, etwa die Präsidentenwahlen in den USA und Österreich, mögliche Neuwahlen in Spanien und das Verfassungsreferendum in Italien“, so Zeuner.

  

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand geht mit großer Zuversicht in den Herbst

Pressemitteilung vom 04.10.2016 / KfW

 

  • Geschäftsklima im September auf Zweieinhalbjahreshoch
  • Lageurteile und Erwartungen verbessern sich sehr deutlich
  • Stimmungsaufhellung bei Großunternehmen noch kräftiger als im Mittelstand

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland lassen den Stimmungseinbruch aus dem August rasch und überzeugend hinter sich: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im September laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer um deutliche 4,2 Zähler und erreicht mit 18,1 Saldenpunkten ein Zweieinhalbjahreshoch. Sowohl die günstigere Bewertung der laufenden Geschäfte (+4,6 auf 26,1 Saldenpunkte) als auch ein optimistischerer Blick in die Zukunft (+3,7 auf 9,9 Saldenpunkte) tragen zu Herbstbeginn zur guten Laune der Mittelständler bei.

 

Die wieder deutlich größere Zuversicht unterstreicht zum einen, dass der mehrheitlich stark auf den heimischen Markt ausgerichtete Mittelstand von einer andauernd lebhaften Binnennachfrage ausgeht. Zum anderen dürften die besseren Erwartungen aber auch darauf zurückzuführen sein, dass sich die Bremseffekte des Brexit-Votums entgegen erster Befürchtungen nicht sofort, sondern eher mittel- und langfristig zeigen werden. Auch die deutschen Großunternehmen, die stärker in die internationale Arbeitsteilung eingebunden sind und daher besonders sensibel auf Veränderungen im außenwirtschaftlichen Umfeld reagieren, haben sich drei Monate nach dem Brexit-Referendum aus der Schockstarre gelöst. Sie bewerten im September nicht nur ihre aktuellen Geschäfte erheblich positiver (+8,1 Zähler auf 22,4 Saldenpunkte), sondern korrigieren auch ihre Erwartungen sehr stark nach oben (+7,8 Zähler auf 8,4 Saldenpunkte). Insgesamt fällt Klimaaufhellung bei den Großunternehmen mit einem Plus von 7,9 Zählern auf 15,5 Saldenpunkte noch kräftiger aus als im Mittelstand.

 

„Die Stimmungswolken haben sich verzogen und geben den Blick auf die gute Wirtschaftslage frei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Deutschland bleibt konjunkturell auf solidem Expansionskurs. Ich erwarte für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,8% - schließe nach der ungewöhnlich breiten und kräftigen Klimaerholung im September aber auch eine positive Überraschung nicht aus.“ Dabei blieben die bekannten Abwärtsrisiken gerade auf der außenwirtschaftlichen Seite bestehen: „Neben den nur aufgeschobenen, aber nicht aufgehobenen konjunkturellen Belastungen durch den Brexit gibt es nach wie vor nicht unerhebliche politische Unsicherheiten, etwa die Präsidentenwahlen in den USA und Österreich, mögliche Neuwahlen in Spanien und das Verfassungsreferendum in Italien“, so Zeuner.

  

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Sommerblues im Mittelstand


Pressemitteilung vom 08.09.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Geschäftsklima sinkt im August
  • Lageurteile deutlich schlechter, Erwartungen aber auf Jahreshoch
  • Großunternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft
  • Beschäftigungspläne signalisieren Zuversicht

Der deutsche Mittelstand verfällt im August in einen Sommerblues. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, sinkt um 2,5 Zähler auf 14,0 Saldenpunkte. Verantwortlich hierfür ist allein die schlechtere Bewertung der laufenden Geschäfte, die Geschäftserwartungen verbessern sich dagegen auf ein neues Jahreshoch.

Die kleinen und mittleren Unternehmen schätzen ihre aktuellen Geschäfte im August deutlich weniger positiv ein als noch im Vormonat: Die Lageurteile sinken um hohe 5,6 Zähler auf 21,7 Saldenpunkte. Gründe für die merklich geringere Zufriedenheit könnten im – mittlerweile beigelegten – Zuliefererstreit bei VW und auch im unbeständigen Wetter liegen, das dem Handel mit Sommerware geschadet haben könnte. Unter den Branchen sind es jedenfalls vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Handel, die ihre aktuelle Geschäftslage viel schlechter beurteilen als noch im Juli.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler legen hingegen weiter zu. Mit 6,1 Saldenpunkten (+0,4 Zähler) erreichen sie den bisher höchsten Wert des laufenden Jahres. In Anbetracht der gestiegenen Unsicherheiten auf der außenwirtschaftlichen Seite insbesondere infolge des Brexit-Votums ist das ein beruhigendes Signal. Es unterstreicht, dass – angesichts der relativ starken Orientierung der kleinen und mittleren Unternehmen auf den heimischen Markt – die deutsche Konjunktur weiterhin auf die Binnennachfrage setzen kann.

Bei den in aller Regel international tätigen Großunternehmen hinterlassen die neuen externen Belastungen jedoch erkennbare Spuren. Sie schätzen nicht nur ihre aktuelle Lage mit jetzt 14,4 Saldenpunkten um erhebliche 5,9 Zähler schlechter ein als im Vormonat, sondern blicken im Unterschied zu den Mittelständlern mit zuletzt nur noch 1,3 Saldenpunkten (-2,5 Zähler) zugleich auch deutlich pessimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima der deutschen Großunternehmen verschlechtert sich daher im August um 4,1 Zähler auf 8,0 Saldenpunkte.

Von der negativen Entwicklung abkoppeln kann sich bei den Großunternehmen lediglich die Baubranche: Die großen Baufirmen melden einen kräftigen Stimmungsanstieg um 2,6 Zähler auf sehr hohe 29,6 Saldenpunkte. Auch die – besonders stark im Wohnbau engagierten – mittelständischen Bauunternehmen bleiben bester Laune; der mittelständische Bauklimaindikator erklimmt im August bereits das vierte neue Allzeithoch in Folge (+0,4 Zähler auf von 28,3 Saldenpunkte).

Ungeachtet der Eintrübungen beim Geschäftsklima signalisieren die Beschäftigungspläne weiterhin Zuversicht. Im Mittelstand steigen sie um 0,2 Zähler auf 9,8 Saldenpunkte und bei den Großunternehmen um 1,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte. Die Bereitschaft der Unternehmen weitere Arbeitsplätze zu schaffen deutet darauf hin, dass sie grundsätzlich von einem positiven Fortgang der Konjunktur ausgehen.

„Es gibt keinen Anlass von unserer recht zuversichtlichen Konjunkturprognose für 2016 und 2017 abzurücken. Zwar wird der Brexit die Unternehmensinvestitionen und den Export wohl mindestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 dämpfen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau, der steigende Konsum und die Wohnbauten bleiben jedoch verlässliche Stützen der Konjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,8 % und 2017 noch um 1,3 % wachsen, wobei die Wachstumsverlangsamung im kommenden Jahr zum allergrößten Teil auf die deutlich geringere Arbeitstagezahl zurückzuführen sei. Das konjunkturelle Grundtempo bleibe in beiden Jahren nahezu gleich und sei angesichts der Rahmenbedingungen durchaus ordentlich. „Der Stimmungsverfall im August sollte daher eine Eintagsfliege bleiben“, so Zeuner.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

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Sommerblues im Mittelstand


Pressemitteilung vom 08.09.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Geschäftsklima sinkt im August
  • Lageurteile deutlich schlechter, Erwartungen aber auf Jahreshoch
  • Großunternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft
  • Beschäftigungspläne signalisieren Zuversicht

Der deutsche Mittelstand verfällt im August in einen Sommerblues. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, sinkt um 2,5 Zähler auf 14,0 Saldenpunkte. Verantwortlich hierfür ist allein die schlechtere Bewertung der laufenden Geschäfte, die Geschäftserwartungen verbessern sich dagegen auf ein neues Jahreshoch.

Die kleinen und mittleren Unternehmen schätzen ihre aktuellen Geschäfte im August deutlich weniger positiv ein als noch im Vormonat: Die Lageurteile sinken um hohe 5,6 Zähler auf 21,7 Saldenpunkte. Gründe für die merklich geringere Zufriedenheit könnten im – mittlerweile beigelegten – Zuliefererstreit bei VW und auch im unbeständigen Wetter liegen, das dem Handel mit Sommerware geschadet haben könnte. Unter den Branchen sind es jedenfalls vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Handel, die ihre aktuelle Geschäftslage viel schlechter beurteilen als noch im Juli.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler legen hingegen weiter zu. Mit 6,1 Saldenpunkten (+0,4 Zähler) erreichen sie den bisher höchsten Wert des laufenden Jahres. In Anbetracht der gestiegenen Unsicherheiten auf der außenwirtschaftlichen Seite insbesondere infolge des Brexit-Votums ist das ein beruhigendes Signal. Es unterstreicht, dass – angesichts der relativ starken Orientierung der kleinen und mittleren Unternehmen auf den heimischen Markt – die deutsche Konjunktur weiterhin auf die Binnennachfrage setzen kann.

Bei den in aller Regel international tätigen Großunternehmen hinterlassen die neuen externen Belastungen jedoch erkennbare Spuren. Sie schätzen nicht nur ihre aktuelle Lage mit jetzt 14,4 Saldenpunkten um erhebliche 5,9 Zähler schlechter ein als im Vormonat, sondern blicken im Unterschied zu den Mittelständlern mit zuletzt nur noch 1,3 Saldenpunkten (-2,5 Zähler) zugleich auch deutlich pessimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima der deutschen Großunternehmen verschlechtert sich daher im August um 4,1 Zähler auf 8,0 Saldenpunkte.

Von der negativen Entwicklung abkoppeln kann sich bei den Großunternehmen lediglich die Baubranche: Die großen Baufirmen melden einen kräftigen Stimmungsanstieg um 2,6 Zähler auf sehr hohe 29,6 Saldenpunkte. Auch die – besonders stark im Wohnbau engagierten – mittelständischen Bauunternehmen bleiben bester Laune; der mittelständische Bauklimaindikator erklimmt im August bereits das vierte neue Allzeithoch in Folge (+0,4 Zähler auf von 28,3 Saldenpunkte).

Ungeachtet der Eintrübungen beim Geschäftsklima signalisieren die Beschäftigungspläne weiterhin Zuversicht. Im Mittelstand steigen sie um 0,2 Zähler auf 9,8 Saldenpunkte und bei den Großunternehmen um 1,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte. Die Bereitschaft der Unternehmen weitere Arbeitsplätze zu schaffen deutet darauf hin, dass sie grundsätzlich von einem positiven Fortgang der Konjunktur ausgehen.

„Es gibt keinen Anlass von unserer recht zuversichtlichen Konjunkturprognose für 2016 und 2017 abzurücken. Zwar wird der Brexit die Unternehmensinvestitionen und den Export wohl mindestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 dämpfen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau, der steigende Konsum und die Wohnbauten bleiben jedoch verlässliche Stützen der Konjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,8 % und 2017 noch um 1,3 % wachsen, wobei die Wachstumsverlangsamung im kommenden Jahr zum allergrößten Teil auf die deutlich geringere Arbeitstagezahl zurückzuführen sei. Das konjunkturelle Grundtempo bleibe in beiden Jahren nahezu gleich und sei angesichts der Rahmenbedingungen durchaus ordentlich. „Der Stimmungsverfall im August sollte daher eine Eintagsfliege bleiben“, so Zeuner.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

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31.08.2016

Betriebe in Niederbayern mit über 500 Millionen Euro gefördert

LfA unterstützt in drei Jahren fast 2000 niederbayerische Firmen

 

Die LfA Förderbank Bayern hat in den vergangenen drei Jahren fast 2.000 mittelständische Unternehmen in Niederbayern mit rund 537 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Die Unternehmen konnten damit Investitionen in Höhe von fast 750 Millionen Euro stemmen und so an die 50.000 Arbeitsplätze sichern sowie über 1.700 neue schaffen. Das gaben LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl und sein Vize Dr. Hans Schleicher bei einem Treffen mit Präsident Thomas Leebmann und Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart von der Industrie- und Handelskammer Niederbayern bekannt.

 

„Industriebetriebe, Händler und Dienstleister müssen im digitalen Zeitalter kräftig investieren, um leistungsfähig zu bleiben. Bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel steht die IHK den Unternehmen in kostenlosen Beratungsgesprächen mit Rat und Tat zur Seite. Die einfachen, günstigen und verlässlichen Finanzierungsmöglichkeiten der LfA sind für den Mittelstand ein wichtiger Baustein. Die Förderzahlen für Niederbayern zeigen, dass die Wirtschaft ihren Wachstumskurs mit anhaltend guter Investitionskonjunktur fortsetzt und die Weichen in Richtung Vollbeschäftigung stellt“, erläuterte IHK-Präsident Thomas Leebmann.

 

„Existenzgründer und Mittelständler unterstützt die LfA mit Bürgschaften und Haftungsfreistellungen und gleicht damit fehlende Sicherheiten bei der Kreditfinanzierung aus. Gerade in der Gründungsphase ist der schwierige Zugang zur Startfinanzierung eine der größten Hürden. Unser hier passgenaues Förderangebot kam in den vergangenen drei Jahren rund 480 niederbayerischen Jungunternehmern zu Gute, die so frische Ideen mit einem Volumen von fast 150 Millionen Euro umsetzen konnten. Das sichert Arbeitsplätze und Fachkräfte am Standort“, erklärte LfA-Chef Dr. Beierl.

 

Die LfA ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

 

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31.08.2016

Betriebe in Niederbayern mit über 500 Millionen Euro gefördert

LfA unterstützt in drei Jahren fast 2000 niederbayerische Firmen

 

Die LfA Förderbank Bayern hat in den vergangenen drei Jahren fast 2.000 mittelständische Unternehmen in Niederbayern mit rund 537 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Die Unternehmen konnten damit Investitionen in Höhe von fast 750 Millionen Euro stemmen und so an die 50.000 Arbeitsplätze sichern sowie über 1.700 neue schaffen. Das gaben LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl und sein Vize Dr. Hans Schleicher bei einem Treffen mit Präsident Thomas Leebmann und Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart von der Industrie- und Handelskammer Niederbayern bekannt.

 

„Industriebetriebe, Händler und Dienstleister müssen im digitalen Zeitalter kräftig investieren, um leistungsfähig zu bleiben. Bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel steht die IHK den Unternehmen in kostenlosen Beratungsgesprächen mit Rat und Tat zur Seite. Die einfachen, günstigen und verlässlichen Finanzierungsmöglichkeiten der LfA sind für den Mittelstand ein wichtiger Baustein. Die Förderzahlen für Niederbayern zeigen, dass die Wirtschaft ihren Wachstumskurs mit anhaltend guter Investitionskonjunktur fortsetzt und die Weichen in Richtung Vollbeschäftigung stellt“, erläuterte IHK-Präsident Thomas Leebmann.

 

„Existenzgründer und Mittelständler unterstützt die LfA mit Bürgschaften und Haftungsfreistellungen und gleicht damit fehlende Sicherheiten bei der Kreditfinanzierung aus. Gerade in der Gründungsphase ist der schwierige Zugang zur Startfinanzierung eine der größten Hürden. Unser hier passgenaues Förderangebot kam in den vergangenen drei Jahren rund 480 niederbayerischen Jungunternehmern zu Gute, die so frische Ideen mit einem Volumen von fast 150 Millionen Euro umsetzen konnten. Das sichert Arbeitsplätze und Fachkräfte am Standort“, erklärte LfA-Chef Dr. Beierl.

 

Die LfA ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

 

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Mittelstand für Nachwuchs attraktiv

Pressemitteilung vom 28.08.2016 / KfW

 

Neun von zehn Azubis lernen in mittelständischen Unternehmen

 

Mittelstand stemmt sich gegen den Trend und hält Auszubildendenzahl konstant bei ca. 1,2 Millionen

Das Handwerk ist besonders ausbildungsaktiv

Flüchtlinge sorgen für ersten Anstieg der Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen seit 10 Jahren

Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland sinkt weiter und liegt aktuell bei 1,34 Millionen, mit 516.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde im Jahr 2015 ein Negativrekord erzielt. Die Gründe hierfür liegen in rückläufigen Schülerzahlen aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels und der gleichzeitig zunehmenden Studierneigung der jungen Generation. Für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die berufliche Ausbildung von Nachwuchs-Fachkräften jedoch überlebenswichtig. Wie eine Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt, gelingt es ihnen derzeit noch, sich gegen den Trend zu stemmen: Sie halten die Anzahl ihrer Auszubildenden seit fünf Jahren in etwa konstant bei 1,2 Millionen. Neun von zehn Nachwuchskräften hierzulande absolvieren damit ihre berufliche Ausbildung im Mittelstand.

 

„Die Ausbildungstätigkeit verlagert sich immer weiter in den Mittelstand“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dort arbeiten gut zwei Drittel der Beschäftigten bundesweit, mittlerweile aber fast 90 % der Auszubildenden. Für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2016 rechnen wir allerdings mit einem leichten Rückgang der Azubis im Mittelstand.“

 

Insgesamt bilden 13 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland aus. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Betrieb, desto seltener hat er Lehrlinge in seiner Belegschaft. Daher finden sich im Verarbeitenden Gewerbe, in dem häufiger größere Mittelständler vertreten sind als in anderen Branchen, besonders oft ausbildende Unternehmen (28 %). Allein das Handwerk durchbricht diese Größenabhängigkeit, die vielen kleinen Handwerksbetriebe in Deutschland sind weit überdurchschnittlich ausbildungsaktiv. Der Anteil ausbildender Unternehmen ist daher im Handwerk mit 24 % fast doppelt so hoch wie im restlichen Mittelstand.

 

Die hohen Zuwanderungszahlen lenken den Blick auf den so genannten „Übergangsbereich“, der durch berufsvorbereitende Maßnahmen oder nachgeholte Schulabschlüsse die Chancen junger Menschen ohne Ausbildungsplatz verbessern soll: Erstmals seit zehn Jahren weist die amtliche Statistik in 2015 einen Anstieg der Neuzugänge im Übergangsbereich aus – und zwar um 7 % ggü. dem Vorjahr auf 271.000. Schließlich benötigen viele junge Flüchtlinge eine intensive Berufsvorbereitung in Verbindung mit Sprach- und Integrationsunterricht.

 

„Die Integration von Flüchtlingen zählt aktuell zu den zentralen Herausforderungen des Berufsbildungssystems in Deutschland“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Selten gab es einen besseren Anlass, den Übergangsbereich als wichtige Brücke zwischen Schule und Ausbildung zu stärken.“

 

Die aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels ist abrufbar unter: www.kfw.de/research.

 

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Mittelstand für Nachwuchs attraktiv

Pressemitteilung vom 28.08.2016 / KfW

 

Neun von zehn Azubis lernen in mittelständischen Unternehmen

 

Mittelstand stemmt sich gegen den Trend und hält Auszubildendenzahl konstant bei ca. 1,2 Millionen

Das Handwerk ist besonders ausbildungsaktiv

Flüchtlinge sorgen für ersten Anstieg der Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen seit 10 Jahren

Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland sinkt weiter und liegt aktuell bei 1,34 Millionen, mit 516.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde im Jahr 2015 ein Negativrekord erzielt. Die Gründe hierfür liegen in rückläufigen Schülerzahlen aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels und der gleichzeitig zunehmenden Studierneigung der jungen Generation. Für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die berufliche Ausbildung von Nachwuchs-Fachkräften jedoch überlebenswichtig. Wie eine Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt, gelingt es ihnen derzeit noch, sich gegen den Trend zu stemmen: Sie halten die Anzahl ihrer Auszubildenden seit fünf Jahren in etwa konstant bei 1,2 Millionen. Neun von zehn Nachwuchskräften hierzulande absolvieren damit ihre berufliche Ausbildung im Mittelstand.

 

„Die Ausbildungstätigkeit verlagert sich immer weiter in den Mittelstand“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dort arbeiten gut zwei Drittel der Beschäftigten bundesweit, mittlerweile aber fast 90 % der Auszubildenden. Für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2016 rechnen wir allerdings mit einem leichten Rückgang der Azubis im Mittelstand.“

 

Insgesamt bilden 13 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland aus. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Betrieb, desto seltener hat er Lehrlinge in seiner Belegschaft. Daher finden sich im Verarbeitenden Gewerbe, in dem häufiger größere Mittelständler vertreten sind als in anderen Branchen, besonders oft ausbildende Unternehmen (28 %). Allein das Handwerk durchbricht diese Größenabhängigkeit, die vielen kleinen Handwerksbetriebe in Deutschland sind weit überdurchschnittlich ausbildungsaktiv. Der Anteil ausbildender Unternehmen ist daher im Handwerk mit 24 % fast doppelt so hoch wie im restlichen Mittelstand.

 

Die hohen Zuwanderungszahlen lenken den Blick auf den so genannten „Übergangsbereich“, der durch berufsvorbereitende Maßnahmen oder nachgeholte Schulabschlüsse die Chancen junger Menschen ohne Ausbildungsplatz verbessern soll: Erstmals seit zehn Jahren weist die amtliche Statistik in 2015 einen Anstieg der Neuzugänge im Übergangsbereich aus – und zwar um 7 % ggü. dem Vorjahr auf 271.000. Schließlich benötigen viele junge Flüchtlinge eine intensive Berufsvorbereitung in Verbindung mit Sprach- und Integrationsunterricht.

 

„Die Integration von Flüchtlingen zählt aktuell zu den zentralen Herausforderungen des Berufsbildungssystems in Deutschland“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Selten gab es einen besseren Anlass, den Übergangsbereich als wichtige Brücke zwischen Schule und Ausbildung zu stärken.“

 

Die aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels ist abrufbar unter: www.kfw.de/research.

 

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