Artikel wird geladen..

Klimaschutzoffensive für den Mittelstand startet
- neues Förderprogramm der KfW

Lesen Sie hierzu das Merkblatt betreffend Förderung und Tilgungszuschüssen mit bis zu 40%!
Merkblatt Bundesförderung für Energieeffizienz

 

Klimaschutzoffensive für den Mittelstand startet
- neues Förderprogramm der KfW

Lesen Sie hierzu das Merkblatt betreffend Förderung und Tilgungszuschüssen mit bis zu 40%!
Merkblatt Bundesförderung für Energieeffizienz

 

Artikel wird geladen..

Gründungsfinanzierung im Wandel: Finanzierungsmix verändert sich deutlich

Finanzierungsprobleme sind eine starke und höher werdende Gründungsbarriere, an der bereits viele bei der Gründungsplanung scheitern.
Von denjenigen, die ihr Gründungsprojekt tatsächlich umsetzen, verwenden zwei Drittel Finanzmittel.
Lesen Sie hierzu den Research Artikel

 

Gründungsfinanzierung im Wandel: Finanzierungsmix verändert sich deutlich

Finanzierungsprobleme sind eine starke und höher werdende Gründungsbarriere, an der bereits viele bei der Gründungsplanung scheitern.
Von denjenigen, die ihr Gründungsprojekt tatsächlich umsetzen, verwenden zwei Drittel Finanzmittel.
Lesen Sie hierzu den Research Artikel

 

Artikel wird geladen..

Gründerschwund in Deutschland abgebremst: 547.000 Existenzgründer im Jahr 2018
Pressemitteilung vom 16.04.2019 / KfW, KfW Research

  • Stabilisierung nach drei Jahren starken Rückgangs

  • Mehr Vollerwerbsgründungen, weniger Nebenerwerbsgründungen

  • Frauenanteil an Gründungstätigkeit klettert auf 40 %

Nach drei Jahren mit starken Rückgängen stabilisiert sich die Gründungstätigkeit in Deutschland im Jahr 2018 wieder: Mit 547.000 Personen liegt die Zahl der Existenzgründer nur knapp unter dem Vorjahresniveau (-10.000 bzw. -2 %), wie eine aktuelle Vorauswertung des KfW-Gründungsmonitors zeigt.

„Die gute Konjunkturentwicklung bringt Geschäftsgelegenheiten mit sich und wirkt sich daher positiv auf die Gründungstätigkeit aus“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Allerdings ist nach wie vor keine Trendumkehr drin. Die Zahl der Gründer nimmt nicht zu, sondern verharrt auf niedrigem Niveau.“ Der Hauptgrund dafür, dass nicht mehr Personen den Sprung in die berufliche Selbständigkeit wagen, ist die weiterhin hervorragende Lage am deutschen Arbeitsmarkt. „Potenzielle Gründer finden derzeit andere sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufliche Entscheidungen fallen daher häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus.“

Im Jahr 2018 zeigt sich die Gründungstätigkeit dabei so ausgewogen wie nie: Voll- und Nebenerwerbsgründungen liegen fast gleichauf – allerdings aufgrund gegenläufiger Entwicklungen. Die Zahl der Vollerwerbsgründer legte auf 255.000 Personen zu (+21.000). Die Zahl der Nebenerwerbsgründer fiel hingegen das fünfte Jahr in Folge auf nun 292.000 Personen (-31.000).

Einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Gründerzahl leistete 2018 die positive Entwicklung der Gründungstätigkeit von Frauen: Mit 216.000 machten sich 4 % mehr Frauen selbstständig als im Vorjahr. Nachdem der Anteil von Frauen zwei Jahre in Folge zurückgegangen war, liegt er nun wieder bei 40 %. Dagegen ging es bei der Gründungstätigkeit von Männern weiter bergab: 331.000 Männer haben sich selbständig gemacht, das sind 5 % weniger als im Jahr davor.

Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/Download-Center/Konzernthemen-(D)/Research/Volkswirtschaft-Kompakt

Der vollständige Bericht mit allen Ergebnissen zum Gründungsgeschehen im Jahr 2018 wird im Frühsommer vorliegen.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Gründungsvorhaben. Sprechen Sie uns an!

Gründerschwund in Deutschland abgebremst: 547.000 Existenzgründer im Jahr 2018
Pressemitteilung vom 16.04.2019 / KfW, KfW Research

  • Stabilisierung nach drei Jahren starken Rückgangs

  • Mehr Vollerwerbsgründungen, weniger Nebenerwerbsgründungen

  • Frauenanteil an Gründungstätigkeit klettert auf 40 %

Nach drei Jahren mit starken Rückgängen stabilisiert sich die Gründungstätigkeit in Deutschland im Jahr 2018 wieder: Mit 547.000 Personen liegt die Zahl der Existenzgründer nur knapp unter dem Vorjahresniveau (-10.000 bzw. -2 %), wie eine aktuelle Vorauswertung des KfW-Gründungsmonitors zeigt.

„Die gute Konjunkturentwicklung bringt Geschäftsgelegenheiten mit sich und wirkt sich daher positiv auf die Gründungstätigkeit aus“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Allerdings ist nach wie vor keine Trendumkehr drin. Die Zahl der Gründer nimmt nicht zu, sondern verharrt auf niedrigem Niveau.“ Der Hauptgrund dafür, dass nicht mehr Personen den Sprung in die berufliche Selbständigkeit wagen, ist die weiterhin hervorragende Lage am deutschen Arbeitsmarkt. „Potenzielle Gründer finden derzeit andere sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufliche Entscheidungen fallen daher häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus.“

Im Jahr 2018 zeigt sich die Gründungstätigkeit dabei so ausgewogen wie nie: Voll- und Nebenerwerbsgründungen liegen fast gleichauf – allerdings aufgrund gegenläufiger Entwicklungen. Die Zahl der Vollerwerbsgründer legte auf 255.000 Personen zu (+21.000). Die Zahl der Nebenerwerbsgründer fiel hingegen das fünfte Jahr in Folge auf nun 292.000 Personen (-31.000).

Einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Gründerzahl leistete 2018 die positive Entwicklung der Gründungstätigkeit von Frauen: Mit 216.000 machten sich 4 % mehr Frauen selbstständig als im Vorjahr. Nachdem der Anteil von Frauen zwei Jahre in Folge zurückgegangen war, liegt er nun wieder bei 40 %. Dagegen ging es bei der Gründungstätigkeit von Männern weiter bergab: 331.000 Männer haben sich selbständig gemacht, das sind 5 % weniger als im Jahr davor.

Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/Download-Center/Konzernthemen-(D)/Research/Volkswirtschaft-Kompakt

Der vollständige Bericht mit allen Ergebnissen zum Gründungsgeschehen im Jahr 2018 wird im Frühsommer vorliegen.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Gründungsvorhaben. Sprechen Sie uns an!

Artikel wird geladen..

Generationswechsel im Mittelstand: Die Hälfte aller Inhaber schätzt Kaufpreis ihres Unternehmens auf maximal 175.000 EUR
Pressemitteilung vom 02.05.2019 / KfW, KfW Research

  • KfW Research legt erstmalig Analyse zu geschätzten Verkaufspreisen kleiner und mittlerer Unternehmen vor

  • Spannbreite der angesetzten Unternehmenswerte ist groß und stark von Unternehmensgröße und Branche beeinflusst

  • Inhaber mit Nachfolgeplanungen setzen im Durchschnitt etwa 90 % des Jahresumsatzes als Kaufpreis an

  • Keine Anzeichen für systematische Überschätzung des Unternehmenswertes

Der anstehende Generationswechsel in Hunderttausenden Unternehmen ist und bleibt ein präsentes Thema im deutschen Mittelstand. Allein bis Ende 2020 planen die Inhaber von 227.000 kleinen und mittleren Unternehmen eine Nachfolgeregelung. Eine der schwierigsten Hürden für das Gelingen einer Unternehmensnachfolge ist dabei das Finden eines für Verkäufer und Käufer gleichermaßen akzeptablen Kaufpreises. KfW Research hat nun erstmalig repräsentativ auf Basis des KfW-Mittelstandspanels ermittelt, wie die Preiserwartungen von Unternehmern, die ihre Firma binnen fünf Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, aussehen.
Der durchschnittliche geschätzte Kaufpreis eines Unternehmens liegt im Jahr 2018 bei 351.000 EUR, wenn die Unternehmensnachfolge innerhalb der kommenden fünf Jahre vollzogen werden soll. Die überwiegende Anzahl der Firmen im deutschen Mittelstand ist allerdings sehr klein, 8 von 10 Mittelständlern sind Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten. Demzufolge erwartet die Hälfte aller Mittelständler einen Kaufpreis von maximal 175.000 EUR. Jeder fünfte Inhaber beurteilt den Wert des Unternehmens sogar mit maximal 50.000 EUR. Die geschätzten Kaufpreise sind im Jahresvergleich weitgehend stabil. Die Durchschnittsbewertung der Kaufpreise ist von 2017 auf 2018 um lediglich 2% gestiegen.

Im Durchschnitt über alle Nachfolgeplaner zeigt sich: Die Werteinschätzung der Inhaber entspricht knapp dem einfachen Jahresumsatz des zur Übergabe anstehenden Unternehmens. Die Nachfolgeplaner setzen im Durchschnitt etwa 90% des Umsatzes als Kaufpreis an. „Die deutschen Mittelständler schätzen den Wert ihrer Unternehmen realistisch ein, es gibt kaum Anzeichen für eine systematische Überbewertung“, sagt Dr. Michael Schwartz, Mittelstandsexperte bei KfW Research. „Häufig wird vermutet, dass Alteigentümer Emotionen und die Anstrengungen des Unternehmensaufbaus mit einpreisen. Diese sogenannte ‘Herzblutrendite‘ lässt sich in der Breite aber nicht nachweisen.“

Ein Blick über diese aggregierten Angaben hinweg zeigt eine große Spannbreite der angesetzten Kaufpreise, je nach Unternehmensgröße und Branche. Kleinstunternehmen weisen unterdurchschnittliche Kaufpreise auf. 43% der Inhaber in diesem Segment beziffern den derzeitigen Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich für Mittelständler der größten Größenklasse (50 und mehr Beschäftigte). 81% von ihnen setzen den Kaufpreis aktuell mit mindestens 1 Mio. EUR an. Das ist nachvollziehbar, da in der Regel mit der Unternehmensgröße die Vermögenswerte eines Unternehmens ansteigen (Immobilien, Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielle Vermögenswerte, etc.).

In der Branchensicht sticht das FuE-intensive Verarbeitende Gewerbe hervor. Auch dort sind die Kaufpreise deutlich in Richtung der höheren Klassen verschoben, ein Drittel der Unternehmer erwartet sich Kaufpreise von 1 Mio. EUR oder mehr. Dagegen sind die Preise für Unternehmen des Baugewerbes im Durchschnitt am niedrigsten angesetzt, fast die Hälfte der Inhaber dieser Firmen bewertet den Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Dies liegt vor allem an der im Vergleich geringen Unternehmensgröße und damit niedrigeren Vermögenswerten.

Hinweis:

Die aktuelle Studie von KfW Research mit dem Titel „Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand“ ist abrufbar unter www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Im Rahmen des Förderprogramms Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern unterstützen wir Sie fachkundig. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Generationswechsel im Mittelstand: Die Hälfte aller Inhaber schätzt Kaufpreis ihres Unternehmens auf maximal 175.000 EUR
Pressemitteilung vom 02.05.2019 / KfW, KfW Research

  • KfW Research legt erstmalig Analyse zu geschätzten Verkaufspreisen kleiner und mittlerer Unternehmen vor

  • Spannbreite der angesetzten Unternehmenswerte ist groß und stark von Unternehmensgröße und Branche beeinflusst

  • Inhaber mit Nachfolgeplanungen setzen im Durchschnitt etwa 90 % des Jahresumsatzes als Kaufpreis an

  • Keine Anzeichen für systematische Überschätzung des Unternehmenswertes

Der anstehende Generationswechsel in Hunderttausenden Unternehmen ist und bleibt ein präsentes Thema im deutschen Mittelstand. Allein bis Ende 2020 planen die Inhaber von 227.000 kleinen und mittleren Unternehmen eine Nachfolgeregelung. Eine der schwierigsten Hürden für das Gelingen einer Unternehmensnachfolge ist dabei das Finden eines für Verkäufer und Käufer gleichermaßen akzeptablen Kaufpreises. KfW Research hat nun erstmalig repräsentativ auf Basis des KfW-Mittelstandspanels ermittelt, wie die Preiserwartungen von Unternehmern, die ihre Firma binnen fünf Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, aussehen.
Der durchschnittliche geschätzte Kaufpreis eines Unternehmens liegt im Jahr 2018 bei 351.000 EUR, wenn die Unternehmensnachfolge innerhalb der kommenden fünf Jahre vollzogen werden soll. Die überwiegende Anzahl der Firmen im deutschen Mittelstand ist allerdings sehr klein, 8 von 10 Mittelständlern sind Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten. Demzufolge erwartet die Hälfte aller Mittelständler einen Kaufpreis von maximal 175.000 EUR. Jeder fünfte Inhaber beurteilt den Wert des Unternehmens sogar mit maximal 50.000 EUR. Die geschätzten Kaufpreise sind im Jahresvergleich weitgehend stabil. Die Durchschnittsbewertung der Kaufpreise ist von 2017 auf 2018 um lediglich 2% gestiegen.

Im Durchschnitt über alle Nachfolgeplaner zeigt sich: Die Werteinschätzung der Inhaber entspricht knapp dem einfachen Jahresumsatz des zur Übergabe anstehenden Unternehmens. Die Nachfolgeplaner setzen im Durchschnitt etwa 90% des Umsatzes als Kaufpreis an. „Die deutschen Mittelständler schätzen den Wert ihrer Unternehmen realistisch ein, es gibt kaum Anzeichen für eine systematische Überbewertung“, sagt Dr. Michael Schwartz, Mittelstandsexperte bei KfW Research. „Häufig wird vermutet, dass Alteigentümer Emotionen und die Anstrengungen des Unternehmensaufbaus mit einpreisen. Diese sogenannte ‘Herzblutrendite‘ lässt sich in der Breite aber nicht nachweisen.“

Ein Blick über diese aggregierten Angaben hinweg zeigt eine große Spannbreite der angesetzten Kaufpreise, je nach Unternehmensgröße und Branche. Kleinstunternehmen weisen unterdurchschnittliche Kaufpreise auf. 43% der Inhaber in diesem Segment beziffern den derzeitigen Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich für Mittelständler der größten Größenklasse (50 und mehr Beschäftigte). 81% von ihnen setzen den Kaufpreis aktuell mit mindestens 1 Mio. EUR an. Das ist nachvollziehbar, da in der Regel mit der Unternehmensgröße die Vermögenswerte eines Unternehmens ansteigen (Immobilien, Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielle Vermögenswerte, etc.).

In der Branchensicht sticht das FuE-intensive Verarbeitende Gewerbe hervor. Auch dort sind die Kaufpreise deutlich in Richtung der höheren Klassen verschoben, ein Drittel der Unternehmer erwartet sich Kaufpreise von 1 Mio. EUR oder mehr. Dagegen sind die Preise für Unternehmen des Baugewerbes im Durchschnitt am niedrigsten angesetzt, fast die Hälfte der Inhaber dieser Firmen bewertet den Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Dies liegt vor allem an der im Vergleich geringen Unternehmensgröße und damit niedrigeren Vermögenswerten.

Hinweis:

Die aktuelle Studie von KfW Research mit dem Titel „Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand“ ist abrufbar unter www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Im Rahmen des Förderprogramms Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern unterstützen wir Sie fachkundig. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Artikel wird geladen..

227.000 Mittelständische Unternehmen suchen bis Ende 2020 einen Nachfolger
Pressemitteilung vom 04.02.2019 / KfW, KfW Research

  • Bewusstsein für Nachfolgeplanung im Mittelstand wächst
  • Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt
  • Externe Käufer gewinnen an Bedeutung
  • Sinkende Gründerzahl weiter zentraler Engpass bei Generationswechsel


Der bevorstehende Generationenwechsel bleibt ein Dauerthema in den Führungsetagen des deutschen Mittelstands: Allein bis Ende 2020 suchen 227.000 deutsche Mittelständler einen Nachfolger für ihr Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Chefs, die ihre Firma binnen zwei Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, weiter auf hohem Niveau, wie eine aktuelle Analyse von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt (Vorjahresuntersuchung: 236.000). Erfreulicherweise wächst parallel das Bewusstsein der Unternehmenslenker, sich den Herausforderungen des bevorstehenden Generationenwechsels frühzeitig zu stellen. Noch nie haben sich mehr von ihnen mit den möglichen Optionen bei einem altersbedingten Rückzug aus der Firma beschäftigt (59% ggü. 55%). Auch die Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt: Fast zwei Drittel der Mittelständler, die bis 2020 eine Übergabe anstreben, haben die Nachfolge entweder bereits unter Dach und Fach gebracht oder führen konkrete Verhandlungen mit dem Nachfolger. Damit ist für etwa 141.000 kleine und mittlere Unternehmen absehbar, wer die Firma nach dem Rückzug des aktuellen Inhabers weiterführen wird (Vorjahr: 137.000).

„Dass das Nachfolgemanagement auf der Agenda der aktuellen Inhabergeneration ein ordentliches Stück nach vorne gerückt ist, freut mich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Derzeit sind etwa vier von zehn Chefs mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre. Für sie stelle sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit nach dem Fortbestand des Unternehmens. „Wenn man das wirtschaftliche Gewicht dieser Unternehmen beleuchtet, wird klar, dass vom Gelingen des Generationenwechsels viel abhängt. Allein die bis 2020 zur Übergabe anstehenden 227.000 Mittelständler sind Arbeitgeber für fast 2 Millionen Erwerbstätige und 76.000 Auszubildende. Sie investieren mit 9,3 Mrd. EUR etwa 2,4% aller Unternehmensinvestitionen hierzulande und zeichnen mit 283 Mrd. EUR für 6% der Gesamtumsätze des Mittelstands eines Jahres verantwortlich.“

Wenn auch der Anteil der Mittelständler mit binnen zwei Jahren vorgesehener Unternehmensübergabe, die sich bislang auf die Nachfolgefrage nicht oder kaum vorbereiten, deutlich gesunken ist (-10%-Punkte auf 16%), so wird nach wie vor für eine nicht unerhebliche Zahl an Firmen die Zeit knapp: 36.000 Inhaber sind bisher nicht in den Prozess eingestiegen oder haben lediglich Informationen gesammelt. Eine geordnete Übergabe erfordert in der Regel mehrere Jahre Planung, erst recht, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stammt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Unternehmenslenker nicht an ihren bisherigen Ruhestands- und Übergabeplänen werden festhalten können, ist groß.

Gab es in den Vorjahresuntersuchungen stets eine Präferenz für familieninterne Nachfolgelösungen, so liegen diese nun mit einem Anteil von 45% genau gleichauf mit dem Verkauf des Unternehmens an einen externen Käufer (z.B. Existenzgründer, Finanzinvestor, anderes Unternehmen). Hierfür können veränderte berufliche Vorstellungen der Kinder eine Rolle spielen oder auch die Tatsache, dass häufiger als in früheren Unternehmergenerationen ggf. gar keine Kinder vorhanden sind. Im Vergleich zur Lösung innerhalb der Familie bringt die externe Nachfolgesuche jedoch einige Herausforderungen mit sich: Das Zusammenfinden von Verkäufer und Nachfolger ist schwieriger und mit höheren Transaktionskosten verbunden. Nachfolgebörsen wie etwa die Online-Börse www.nexxt-change.org können hier eine hilfreiche Anlaufstelle sein.

„Zentraler Enpassfaktor für das Finden externer Nachfolger ist die dünn besetzte nachrückende Unternehmergeneration. Die Gründerzahlen sinken seit Jahren aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt. 2017 machten sich nur noch 557.000 Menschen selbständig. Insbesondere die übernahmewilligen Gründer werden seltener, ihre Zahl lag zuletzt bei 57.500 im Jahr“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Das sind deutlich zu wenige, um den in den nächsten Jahren hohen Bedarf an Unternehmensnachfolgern zu decken. Unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln einer- und die Attraktivität des Unternehmertums weiter zu steigern andererseits sind daher eine zentrale Aufgaben einer zukunftsorientierten Bildungs- und Wirtschaftspolitik.“

Neben dem Wunsch einer geregelten Unternehmensnachfolge sind geplante Geschäftsaufgaben der zweite große Block bei der Zukunftsbetrachtung von Unternehmen. Denn nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken plant tatsächlich die Fortführung seines Unternehmens. Aktuell ist für 16 % aller Inhaber eine Stilllegung der einzig denkbare Weg. Besonders Inhaber von Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern ziehen diese Variante häufig in Betracht (41%), für große Mittelständler ist eine Stilllegung nahezu keine Option (2 %). Auch im Verarbeitenden Gewerbe spielen Stilllegungsgedanken eine merklich unterdurchschnittliche Rolle – wohingegen bei kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Baugewerbe nahezu die Hälfte der Inhaber eine Geschäftsaufgabe in der Zukunft vorsieht.

Die vollständige Analyse von KfW Research zur Unternehmensnachfolge im Mittelstand finden Sie unter:
www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Auch im Rahmen des Förderprogramms Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern unterstützen wir Sie fachkundig. Sprechen Sie uns gerne an!

227.000 Mittelständische Unternehmen suchen bis Ende 2020 einen Nachfolger
Pressemitteilung vom 04.02.2019 / KfW, KfW Research

  • Bewusstsein für Nachfolgeplanung im Mittelstand wächst
  • Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt
  • Externe Käufer gewinnen an Bedeutung
  • Sinkende Gründerzahl weiter zentraler Engpass bei Generationswechsel


Der bevorstehende Generationenwechsel bleibt ein Dauerthema in den Führungsetagen des deutschen Mittelstands: Allein bis Ende 2020 suchen 227.000 deutsche Mittelständler einen Nachfolger für ihr Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Chefs, die ihre Firma binnen zwei Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, weiter auf hohem Niveau, wie eine aktuelle Analyse von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt (Vorjahresuntersuchung: 236.000). Erfreulicherweise wächst parallel das Bewusstsein der Unternehmenslenker, sich den Herausforderungen des bevorstehenden Generationenwechsels frühzeitig zu stellen. Noch nie haben sich mehr von ihnen mit den möglichen Optionen bei einem altersbedingten Rückzug aus der Firma beschäftigt (59% ggü. 55%). Auch die Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt: Fast zwei Drittel der Mittelständler, die bis 2020 eine Übergabe anstreben, haben die Nachfolge entweder bereits unter Dach und Fach gebracht oder führen konkrete Verhandlungen mit dem Nachfolger. Damit ist für etwa 141.000 kleine und mittlere Unternehmen absehbar, wer die Firma nach dem Rückzug des aktuellen Inhabers weiterführen wird (Vorjahr: 137.000).

„Dass das Nachfolgemanagement auf der Agenda der aktuellen Inhabergeneration ein ordentliches Stück nach vorne gerückt ist, freut mich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Derzeit sind etwa vier von zehn Chefs mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre. Für sie stelle sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit nach dem Fortbestand des Unternehmens. „Wenn man das wirtschaftliche Gewicht dieser Unternehmen beleuchtet, wird klar, dass vom Gelingen des Generationenwechsels viel abhängt. Allein die bis 2020 zur Übergabe anstehenden 227.000 Mittelständler sind Arbeitgeber für fast 2 Millionen Erwerbstätige und 76.000 Auszubildende. Sie investieren mit 9,3 Mrd. EUR etwa 2,4% aller Unternehmensinvestitionen hierzulande und zeichnen mit 283 Mrd. EUR für 6% der Gesamtumsätze des Mittelstands eines Jahres verantwortlich.“

Wenn auch der Anteil der Mittelständler mit binnen zwei Jahren vorgesehener Unternehmensübergabe, die sich bislang auf die Nachfolgefrage nicht oder kaum vorbereiten, deutlich gesunken ist (-10%-Punkte auf 16%), so wird nach wie vor für eine nicht unerhebliche Zahl an Firmen die Zeit knapp: 36.000 Inhaber sind bisher nicht in den Prozess eingestiegen oder haben lediglich Informationen gesammelt. Eine geordnete Übergabe erfordert in der Regel mehrere Jahre Planung, erst recht, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stammt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Unternehmenslenker nicht an ihren bisherigen Ruhestands- und Übergabeplänen werden festhalten können, ist groß.

Gab es in den Vorjahresuntersuchungen stets eine Präferenz für familieninterne Nachfolgelösungen, so liegen diese nun mit einem Anteil von 45% genau gleichauf mit dem Verkauf des Unternehmens an einen externen Käufer (z.B. Existenzgründer, Finanzinvestor, anderes Unternehmen). Hierfür können veränderte berufliche Vorstellungen der Kinder eine Rolle spielen oder auch die Tatsache, dass häufiger als in früheren Unternehmergenerationen ggf. gar keine Kinder vorhanden sind. Im Vergleich zur Lösung innerhalb der Familie bringt die externe Nachfolgesuche jedoch einige Herausforderungen mit sich: Das Zusammenfinden von Verkäufer und Nachfolger ist schwieriger und mit höheren Transaktionskosten verbunden. Nachfolgebörsen wie etwa die Online-Börse www.nexxt-change.org können hier eine hilfreiche Anlaufstelle sein.

„Zentraler Enpassfaktor für das Finden externer Nachfolger ist die dünn besetzte nachrückende Unternehmergeneration. Die Gründerzahlen sinken seit Jahren aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt. 2017 machten sich nur noch 557.000 Menschen selbständig. Insbesondere die übernahmewilligen Gründer werden seltener, ihre Zahl lag zuletzt bei 57.500 im Jahr“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Das sind deutlich zu wenige, um den in den nächsten Jahren hohen Bedarf an Unternehmensnachfolgern zu decken. Unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln einer- und die Attraktivität des Unternehmertums weiter zu steigern andererseits sind daher eine zentrale Aufgaben einer zukunftsorientierten Bildungs- und Wirtschaftspolitik.“

Neben dem Wunsch einer geregelten Unternehmensnachfolge sind geplante Geschäftsaufgaben der zweite große Block bei der Zukunftsbetrachtung von Unternehmen. Denn nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken plant tatsächlich die Fortführung seines Unternehmens. Aktuell ist für 16 % aller Inhaber eine Stilllegung der einzig denkbare Weg. Besonders Inhaber von Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern ziehen diese Variante häufig in Betracht (41%), für große Mittelständler ist eine Stilllegung nahezu keine Option (2 %). Auch im Verarbeitenden Gewerbe spielen Stilllegungsgedanken eine merklich unterdurchschnittliche Rolle – wohingegen bei kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Baugewerbe nahezu die Hälfte der Inhaber eine Geschäftsaufgabe in der Zukunft vorsieht.

Die vollständige Analyse von KfW Research zur Unternehmensnachfolge im Mittelstand finden Sie unter:
www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Auch im Rahmen des Förderprogramms Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern unterstützen wir Sie fachkundig. Sprechen Sie uns gerne an!

Artikel wird geladen..

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Pessimismus springt auf Mittelstand über
Pressemitteilung vom 06.02.2019 / KfW, KfW Research

  • Einbrechende Erwartungen ziehen mittelständisches Geschäftsklima nach unten, Lageurteile weiter gut
  • Massive Stimmungsverschlechterung in Großunternehmen
  • Konjunktur startet schwach in das neue Jahr


Der deutsche Mittelstand sorgt sich zunehmend um die konjunkturelle Entwicklung: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen gibt im Januar um deutliche 3,0 Zähler auf 8,3 Saldenpunkte nach, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Ursächlich für den Rückgang ist ausschließlich der erheblich trübere Blick der Mittelständler auf das vorausliegende Halbjahr: Ihre Geschäftserwartungen fallen um kräftige 5,5 Zähler und rutschen mit nun
-6,9 Saldenpunkten tiefer unter die Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht. Mit der aktuellen Geschäftslage hingegen sind die kleinen und mittleren Unternehmen weiter überaus zufrieden. Ihr Lageindikator hält sich unverändert bei ausgezeichneten 25,1 Saldenpunkten und damit auf dem bereits vor rund anderthalb Jahren erklommenen Hochplateau.

Noch ausgeprägter sind die Konjunktursorgen zurzeit allerdings in den Großunternehmen, wo die Stimmung zu Jahresbeginn regelrecht kollabiert: Ihr Geschäftsklima verliert 5,6 Zähler auf nun nur noch 0,6 Saldenpunkte – die aktuelle Stimmung ist also kaum noch besser als im langfristigen Durchschnitt. Die Geschäftslageurteile der großen Firmen verschlechtern sich dabei vergleichsweise moderat um 2,7 Zähler auf 12,3 Saldenpunkte. Ihre Erwartungen jedoch stürzen mit -8,0 Zählern auf jetzt -10,1 Saldenpunkte geradezu ab.

Die maßgeblichen Konjunktursorgen kommen – auch das zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer sehr klar – aus dem internationalen Umfeld. Die zunehmende Sorge um einen „no-deal Brexit“ nach der unerwartet deutlichen Ablehnung des mühsam mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrags durch das britische Parlament ist dabei bei weitem nicht der einzige, zurzeit aber wohl der prominenteste Faktor. Großbritannien ist das Ziel von gut sechs Prozent der deutschen Exporte und damit Deutschlands fünftwichtigster ausländischer Markt. Doch auch die konjunkturellen Aussichten in China und den USA sind zunehmend unsicher und die Spannungen in den globalen Handelsbeziehungen nicht vom Tisch. Der Pessimismus, der die großen exportorientierten Unternehmen schon länger prägt, springt nun auf die Mittelständler über.

Im Januar zeigt das lange durchweg positive Branchenbild mit überdurchschnittlichen Geschäftsklimaresultaten in allen Hauptwirtschaftsbereichen und Größenklassen folglich erhebliche Kratzer. Besonders deutlich sind die Rückgänge beim Verarbeitenden Gewerbe und Großhandel, die beide stark in die globale Wirtschaft integriert sind und internationale Belastungen deshalb besonders intensiv spüren. Bei den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes
(-5,3 Zähler auf -3,1 Saldenpunkte) und des Großhandels (-13,6 Zähler auf -7,2 Saldenpunkte) fällt das Geschäftsklima klar in den negativen Bereich. Aber auch die Mittelständler dieser beiden Wirtschaftssegmente melden deutliche Rückgänge des Geschäftsklimas (Verarbeitendes Gewerbe: -4,4 auf 2,3 Saldenpunkte; Großhandel: -5,0 auf
2,0 Saldenpunkte). Zudem verfestigt sich die negative Stimmungstendenz bei den großen Einzelhändlern, unter denen sich vergleichsweise viele Autohändler befinden - ein Indiz, dass die Folgeprobleme der Einführung des neuen Abgasteststandards WLTP zum 1. September vergangenen Jahres doch zäher sein könnten als ursprünglich gedacht. Der Rückgang des Geschäftsklimas bei den Baufirmen beider Größenklassen hingegen dürfte in der außergewöhnlich kalten Winterwitterung begründet und vorübergehend sein.

„Die Januar-Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers sind ein deutliches Warnsignal. Positiv stechen einzig die stabil guten Geschäftslageurteile des Mittelstands hervor“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Die mehrheitlich stark auf den heimischen Markt ausgerichteten kleinen und mittleren Unternehmen profitierten dabei von der wachsenden Beschäftigung, steigenden Reallöhnen, niedrigen Zinsen und einer expansiven Fiskalpolitik. „Diese weiterhin sehr soliden Rahmenbedingungen für die Binnennachfrage sollten verhindern, dass das deutsche Wachstum 2019 vollständig zum Stillstand kommt. Allerdings schaltet die Konjunktur zwei Gänge zurück, das deutsche Realwachstum dürfte sich im Gesamtjahr 2019 in der Nähe der Ein-Prozent-Marke bewegen“, so Zeuner.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Pessimismus springt auf Mittelstand über
Pressemitteilung vom 06.02.2019 / KfW, KfW Research

  • Einbrechende Erwartungen ziehen mittelständisches Geschäftsklima nach unten, Lageurteile weiter gut
  • Massive Stimmungsverschlechterung in Großunternehmen
  • Konjunktur startet schwach in das neue Jahr


Der deutsche Mittelstand sorgt sich zunehmend um die konjunkturelle Entwicklung: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen gibt im Januar um deutliche 3,0 Zähler auf 8,3 Saldenpunkte nach, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Ursächlich für den Rückgang ist ausschließlich der erheblich trübere Blick der Mittelständler auf das vorausliegende Halbjahr: Ihre Geschäftserwartungen fallen um kräftige 5,5 Zähler und rutschen mit nun
-6,9 Saldenpunkten tiefer unter die Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht. Mit der aktuellen Geschäftslage hingegen sind die kleinen und mittleren Unternehmen weiter überaus zufrieden. Ihr Lageindikator hält sich unverändert bei ausgezeichneten 25,1 Saldenpunkten und damit auf dem bereits vor rund anderthalb Jahren erklommenen Hochplateau.

Noch ausgeprägter sind die Konjunktursorgen zurzeit allerdings in den Großunternehmen, wo die Stimmung zu Jahresbeginn regelrecht kollabiert: Ihr Geschäftsklima verliert 5,6 Zähler auf nun nur noch 0,6 Saldenpunkte – die aktuelle Stimmung ist also kaum noch besser als im langfristigen Durchschnitt. Die Geschäftslageurteile der großen Firmen verschlechtern sich dabei vergleichsweise moderat um 2,7 Zähler auf 12,3 Saldenpunkte. Ihre Erwartungen jedoch stürzen mit -8,0 Zählern auf jetzt -10,1 Saldenpunkte geradezu ab.

Die maßgeblichen Konjunktursorgen kommen – auch das zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer sehr klar – aus dem internationalen Umfeld. Die zunehmende Sorge um einen „no-deal Brexit“ nach der unerwartet deutlichen Ablehnung des mühsam mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrags durch das britische Parlament ist dabei bei weitem nicht der einzige, zurzeit aber wohl der prominenteste Faktor. Großbritannien ist das Ziel von gut sechs Prozent der deutschen Exporte und damit Deutschlands fünftwichtigster ausländischer Markt. Doch auch die konjunkturellen Aussichten in China und den USA sind zunehmend unsicher und die Spannungen in den globalen Handelsbeziehungen nicht vom Tisch. Der Pessimismus, der die großen exportorientierten Unternehmen schon länger prägt, springt nun auf die Mittelständler über.

Im Januar zeigt das lange durchweg positive Branchenbild mit überdurchschnittlichen Geschäftsklimaresultaten in allen Hauptwirtschaftsbereichen und Größenklassen folglich erhebliche Kratzer. Besonders deutlich sind die Rückgänge beim Verarbeitenden Gewerbe und Großhandel, die beide stark in die globale Wirtschaft integriert sind und internationale Belastungen deshalb besonders intensiv spüren. Bei den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes
(-5,3 Zähler auf -3,1 Saldenpunkte) und des Großhandels (-13,6 Zähler auf -7,2 Saldenpunkte) fällt das Geschäftsklima klar in den negativen Bereich. Aber auch die Mittelständler dieser beiden Wirtschaftssegmente melden deutliche Rückgänge des Geschäftsklimas (Verarbeitendes Gewerbe: -4,4 auf 2,3 Saldenpunkte; Großhandel: -5,0 auf
2,0 Saldenpunkte). Zudem verfestigt sich die negative Stimmungstendenz bei den großen Einzelhändlern, unter denen sich vergleichsweise viele Autohändler befinden - ein Indiz, dass die Folgeprobleme der Einführung des neuen Abgasteststandards WLTP zum 1. September vergangenen Jahres doch zäher sein könnten als ursprünglich gedacht. Der Rückgang des Geschäftsklimas bei den Baufirmen beider Größenklassen hingegen dürfte in der außergewöhnlich kalten Winterwitterung begründet und vorübergehend sein.

„Die Januar-Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers sind ein deutliches Warnsignal. Positiv stechen einzig die stabil guten Geschäftslageurteile des Mittelstands hervor“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Die mehrheitlich stark auf den heimischen Markt ausgerichteten kleinen und mittleren Unternehmen profitierten dabei von der wachsenden Beschäftigung, steigenden Reallöhnen, niedrigen Zinsen und einer expansiven Fiskalpolitik. „Diese weiterhin sehr soliden Rahmenbedingungen für die Binnennachfrage sollten verhindern, dass das deutsche Wachstum 2019 vollständig zum Stillstand kommt. Allerdings schaltet die Konjunktur zwei Gänge zurück, das deutsche Realwachstum dürfte sich im Gesamtjahr 2019 in der Nähe der Ein-Prozent-Marke bewegen“, so Zeuner.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Artikel wird geladen..

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Geschäftsklima im Mittelstand trotzt Handelskonflikt
Pressemitteilung vom 06.07.2018 / KfW, KfW Research

  • Geschäftsklima im Mittelstand gibt im Juni nur leicht nach
  • Großunternehmen blicken mit Sorge auf politische Krisen
  • Branchenvergleich mit wenigen Ausreißern nach oben

Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt im Juni nahezu unverändert. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Damit zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen von der letzten Verschärfung im Handelskonflikt mit den USA bislang unbeeindruckt. Die Geschäftserwartungen steigen um 0,2 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler mit 25,7 Saldenpunkten trotz eines erneuten Rückgangs um -1,0 Zähler noch immer als ausgezeichnet. Ganz anders ist die Stimmung unter den Großunternehmen: Das Geschäftsklima bei ihnen lässt im Juni deutlich um -3,0 Zähler auf 10,3 Saldenpunkte nach. Die Bewertung der Geschäftslage verbucht einen Rückgang um -2,6 Zähler auf 24,1 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen sind mit nunmehr -2,2 Saldenpunkten gar unterdurchschnittlich.

„Die Einschätzungen des deutschen Mittelstands und der Großunternehmen divergieren zunehmend. Die Großunternehmen beobachten die politischen Auseinandersetzungen mit den USA zu Recht mit wachsender Sorge. Für sie rücken strategische Entscheidungen etwa über den Produktionsstandort oder den Umbau von Wertschöpfungsketten immer näher. Darin liegt die eigentliche Gefahr des Handelsstreits“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Mittelständler sehen dagegen vorerst noch die gute Binnenkonjunktur“, stellt Zeuner fest und ergänzt: „Ein Verschlechterung der Stimmung in den nächsten Monaten wäre für mich keine Überraschung angesichts der vielen politischen Herausforderungen für Deutschland und die europäische Gemeinschaft.“ Schließlich habe auch der Konflikt um die Asylpolitik innerhalb der Bundesregierung zum Umfragezeitpunkt noch keine Rolle gespielt.

Im Branchenvergleich setzt sich die hervorragende Stimmung großer Bauunternehmen fort. Das Klima im mittelständischen Baugewerbe lässt etwas nach. Umgekehrt verhält es sich bei den Dienstleistern. Hier entwickelt sich das Klima unter den Mittelständlern positiv. Die Großunternehmen des Dienstleistungssektors melden eine deutliche Stimmungseintrübung. Die stets schwankungsanfälligen Großunternehmen im Einzel- und Großhandel verzeichnen durchschnittliche negative Veränderungen. Im Verarbeitenden Gewerbe kommt es bei großen und mittelständischen Unternehmen zu einer leichten Verschlechterung des Geschäftsklimas.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Geschäftsklima im Mittelstand trotzt Handelskonflikt
Pressemitteilung vom 06.07.2018 / KfW, KfW Research

  • Geschäftsklima im Mittelstand gibt im Juni nur leicht nach
  • Großunternehmen blicken mit Sorge auf politische Krisen
  • Branchenvergleich mit wenigen Ausreißern nach oben

Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt im Juni nahezu unverändert. Das Geschäftsklima geht um -0,3 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zurück. Damit zeigen sich die kleinen und mittleren Unternehmen von der letzten Verschärfung im Handelskonflikt mit den USA bislang unbeeindruckt. Die Geschäftserwartungen steigen um 0,2 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die deutschen Mittelständler mit 25,7 Saldenpunkten trotz eines erneuten Rückgangs um -1,0 Zähler noch immer als ausgezeichnet. Ganz anders ist die Stimmung unter den Großunternehmen: Das Geschäftsklima bei ihnen lässt im Juni deutlich um -3,0 Zähler auf 10,3 Saldenpunkte nach. Die Bewertung der Geschäftslage verbucht einen Rückgang um -2,6 Zähler auf 24,1 Saldenpunkte. Die Geschäftserwartungen sind mit nunmehr -2,2 Saldenpunkten gar unterdurchschnittlich.

„Die Einschätzungen des deutschen Mittelstands und der Großunternehmen divergieren zunehmend. Die Großunternehmen beobachten die politischen Auseinandersetzungen mit den USA zu Recht mit wachsender Sorge. Für sie rücken strategische Entscheidungen etwa über den Produktionsstandort oder den Umbau von Wertschöpfungsketten immer näher. Darin liegt die eigentliche Gefahr des Handelsstreits“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Mittelständler sehen dagegen vorerst noch die gute Binnenkonjunktur“, stellt Zeuner fest und ergänzt: „Ein Verschlechterung der Stimmung in den nächsten Monaten wäre für mich keine Überraschung angesichts der vielen politischen Herausforderungen für Deutschland und die europäische Gemeinschaft.“ Schließlich habe auch der Konflikt um die Asylpolitik innerhalb der Bundesregierung zum Umfragezeitpunkt noch keine Rolle gespielt.

Im Branchenvergleich setzt sich die hervorragende Stimmung großer Bauunternehmen fort. Das Klima im mittelständischen Baugewerbe lässt etwas nach. Umgekehrt verhält es sich bei den Dienstleistern. Hier entwickelt sich das Klima unter den Mittelständlern positiv. Die Großunternehmen des Dienstleistungssektors melden eine deutliche Stimmungseintrübung. Die stets schwankungsanfälligen Großunternehmen im Einzel- und Großhandel verzeichnen durchschnittliche negative Veränderungen. Im Verarbeitenden Gewerbe kommt es bei großen und mittelständischen Unternehmen zu einer leichten Verschlechterung des Geschäftsklimas.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Artikel wird geladen..

KfW Gründungsmonitor 2018: Strukturelle Qualität der Gründungen steigt weiter

Pressemitteilung vom 29.05.2018 / KfW, KfW Research

 

  • 557.000 Personen wagen Schritt in die Selbstständigkeit
  • Anteil der Chancengründer bei erfreulichen 60 Prozent
  • Berlin wieder vor Hamburg; Brandenburg holt auf

Die Zahl der Gründungen in Deutschland ist auch im Jahr 2017 rückläufig: Lediglich 557.000 Personen (-17 Prozent ggü. 2016) machten sich im vergangenen Jahr selbstständig – zu gut war die Möglichkeit für viele, eine abhängige Beschäftigung zu finden (Presseerklärung vom 21.02.2018 ). Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist: der Anteil der Chancengründer stieg um 8 %, der Anteil der innovativen Gründer um 31 %. Auch der Anteil der digitalen Gründer stieg von 21 % auf 26 %. „Die strukturelle Qualität der Gründungstätigkeit wird besser. Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren wird es ganz entscheidend sein, dass wir eine beachtliche Anzahl von innovativen Unternehmen haben, denn sie sind ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe anlässlich der heutigen Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2018, der jährlichen, repräsentativen Analyse zum Gründergeschehen in Deutschland, in der KfW-Zentrale in Frankfurt. Hinderlich für diese zukunftsträchtige Gruppe könnte jedoch ein weiteres Ergebnis der Analyse sein: Neugründer, die anders als Übernahme- oder Beteiligungsgründer neue Unternehmen aufbauen, schufen
170.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze, 52 % davon hatten jedoch Probleme dabei, diese Stellen zu besetzen.

Weitere zentrale Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors:
In der Rangliste der Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt Berlin um eine Nasenlänge vor Hamburg und erobert somit seinen Platz an der Spitze zurück. Von der Dynamik in Berlin profitierte Brandenburg. Als einziges Bundesland hinsichtlich der Gründungstätigkeit legte Brandenburg zu und kletterte auf den siebten Rang.
Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit ist 2017 nochmals um 3 Prozentpunkte auf insgesamt 37 % gesunken. Der Rückgang war auf den Vollerwerb beschränkt und ist das Ergebnis einer stärkeren Gründungstätigkeit von Männern im Vollerwerb.
Die Mehrheit der Gründer ist bei ihrem Start in die Selbstständigkeit auf Finanzmittel angewiesen (60 %). Dabei greifen 39 % der Gründer ausschließlich auf eigene Mittel zurück, 8 % mobilisieren dagegen Summen über
25.000 EUR von externen Kapitalgebern. Sie setzten im vergangenen Jahr wieder mehr externe Mittel ein, im Durchschnitt gut 120 000 EUR, so viel wie seit 2012 nicht.
Im vergangenen Jahr hatten 14 % der Gründer Probleme bei der Finanzierung. Meist, weil die Gründer gerne mehr Eigenmittel eingesetzt hätten, als ihnen zur Verfügung standen (10 %). Der Anteil von Gründern, die von einer Kreditablehnung betroffen waren, lag bei 4 %.
Der KfW-Gründungsmonitor zeigt, dass Gründer die für sie angekündigten Vorhaben der aktuellen Koalition (wie eine Befreiung von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung) insgesamt befürworten und Experten die gründungsspezifischen Rahmenbedingungen besser als vor zwei Jahren bewerten. Dennoch sind Impulse, um die Gründungstätigkeit im Jahr 2018 wieder in Fahrt zu bringen, derzeit nicht in Sicht. Die Anzahl der Gründungsplanungen stagniert und der Absorptionseffekt des Arbeitsmarkts dürfte auch im aktuellen Jahr stark bleiben.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

KfW Gründungsmonitor 2018: Strukturelle Qualität der Gründungen steigt weiter

Pressemitteilung vom 29.05.2018 / KfW, KfW Research

 

  • 557.000 Personen wagen Schritt in die Selbstständigkeit
  • Anteil der Chancengründer bei erfreulichen 60 Prozent
  • Berlin wieder vor Hamburg; Brandenburg holt auf

Die Zahl der Gründungen in Deutschland ist auch im Jahr 2017 rückläufig: Lediglich 557.000 Personen (-17 Prozent ggü. 2016) machten sich im vergangenen Jahr selbstständig – zu gut war die Möglichkeit für viele, eine abhängige Beschäftigung zu finden (Presseerklärung vom 21.02.2018 ). Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist: der Anteil der Chancengründer stieg um 8 %, der Anteil der innovativen Gründer um 31 %. Auch der Anteil der digitalen Gründer stieg von 21 % auf 26 %. „Die strukturelle Qualität der Gründungstätigkeit wird besser. Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren wird es ganz entscheidend sein, dass wir eine beachtliche Anzahl von innovativen Unternehmen haben, denn sie sind ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe anlässlich der heutigen Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2018, der jährlichen, repräsentativen Analyse zum Gründergeschehen in Deutschland, in der KfW-Zentrale in Frankfurt. Hinderlich für diese zukunftsträchtige Gruppe könnte jedoch ein weiteres Ergebnis der Analyse sein: Neugründer, die anders als Übernahme- oder Beteiligungsgründer neue Unternehmen aufbauen, schufen
170.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze, 52 % davon hatten jedoch Probleme dabei, diese Stellen zu besetzen.

Weitere zentrale Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors:
In der Rangliste der Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt Berlin um eine Nasenlänge vor Hamburg und erobert somit seinen Platz an der Spitze zurück. Von der Dynamik in Berlin profitierte Brandenburg. Als einziges Bundesland hinsichtlich der Gründungstätigkeit legte Brandenburg zu und kletterte auf den siebten Rang.
Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit ist 2017 nochmals um 3 Prozentpunkte auf insgesamt 37 % gesunken. Der Rückgang war auf den Vollerwerb beschränkt und ist das Ergebnis einer stärkeren Gründungstätigkeit von Männern im Vollerwerb.
Die Mehrheit der Gründer ist bei ihrem Start in die Selbstständigkeit auf Finanzmittel angewiesen (60 %). Dabei greifen 39 % der Gründer ausschließlich auf eigene Mittel zurück, 8 % mobilisieren dagegen Summen über
25.000 EUR von externen Kapitalgebern. Sie setzten im vergangenen Jahr wieder mehr externe Mittel ein, im Durchschnitt gut 120 000 EUR, so viel wie seit 2012 nicht.
Im vergangenen Jahr hatten 14 % der Gründer Probleme bei der Finanzierung. Meist, weil die Gründer gerne mehr Eigenmittel eingesetzt hätten, als ihnen zur Verfügung standen (10 %). Der Anteil von Gründern, die von einer Kreditablehnung betroffen waren, lag bei 4 %.
Der KfW-Gründungsmonitor zeigt, dass Gründer die für sie angekündigten Vorhaben der aktuellen Koalition (wie eine Befreiung von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung) insgesamt befürworten und Experten die gründungsspezifischen Rahmenbedingungen besser als vor zwei Jahren bewerten. Dennoch sind Impulse, um die Gründungstätigkeit im Jahr 2018 wieder in Fahrt zu bringen, derzeit nicht in Sicht. Die Anzahl der Gründungsplanungen stagniert und der Absorptionseffekt des Arbeitsmarkts dürfte auch im aktuellen Jahr stark bleiben.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Artikel wird geladen..

Unternehmerseminar am 23.04.2018 zum Thema EU-Datenschutzgrundverordnung im Gründerzentrum Straubing - Sand

Ich darf Sie auf folgende Veranstaltung / Unternehmerseminar des Unternehmernetzwerkes „plattform U“ betreffend der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung hinweisen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werde ich in einem kurzen nachfolgenden Statement (siehe beigefügte Einladung / Email des Unternehmernetzwerkes) darstellen, wie Sie aus der Pflicht auch einen zusätzlichen Nutzen für sich ableiten können.

Ich freue mich, Sie zu der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Unternehmerinnen und Unternehmer im ostbayerischen Raum,

hiermit laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein.

Das Unternehmernetzwerk „plattform U“ mit Sitz in Straubing führt seit 2016 in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen für interessierte Unternehmer der Region durch. Unter anderem damit kommen wir dem Zweck unseres Vereins zur Förderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der regionalen Unternehmer nach.

 

Am Montag, den 23.04.2018, 18.00 Uhr, laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft:

Ø  Thema: „In der Zielkurve zum neuen Datenschutzrecht – Was muss ich wissen und was ist unbedingt noch zu tun?“

Ø  Herr RA / Fachanwalt für IT-Recht Roman Geier (Hauptreferent),

Kanzlei Wolter & Musselmann, Passau

Ø  Herr Dipl.-Kfm. univ.  Stephan Binner,

Wirtschaftskanzlei Binner, Straubing

 

Der Referent RA Roman Geier wird den rechtlichen Rahmen zum neuen Datenschutzrecht abstecken und etwaige Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen; Herr Dipl.-Kfm. Stephan Binner wird in einem Kurzbeitrag zu Möglichkeiten der Prozessgestaltung sprechen.

Ø  Montag, 23. April 2018, 18.00 Uhr

            Ø  Gründerzentrum Straubing-Sand (Europaring 4, 94315 Straubing)

 

Vorgesehen ist eine Vortragszeit von ca. 60 – 80 Minuten; die Referenten stehen wie gewohnt auch für individuelle Fragen – gerne auch zum Ende des Abends – zur Verfügung.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne per Telefax oder E-Mail entgegen; um Rückmeldung bis 19.04.2018 wird gebeten.

 

Herzliche Grüße,

Peter Sänger & Robert Mühlbauer

plattform U - Das Netzwerk für Unternehmer e.V.

Vorstände: Peter Sänger, Robert Mühlbauer

Bahnhofstr. 5                     Tel.: +49 (0)9421 75 30 808

94315 Straubing                Fax: +49 (0)9421 75 30 809

 

Unternehmerseminar am 23.04.2018 zum Thema EU-Datenschutzgrundverordnung im Gründerzentrum Straubing - Sand

Ich darf Sie auf folgende Veranstaltung / Unternehmerseminar des Unternehmernetzwerkes „plattform U“ betreffend der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung hinweisen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werde ich in einem kurzen nachfolgenden Statement (siehe beigefügte Einladung / Email des Unternehmernetzwerkes) darstellen, wie Sie aus der Pflicht auch einen zusätzlichen Nutzen für sich ableiten können.

Ich freue mich, Sie zu der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Unternehmerinnen und Unternehmer im ostbayerischen Raum,

hiermit laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein.

Das Unternehmernetzwerk „plattform U“ mit Sitz in Straubing führt seit 2016 in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen für interessierte Unternehmer der Region durch. Unter anderem damit kommen wir dem Zweck unseres Vereins zur Förderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der regionalen Unternehmer nach.

 

Am Montag, den 23.04.2018, 18.00 Uhr, laden wir Sie zu einem weiteren Unternehmerseminar aus unserer Vortragsreihe ein. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai 2018 in Kraft:

Ø  Thema: „In der Zielkurve zum neuen Datenschutzrecht – Was muss ich wissen und was ist unbedingt noch zu tun?“

Ø  Herr RA / Fachanwalt für IT-Recht Roman Geier (Hauptreferent),

Kanzlei Wolter & Musselmann, Passau

Ø  Herr Dipl.-Kfm. univ.  Stephan Binner,

Wirtschaftskanzlei Binner, Straubing

 

Der Referent RA Roman Geier wird den rechtlichen Rahmen zum neuen Datenschutzrecht abstecken und etwaige Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen; Herr Dipl.-Kfm. Stephan Binner wird in einem Kurzbeitrag zu Möglichkeiten der Prozessgestaltung sprechen.

Ø  Montag, 23. April 2018, 18.00 Uhr

            Ø  Gründerzentrum Straubing-Sand (Europaring 4, 94315 Straubing)

 

Vorgesehen ist eine Vortragszeit von ca. 60 – 80 Minuten; die Referenten stehen wie gewohnt auch für individuelle Fragen – gerne auch zum Ende des Abends – zur Verfügung.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne per Telefax oder E-Mail entgegen; um Rückmeldung bis 19.04.2018 wird gebeten.

 

Herzliche Grüße,

Peter Sänger & Robert Mühlbauer

plattform U - Das Netzwerk für Unternehmer e.V.

Vorstände: Peter Sänger, Robert Mühlbauer

Bahnhofstr. 5                     Tel.: +49 (0)9421 75 30 808

94315 Straubing                Fax: +49 (0)9421 75 30 809

 

Artikel wird geladen..

Sie wollen sich selbstständig machen? Wir beraten Sie gerne! 

Pressemitteilung vom 26.02.2018 / KfW, KfW Research

Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

- 557.000 Gründer machten sich 2017 in Deutschland selbständig
- Gründungsaktivität in Deutschland sinkt somit weiter um 17 %
- Aber: mehr Chancengründer, mehr innovative Gründer


Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 17 % im Vergleich zum Jahr 2016. Nachdem in den vergangenen Jahren gegen die Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts nicht anzukommen war, zog 2017 der Wachstumseffekt deutlich an. „Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein. Stattdessen ist insbesondere die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb weiter stark eingebrochen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. „Die Rekordsituation auf dem Arbeitsmarkt sprengt offenbar den gewohnten Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum mit der Gründungstätigkeit. Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie. Und die, die bereits eine abhängige Beschäftigung haben, kommen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbständig zu machen.“ Die Zahl der Nebenerwerbsgründer brach um 101.000 oder 24 % auf 323.000 ein; die der Vollerwerbsgründer hingegen lediglich um 14.000 oder 6 % auf 234.000 Personen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors, der jährlichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist. Mit 334.000 Gründern, die aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, gibt es 8 % mehr Chancengründer als im Vorjahr. 76.000 Gründer führen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durch. Die Zahl innovativer Gründer legt somit um 31 % zu und erholt sich nach dem Absturz im Vorjahr teilweise. „Deutschland braucht Innovation. Deutschland braucht Menschen, die aus ihren Ideen Unternehmen kreieren. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen – insbesondere angesichts der sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – diese bei ihrem mutigen Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.“

Hinweis:
In der am 21.2.2018 veröffentlichten Fassung war leider ein Fehler enthalten: statt 17 % Rückgang des Gründergeschehens hieß es 14 %. Wir haben dies am 26.2.2018 korrigiert. Alle anderen Zahlen waren korrekt.

Hinweis:
Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/kompakt . Der vollständige Bericht wird am 29.5.2018 in Frankfurt durch Dr. Jörg Zeuner im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Sie wollen sich selbstständig machen? Wir beraten Sie gerne! 

Pressemitteilung vom 26.02.2018 / KfW, KfW Research

Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

- 557.000 Gründer machten sich 2017 in Deutschland selbständig
- Gründungsaktivität in Deutschland sinkt somit weiter um 17 %
- Aber: mehr Chancengründer, mehr innovative Gründer


Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 17 % im Vergleich zum Jahr 2016. Nachdem in den vergangenen Jahren gegen die Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts nicht anzukommen war, zog 2017 der Wachstumseffekt deutlich an. „Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein. Stattdessen ist insbesondere die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb weiter stark eingebrochen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. „Die Rekordsituation auf dem Arbeitsmarkt sprengt offenbar den gewohnten Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum mit der Gründungstätigkeit. Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie. Und die, die bereits eine abhängige Beschäftigung haben, kommen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbständig zu machen.“ Die Zahl der Nebenerwerbsgründer brach um 101.000 oder 24 % auf 323.000 ein; die der Vollerwerbsgründer hingegen lediglich um 14.000 oder 6 % auf 234.000 Personen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors, der jährlichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist. Mit 334.000 Gründern, die aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, gibt es 8 % mehr Chancengründer als im Vorjahr. 76.000 Gründer führen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durch. Die Zahl innovativer Gründer legt somit um 31 % zu und erholt sich nach dem Absturz im Vorjahr teilweise. „Deutschland braucht Innovation. Deutschland braucht Menschen, die aus ihren Ideen Unternehmen kreieren. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen – insbesondere angesichts der sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – diese bei ihrem mutigen Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.“

Hinweis:
In der am 21.2.2018 veröffentlichten Fassung war leider ein Fehler enthalten: statt 17 % Rückgang des Gründergeschehens hieß es 14 %. Wir haben dies am 26.2.2018 korrigiert. Alle anderen Zahlen waren korrekt.

Hinweis:
Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/kompakt . Der vollständige Bericht wird am 29.5.2018 in Frankfurt durch Dr. Jörg Zeuner im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Artikel wird geladen..

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

Pressemitteilung vom 01.02.2018 / KfW, KfW Research

- Mittelständisches Geschäftsklima im Januar nahe am Rekordwert
- Neues Allzeithoch bei Lageurteilen, aber Erwartungen trüben sich ein
- Stimmung der Großunternehmen kühlt sich ab 

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

Den Großunternehmen zieht der Mittelstand Anfang des Jahres stimmungsmäßig ein wenig davon. Deren Geschäftsklima fällt um 1,7 Zähler, bleibt aber trotz des Rückgangs auf jetzt 29,1 Saldenpunkte nach wie vor sehr gut. Während die großem Firmen ihre aktuellen Geschäfte zu Beginn des neuen Jahres praktisch genauso gut bewerten wie zum Ende des alten (-0,2 Zähler auf 46,1 Saldenpunkte), revidieren sie ihre Erwartungen etwas deutlicher nach unten (-3,0 Zähler auf 12,9 Saldenpunkte). Abgesehen von der Verschlechterung bei den großen Einzelhändlern zum Ende der Weihnachtssaison sind es vor allem die international stark verflochtenen Wirtschaftsbereiche – der Großhandel und die Industrie –, die hinter der leichten Abkühlung bei den großen Unternehmen stehen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass die Exporteure vor allem die jüngsten Aufwertungstendenzen des Euro mit einer gewissen Skepsis sehen, schmälert ein teurerer Euro doch ihre Preisspielräume in Fremdwährung. Hierzu passt der relativ deutliche Rückgang der Absatzpreiserwartungen im Januar.

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer .

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen starten euphorisch ins Jahr 2018

Pressemitteilung vom 01.02.2018 / KfW, KfW Research

- Mittelständisches Geschäftsklima im Januar nahe am Rekordwert
- Neues Allzeithoch bei Lageurteilen, aber Erwartungen trüben sich ein
- Stimmung der Großunternehmen kühlt sich ab 

Der deutsche Mittelstand startet in allerbester Laune in das Jahr 2018: Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen erhöht sich im Januar um 0,3 Zähler auf 30,9 Saldenpunkte. Damit kommt es seinem Rekordstand aus dem vergangenen November (31,2 Saldenpunkte) wieder sehr nahe. Ausschlaggebend für die aktuelle Stimmungsverbesserung ist allein die Bewertung der aktuellen Geschäftslage: Die Mittelständler beurteilen diese zu Jahresbeginn so positiv wie nie seit Beginn der gesamtdeutschen Befragungen im Jahr 1991 (+2,4 Zähler auf 46,3 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte fallen hingegen etwas zurück (-1,5 Zähler auf 16,0 Saldenpunkte). Gleichwohl geht noch immer eine deutliche Mehrheit der Firmen von einer weiteren Verbesserung der Geschäfte bis mindestens zum Sommer aus.

Den Großunternehmen zieht der Mittelstand Anfang des Jahres stimmungsmäßig ein wenig davon. Deren Geschäftsklima fällt um 1,7 Zähler, bleibt aber trotz des Rückgangs auf jetzt 29,1 Saldenpunkte nach wie vor sehr gut. Während die großem Firmen ihre aktuellen Geschäfte zu Beginn des neuen Jahres praktisch genauso gut bewerten wie zum Ende des alten (-0,2 Zähler auf 46,1 Saldenpunkte), revidieren sie ihre Erwartungen etwas deutlicher nach unten (-3,0 Zähler auf 12,9 Saldenpunkte). Abgesehen von der Verschlechterung bei den großen Einzelhändlern zum Ende der Weihnachtssaison sind es vor allem die international stark verflochtenen Wirtschaftsbereiche – der Großhandel und die Industrie –, die hinter der leichten Abkühlung bei den großen Unternehmen stehen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass die Exporteure vor allem die jüngsten Aufwertungstendenzen des Euro mit einer gewissen Skepsis sehen, schmälert ein teurerer Euro doch ihre Preisspielräume in Fremdwährung. Hierzu passt der relativ deutliche Rückgang der Absatzpreiserwartungen im Januar.

„Dem deutschen Mittelstand gelingt ein ausgezeichneter Start ins Jahr 2018“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Die Konjunkturdynamik wird nicht nur über den Winter verlässlich hoch bleiben, auch die Aussichten für den weiteren Verlauf des neuen Jahres sind alles in allem sehr gut. Das Realwachstum dürfte 2018 ähnlich kräftig ausfallen wie im vergangenen Jahr.“ Für eine künftige Regierung könne der Rückenwind kaum günstiger sein, um Deutschland und – zusammen mit Frankreich und den anderen europäischen Partnern – auch die EU langfristig auf ein stabiles Fundamt zu stellen.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer .

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

Artikel wird geladen..

Wir unterstützen Sie im Prozess der Unternehmensnachfolge!

- Fast jedes zweite KMU mit kurz bevorstehender Übergabe noch ohne Nachfolger

- Übergabe oder Verkauf ist langfristiger, rechtlich vielschichtiger Prozess 

 Unsere Leistungen:

- Suche nach einem geeigneten Nachfolger

- Ansprechpartner bei allen rechtlichen und kaufmännischen Fragestellungen

- Vorbereitung von Verkauf und Übergabe

- Begleitung bei der Durchführung der Nachfolge

 

 

 

KfW Research zum Download.

 

Wir unterstützen Sie im Prozess der Unternehmensnachfolge!

- Fast jedes zweite KMU mit kurz bevorstehender Übergabe noch ohne Nachfolger

- Übergabe oder Verkauf ist langfristiger, rechtlich vielschichtiger Prozess 

 Unsere Leistungen:

- Suche nach einem geeigneten Nachfolger

- Ansprechpartner bei allen rechtlichen und kaufmännischen Fragestellungen

- Vorbereitung von Verkauf und Übergabe

- Begleitung bei der Durchführung der Nachfolge

 

 

 

KfW Research zum Download.

 

Artikel wird geladen..

Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

Pressemitteilung vom 23.01.2018 / KfW, KfW Research


- 236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000
- Weitere 331.000 Inhaber planen binnen 5 Jahren die Stilllegung
- Regionale Unterschiede bei Nachfolgeplanungen im Bundesgebiet
- Geklärte Nachfolge stimuliert Investitionen


Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %).

Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Geschäftsaufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Mio. Menschen beschäftigt. Bei der Frage „ Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschäftsaufgabe kaum eine Option zu sein, nur 5 % ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 %. Inhaber aus dem Handel, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor liegen mit ihren Planungen recht nah beieinander: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Wirtschaftssegmente soll in die Hände eines Nachfolgers übergehen. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Wert mit drei Vierteln noch höher.

Nicht überall in Deutschland ist der Generationenwechsel im Mittelstand ein gleich drängendes Problem – es bestehen überraschend große regionale Unterschiede. In Schleswig-Holstein ist bereits fast die Hälfte (46 %) aller Mittelstandschefs 55 Jahre und älter, auch in Thüringen (44 %) und Baden-Württemberg (41 %) sind die Anteile überdurchschnittlich hoch. In diesen Bundesländern werden auch am häufigsten Nachfolger gesucht. Anders sieht die Lage etwa in Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern aus: Hier gibt es mit jeweils rd. 30% deutlich weniger ältere Mittelstandschefs und es stehen kurzfristig weit weniger Nachfolgen an.

Wie die Analyse von KfW Research zeigt, beeinflusst ein zeitnah anstehender Generationenwechsel in der Inhaberschaft, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, erheblich die Investitionsbereitschaft. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbereitschaft auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 % im Unternehmen aus.

„Der deutsche Mittelstand steht infolge des demografischen Wandels vor erheblichen Strukturveränderungen. In den nächsten fünf Jahren ziehen sich die Chefs von 842.000 Betrieben in den Ruhestand zurück – mit oder ohne Nachfolger. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist betroffen“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit seien angesichts dieser großen Dimension nicht ausgeschlossen – vor allem, wenn die Unternehmer sich zu spät oder gar nicht mit der Frage nach dem Fortbestand ihres Betriebes befassten. „Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen nicht weiterentwickelt werden, ihr Wert sinkt und damit auch die Chance, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Der Generationenwechsel muss daher eines der Top-Themen sowohl in den Chefetagen des Mittelstands als auch in der wirtschaftspolitischen Agenda hierzulande sein“, so Zeuner. Eine geordnete Übergabe beanspruche in der Regel mehrere Jahre Planung – vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. „Bei externen Nachfolgern sehen wir seit Jahren allerdings einen größer werdenden Engpass durch sinkende Gründerzahlen. Es fehlt dadurch nicht nur an ausreichend Unternehmernachwuchs in Deutschland, insbesondere übernahmewillige Gründer werden seltener. Zuletzt lag diese Zahl gerade bei 62.000 im Jahr 2016. Gesunken ist parallel auch die Zahl derer, die sich zumindest an einem bestehenden Unternehmen finanziell und aktiv beteiligen. Das sind letztlich deutlich zu wenige, um den Bedarf an qualifizierten Nachfolgern zur Weiterführung bestehender Unternehmen zu decken“, sagt Zeuner. „Es ist daher eine zentrale Herausforderung, die Attraktivität des Unternehmertums wieder zu steigern. Eine stärkere Vermittlung von ökonomischer Bildung und Unternehmerkompetenzen im Bildungssystem wäre ein wesentlicher Baustein hierfür.“

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter:
Generationenwechsel im deutschen Mittelstand

Zur Datenbasis:
KfW Research begleitet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Mittelstand seit vielen Jahren. Die aktuelle Analyse basiert auf einer Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels 2017, das seit 2003 als Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt wird. Um der wachsenden Bedeutung des Generationenwechsels im Mittelstand gerecht zu werden, wurde die Erhebung entsprechender Daten ab dem Jahr 2017 umgestellt und erheblich ausgeweitet. Zur Grundgesamtheit des KfW-Mittelstandspanels gehören alle privaten Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige, deren Umsatz die Grenze von 500 Mio. EUR pro Jahr nicht übersteigt. Die Hauptbefragung lief vom 13.02.2017 bis zum 23.06.2017.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

Pressemitteilung vom 23.01.2018 / KfW, KfW Research


- 236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000
- Weitere 331.000 Inhaber planen binnen 5 Jahren die Stilllegung
- Regionale Unterschiede bei Nachfolgeplanungen im Bundesgebiet
- Geklärte Nachfolge stimuliert Investitionen


Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %).

Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Geschäftsaufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Mio. Menschen beschäftigt. Bei der Frage „ Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschäftsaufgabe kaum eine Option zu sein, nur 5 % ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 %. Inhaber aus dem Handel, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor liegen mit ihren Planungen recht nah beieinander: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Wirtschaftssegmente soll in die Hände eines Nachfolgers übergehen. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Wert mit drei Vierteln noch höher.

Nicht überall in Deutschland ist der Generationenwechsel im Mittelstand ein gleich drängendes Problem – es bestehen überraschend große regionale Unterschiede. In Schleswig-Holstein ist bereits fast die Hälfte (46 %) aller Mittelstandschefs 55 Jahre und älter, auch in Thüringen (44 %) und Baden-Württemberg (41 %) sind die Anteile überdurchschnittlich hoch. In diesen Bundesländern werden auch am häufigsten Nachfolger gesucht. Anders sieht die Lage etwa in Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern aus: Hier gibt es mit jeweils rd. 30% deutlich weniger ältere Mittelstandschefs und es stehen kurzfristig weit weniger Nachfolgen an.

Wie die Analyse von KfW Research zeigt, beeinflusst ein zeitnah anstehender Generationenwechsel in der Inhaberschaft, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, erheblich die Investitionsbereitschaft. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbereitschaft auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 % im Unternehmen aus.

„Der deutsche Mittelstand steht infolge des demografischen Wandels vor erheblichen Strukturveränderungen. In den nächsten fünf Jahren ziehen sich die Chefs von 842.000 Betrieben in den Ruhestand zurück – mit oder ohne Nachfolger. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist betroffen“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit seien angesichts dieser großen Dimension nicht ausgeschlossen – vor allem, wenn die Unternehmer sich zu spät oder gar nicht mit der Frage nach dem Fortbestand ihres Betriebes befassten. „Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen nicht weiterentwickelt werden, ihr Wert sinkt und damit auch die Chance, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Der Generationenwechsel muss daher eines der Top-Themen sowohl in den Chefetagen des Mittelstands als auch in der wirtschaftspolitischen Agenda hierzulande sein“, so Zeuner. Eine geordnete Übergabe beanspruche in der Regel mehrere Jahre Planung – vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. „Bei externen Nachfolgern sehen wir seit Jahren allerdings einen größer werdenden Engpass durch sinkende Gründerzahlen. Es fehlt dadurch nicht nur an ausreichend Unternehmernachwuchs in Deutschland, insbesondere übernahmewillige Gründer werden seltener. Zuletzt lag diese Zahl gerade bei 62.000 im Jahr 2016. Gesunken ist parallel auch die Zahl derer, die sich zumindest an einem bestehenden Unternehmen finanziell und aktiv beteiligen. Das sind letztlich deutlich zu wenige, um den Bedarf an qualifizierten Nachfolgern zur Weiterführung bestehender Unternehmen zu decken“, sagt Zeuner. „Es ist daher eine zentrale Herausforderung, die Attraktivität des Unternehmertums wieder zu steigern. Eine stärkere Vermittlung von ökonomischer Bildung und Unternehmerkompetenzen im Bildungssystem wäre ein wesentlicher Baustein hierfür.“

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter:
Generationenwechsel im deutschen Mittelstand

Zur Datenbasis:
KfW Research begleitet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Mittelstand seit vielen Jahren. Die aktuelle Analyse basiert auf einer Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels 2017, das seit 2003 als Wiederholungsbefragung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt wird. Um der wachsenden Bedeutung des Generationenwechsels im Mittelstand gerecht zu werden, wurde die Erhebung entsprechender Daten ab dem Jahr 2017 umgestellt und erheblich ausgeweitet. Zur Grundgesamtheit des KfW-Mittelstandspanels gehören alle privaten Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige, deren Umsatz die Grenze von 500 Mio. EUR pro Jahr nicht übersteigt. Die Hauptbefragung lief vom 13.02.2017 bis zum 23.06.2017.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

Artikel wird geladen..

LfA Förderprogramme: Wir beraten Sie gerne!

BAYERNS HANDEL MIT 140 MILLIONEN EURO GEFÖRDERT

• LFA-FÖRDERANGEBOT BEI HANDELSUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR GEFRAGT

• INVESTITIONEN VON ÜBER 180 MILLIONEN EURO UNTERSTÜTZT

Die LfA Förderbank Bayern hat im ersten Halbjahr 2017 über 300 bayerische Handelsunternehmen mit knapp 140 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Das hohe Vorjahresniveau konnte damit gehalten werden. Die geförderten Betriebe konnten so im laufenden Jahr bereits Investitionen in Höhe von gut 180 Millionen Euro in Angriff nehmen. Dadurch sichert bzw. schafft die Handelsbranche rund 10.000 Arbeitsplätze in Bayern.

 

http://lfa.de/website/de/aktuelles/presse/archiv/2017/pm20170809/index.php

LfA Förderprogramme: Wir beraten Sie gerne!

BAYERNS HANDEL MIT 140 MILLIONEN EURO GEFÖRDERT

• LFA-FÖRDERANGEBOT BEI HANDELSUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR GEFRAGT

• INVESTITIONEN VON ÜBER 180 MILLIONEN EURO UNTERSTÜTZT

Die LfA Förderbank Bayern hat im ersten Halbjahr 2017 über 300 bayerische Handelsunternehmen mit knapp 140 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Das hohe Vorjahresniveau konnte damit gehalten werden. Die geförderten Betriebe konnten so im laufenden Jahr bereits Investitionen in Höhe von gut 180 Millionen Euro in Angriff nehmen. Dadurch sichert bzw. schafft die Handelsbranche rund 10.000 Arbeitsplätze in Bayern.

 

http://lfa.de/website/de/aktuelles/presse/archiv/2017/pm20170809/index.php

Artikel wird geladen..

Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit! 

Pressemitteilung vom 30.05.2017 / KfW, KfW Research

 So wenige Gründer wie nie

  • Anzahl der Existenzgründer auf neuem Tiefstand
  • Chancengründer dominieren Gründungsgeschehen
  • Jeder sechste ist ein Wachstumsgründer
  • Hamburg erstmals Tabellenführer bei Gründungstätigkeit

Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so viele Menschen in Beschäftigung. Die Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, sind sehr groß – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gründungstätigkeit: Im Jahr 2016 begannen nur noch 166.000 Menschen eine beruflich selbstständige Tätigkeit, weil sie keine bessere Erwerbsalternative hatten. Das sind 40.000 „Notgründer“ weniger als 2015. Die gute Arbeitsmarktlage setzte auch den Chancengründern zu: 310.000 Menschen wagten den Schritt in die Selbständigkeit, weil sie in ihrer Idee eine große Chance auf unternehmerischen Erfolg sehen. Weitere 196.000 Menschen machten sich aus anderen Gründen selbstständig, etwa zur Selbstverwirklichung. „Insgesamt können wir mit nur 672.000 Gründern in Deutschland nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe heute anlässlich der Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2017, der jährlichen repräsentativen Analyse des Gründergeschehens hierzulande. „Zur steten Erneuerung unserer Volkswirtschaft benötigen wir vor allem mehr Chancengründer, die häufiger Marktneuheiten an den Start bringen und daher eine enorme Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben.“ Die Gründerquote (= jährlicher Anteil an Existenzgründern an der Bevölkerung im Alter von 18-64 Jahren) fiel entsprechend von 1,5 % auf 1,3 %. Wie in den Vorjahren starteten sieben von zehn Gründern im Dienstleistungsbereich, gefolgt von 16 % im Handel und 12 % im Produzierenden Gewerbe.

 

Der im Vorjahr zum ersten Mal erfasste Wert zum Anteil der digitalen Gründern hat sich bestätigt: Jeder fünfte Gründer startete auch im Jahr 2016 mit einem Angebot, das nur durch den Einsatz von digitaler Technologie nutzbar ist. „Eine einmal produzierte App kann sowohl an einen als auch an 100.000 Kunden verkauft werden. Darin liegt für viele digitale Gründer eine große Chance auf schnelleres Wachstum“, sagt Dr. Zeuner. Ein Viertel der „digitalen“ Gründer, ist „wachstumsorientiert“, dagegen will nur jeder sechste nicht-digitale Gründer „so groß wie möglich“ werden.

 

Im aktuellen Bundesländervergleich gibt es einen neuen Spitzenreiter: Hamburg übernimmt im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erstmals die Tabellenführung vor Berlin. In beiden Stadtstaaten ist die Gründungsaktivität stark von der Medien- und IT-Branche mit ihren hohen Anteilen von freiberuflichen Gründern gespeist. Hessen behauptet dahinter den 3. Platz.

 

So vielfältig wie die Gründer selbst – Voll-/Nebenerwerb, Solo/Team, digital, innovativ, wachstumsorientiert – sind auch ihre Finanzierungsbedarfe: Knapp jeder zehnte Gründer startet ohne auf Sach- oder Finanzkapital zurückzugreifen. Zwei von drei Gründern setzt allerdings Finanzmittel ein, zumeist ausschließlich eigene Mittel (39 %). Knapp jeder vierte Gründer greift aber auf externe Mittel Dritter zurück (24 %, Bankdarlehen, Freunde/Familie etc.). Seit dem Jahr 2013 hat sich der Anteil von Gründern, die sich mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern beschaffen, verdoppelt. Im Jahr 2016 war jeder zehnte Gründer mit mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern ausgestattet. „Existenzgründungen werden eindeutig kapitalintensiver“, sagt Zeuner. „Es ist daher umso wichtiger, dass gute Geschäftsideen der verhältnismäßig wenigen Gründer nicht an der Finanzierung scheitern.“

 

Für das Jahr 2017 wird ein Ende der Talfahrt der Gründungsaktivität erwartet. Arbeitsmarktseitig wird die positive Entwicklung zwar weitergehen, der Rückgang der Erwerbslosenquote wird sich voraussichtlich aber verlangsamen. Die konjunkturelle Sogwirkung wird somit leicht überwiegen und wieder mehr Menschen – ermuntert durch die stabile konjunkturelle Entwicklung – ihre Geschäftsidee in ein Unternehmen umsetzen.

 

Hinweis:

 

Der KfW-Gründungsmonitor basiert auf den Angaben einer jährlichen Zufallsauswahl von 50.000 Personen, die seit dem Jahr 2000 im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung telefonisch interviewt werden. Mit voll- und nebenerwerblichen, freiberuflichen wie gewerblichen Existenzgründungen wird ein umfassender Gründungsbegriff zugrunde gelegt. Der KfW-Gründungsmonitor 2017 ist die 17. Befragung. Bitte lesen Sie hierzu auch: PE vom 28.2.2017: „Talfahrt der Gründerzahl hält an – Boden vermutlich erreicht“. Weitere Informationen zum Thema Gründen finden Sie im Themenkompakt 'Existenzgründung'. Informationen zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte auf www.kfw.de/gruenden.

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_416384.html

 

Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit! 

Pressemitteilung vom 30.05.2017 / KfW, KfW Research

 So wenige Gründer wie nie

  • Anzahl der Existenzgründer auf neuem Tiefstand
  • Chancengründer dominieren Gründungsgeschehen
  • Jeder sechste ist ein Wachstumsgründer
  • Hamburg erstmals Tabellenführer bei Gründungstätigkeit

Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so viele Menschen in Beschäftigung. Die Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, sind sehr groß – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gründungstätigkeit: Im Jahr 2016 begannen nur noch 166.000 Menschen eine beruflich selbstständige Tätigkeit, weil sie keine bessere Erwerbsalternative hatten. Das sind 40.000 „Notgründer“ weniger als 2015. Die gute Arbeitsmarktlage setzte auch den Chancengründern zu: 310.000 Menschen wagten den Schritt in die Selbständigkeit, weil sie in ihrer Idee eine große Chance auf unternehmerischen Erfolg sehen. Weitere 196.000 Menschen machten sich aus anderen Gründen selbstständig, etwa zur Selbstverwirklichung. „Insgesamt können wir mit nur 672.000 Gründern in Deutschland nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe heute anlässlich der Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2017, der jährlichen repräsentativen Analyse des Gründergeschehens hierzulande. „Zur steten Erneuerung unserer Volkswirtschaft benötigen wir vor allem mehr Chancengründer, die häufiger Marktneuheiten an den Start bringen und daher eine enorme Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben.“ Die Gründerquote (= jährlicher Anteil an Existenzgründern an der Bevölkerung im Alter von 18-64 Jahren) fiel entsprechend von 1,5 % auf 1,3 %. Wie in den Vorjahren starteten sieben von zehn Gründern im Dienstleistungsbereich, gefolgt von 16 % im Handel und 12 % im Produzierenden Gewerbe.

 

Der im Vorjahr zum ersten Mal erfasste Wert zum Anteil der digitalen Gründern hat sich bestätigt: Jeder fünfte Gründer startete auch im Jahr 2016 mit einem Angebot, das nur durch den Einsatz von digitaler Technologie nutzbar ist. „Eine einmal produzierte App kann sowohl an einen als auch an 100.000 Kunden verkauft werden. Darin liegt für viele digitale Gründer eine große Chance auf schnelleres Wachstum“, sagt Dr. Zeuner. Ein Viertel der „digitalen“ Gründer, ist „wachstumsorientiert“, dagegen will nur jeder sechste nicht-digitale Gründer „so groß wie möglich“ werden.

 

Im aktuellen Bundesländervergleich gibt es einen neuen Spitzenreiter: Hamburg übernimmt im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erstmals die Tabellenführung vor Berlin. In beiden Stadtstaaten ist die Gründungsaktivität stark von der Medien- und IT-Branche mit ihren hohen Anteilen von freiberuflichen Gründern gespeist. Hessen behauptet dahinter den 3. Platz.

 

So vielfältig wie die Gründer selbst – Voll-/Nebenerwerb, Solo/Team, digital, innovativ, wachstumsorientiert – sind auch ihre Finanzierungsbedarfe: Knapp jeder zehnte Gründer startet ohne auf Sach- oder Finanzkapital zurückzugreifen. Zwei von drei Gründern setzt allerdings Finanzmittel ein, zumeist ausschließlich eigene Mittel (39 %). Knapp jeder vierte Gründer greift aber auf externe Mittel Dritter zurück (24 %, Bankdarlehen, Freunde/Familie etc.). Seit dem Jahr 2013 hat sich der Anteil von Gründern, die sich mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern beschaffen, verdoppelt. Im Jahr 2016 war jeder zehnte Gründer mit mehr als 25.000 EUR von externen Kapitalgebern ausgestattet. „Existenzgründungen werden eindeutig kapitalintensiver“, sagt Zeuner. „Es ist daher umso wichtiger, dass gute Geschäftsideen der verhältnismäßig wenigen Gründer nicht an der Finanzierung scheitern.“

 

Für das Jahr 2017 wird ein Ende der Talfahrt der Gründungsaktivität erwartet. Arbeitsmarktseitig wird die positive Entwicklung zwar weitergehen, der Rückgang der Erwerbslosenquote wird sich voraussichtlich aber verlangsamen. Die konjunkturelle Sogwirkung wird somit leicht überwiegen und wieder mehr Menschen – ermuntert durch die stabile konjunkturelle Entwicklung – ihre Geschäftsidee in ein Unternehmen umsetzen.

 

Hinweis:

 

Der KfW-Gründungsmonitor basiert auf den Angaben einer jährlichen Zufallsauswahl von 50.000 Personen, die seit dem Jahr 2000 im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung telefonisch interviewt werden. Mit voll- und nebenerwerblichen, freiberuflichen wie gewerblichen Existenzgründungen wird ein umfassender Gründungsbegriff zugrunde gelegt. Der KfW-Gründungsmonitor 2017 ist die 17. Befragung. Bitte lesen Sie hierzu auch: PE vom 28.2.2017: „Talfahrt der Gründerzahl hält an – Boden vermutlich erreicht“. Weitere Informationen zum Thema Gründen finden Sie im Themenkompakt 'Existenzgründung'. Informationen zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte auf www.kfw.de/gruenden.

 

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Details_416384.html

 

Artikel wird geladen..

Förderung unternehmerischen Know-hows: Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung!

 

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

 

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BAFA.

Förderung unternehmerischen Know-hows: Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung!

 

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

 

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BAFA.

Artikel wird geladen..

Deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins Jahr 2017

Pressemitteilung vom 28.12.2016 / KfW, KfW Research
 
  • Stimmungsverbesserung im Mittelstand und bei großen Unternehmen

  • Solide Binnennachfrage hält an, Hoffnung auf Erholung der Exportmärkte gesellt sich hinzu

  • Aufschwung geht unter schwierigen Rahmenbedingungen ins vierte Jahr

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen dem Jahreswechsel gut gelaunt entgegen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,2 Zähler auf 20,0 Saldenpunkte. Damit hat der Indikator seit seinem Tiefpunkt im Februar dieses Jahres um fast zehn Zähler zugelegt. Maßgeblicher Treiber der Stimmungsverbesserung im Mittelstand ist die deutlich bessere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage (+2,5 Zähler auf 29,0 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte behaupten sich zwar nur knapp auf dem Vormonatsniveau (-0,2 Zähler auf 10,8 Saldenpunkte), erreichen damit aber nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Wert.

Noch optimistischer als die mittelständischen Firmen blicken die deutschen Großunternehmen ins Jahr 2017. Ihre Erwartungen steigen um 1,5 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte. Die häufig international ausgerichteten großen Firmen setzen offenbar auf eine Erholung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr – da bedeutende Schwellenländer wie Russland und Brasilien die Rezession hinter sich lassen dürften, ist das durchaus realistisch. Die Lageurteile fallen ähnlich gut aus wie im Mittelstand (+2,3 Zähler auf 28,3 Saldenpunkte), sodass das Geschäftsklima der großen Unternehmen im Dezember um 2,1 Zähler auf 19,7 Saldenpunkte zulegt. Höher notierte es zuletzt im Juli 2011.

„Die deutsche Wirtschaft unterstreicht zum Jahreswechsel einmal mehr ihre robuste Verfassung. Das Brexit-Votum im Juni, die US-Wahl im November, das verlorene Verfassungsreferendum und der Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten im Dezember, die zunehmend schwierige Lage in der Türkei und im Nahen Osten – keines dieser vielen und oft unerwarteten Ereignisse konnte den Stimmungsaufschwung dauerhaft kippen“, resümiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die vormals auffällige Stimmungslücke zwischen Mittelstand und Großunternehmen habe sich inzwischen geschlossen. Dies sei der anhaltend soliden Binnennachfrage zu verdanken, zu der sich nun die Hoffnung auf eine zumindest moderate Erholung der Exportmärkte geselle.

„Erhebliche politische Risiken darf man allerdings nicht aus den Augen verlieren“, so Zeuner. Der künftige handelspolitische Kurs der USA sei noch unklar, Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und eventuell in Italien fänden statt, zudem stünden wohl ab dem Frühjahr harte Brexit-Verhandlungen an. „Alles in allem rechnen wir für 2017 bei deutlich weniger Arbeitstagen mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Der deutsche Aufschwung geht damit unter schwierigen Rahmenbedingungen in sein viertes Jahr.“

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

 

Deutsche Wirtschaft blickt mit Zuversicht ins Jahr 2017

Pressemitteilung vom 28.12.2016 / KfW, KfW Research
 
  • Stimmungsverbesserung im Mittelstand und bei großen Unternehmen

  • Solide Binnennachfrage hält an, Hoffnung auf Erholung der Exportmärkte gesellt sich hinzu

  • Aufschwung geht unter schwierigen Rahmenbedingungen ins vierte Jahr

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen dem Jahreswechsel gut gelaunt entgegen, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,2 Zähler auf 20,0 Saldenpunkte. Damit hat der Indikator seit seinem Tiefpunkt im Februar dieses Jahres um fast zehn Zähler zugelegt. Maßgeblicher Treiber der Stimmungsverbesserung im Mittelstand ist die deutlich bessere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage (+2,5 Zähler auf 29,0 Saldenpunkte). Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte behaupten sich zwar nur knapp auf dem Vormonatsniveau (-0,2 Zähler auf 10,8 Saldenpunkte), erreichen damit aber nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Wert.

Noch optimistischer als die mittelständischen Firmen blicken die deutschen Großunternehmen ins Jahr 2017. Ihre Erwartungen steigen um 1,5 Zähler auf 11,0 Saldenpunkte. Die häufig international ausgerichteten großen Firmen setzen offenbar auf eine Erholung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr – da bedeutende Schwellenländer wie Russland und Brasilien die Rezession hinter sich lassen dürften, ist das durchaus realistisch. Die Lageurteile fallen ähnlich gut aus wie im Mittelstand (+2,3 Zähler auf 28,3 Saldenpunkte), sodass das Geschäftsklima der großen Unternehmen im Dezember um 2,1 Zähler auf 19,7 Saldenpunkte zulegt. Höher notierte es zuletzt im Juli 2011.

„Die deutsche Wirtschaft unterstreicht zum Jahreswechsel einmal mehr ihre robuste Verfassung. Das Brexit-Votum im Juni, die US-Wahl im November, das verlorene Verfassungsreferendum und der Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten im Dezember, die zunehmend schwierige Lage in der Türkei und im Nahen Osten – keines dieser vielen und oft unerwarteten Ereignisse konnte den Stimmungsaufschwung dauerhaft kippen“, resümiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die vormals auffällige Stimmungslücke zwischen Mittelstand und Großunternehmen habe sich inzwischen geschlossen. Dies sei der anhaltend soliden Binnennachfrage zu verdanken, zu der sich nun die Hoffnung auf eine zumindest moderate Erholung der Exportmärkte geselle.

„Erhebliche politische Risiken darf man allerdings nicht aus den Augen verlieren“, so Zeuner. Der künftige handelspolitische Kurs der USA sei noch unklar, Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und eventuell in Italien fänden statt, zudem stünden wohl ab dem Frühjahr harte Brexit-Verhandlungen an. „Alles in allem rechnen wir für 2017 bei deutlich weniger Arbeitstagen mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Der deutsche Aufschwung geht damit unter schwierigen Rahmenbedingungen in sein viertes Jahr.“

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

 

Artikel wird geladen..

KfW-Wettbewerbsindikator 2016: Deutscher Mittelstand bei internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spitzenplatz

Pressemitteilung vom 20.11.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Deutsche Unternehmen vor französischen und britischen Mittelständlern
  • Positive Bewertung von Standortfaktoren und Unternehmensperformance
  • Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor: US-Mittelstand holt auf

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen sich aktuell bestens gerüstet für den Wettbewerb mit ihrer Konkurrenz aus dem Ausland: Im KfW-Wettbewerbsindikator 2016 sichern sie sich nach Rang zwei im Jahr 2014 diesmal die Spitzenposition. Mit nur geringem Abstand folgen auf dem Siegertreppchen die Mittelständler aus Frankreich und Großbritannien. Die mittelständischen Unternehmen aus den Vereinigten Staaten sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ungünstige Standortbedingungen wie mangelnde Infrastruktur und hohe Bürokratie erheblich beeinträchtigt und fallen 2016 auf Platz vier zurück.

 

Der KfW-Wettbewerbsindikator basiert auf einer Befragung von mehr als 2.200 Mittelständlern in zehn wichtigen Industrie- und Schwellenländern zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens und ihres Standorts im Vergleich zu ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten. Der Spitzenplatz des deutschen Mittelstands wird getragen von den weiterhin sehr guten Standortbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen in anderen Volkswirtschaften fühlen sich deutlich stärker durch mangelnde Infrastruktur, politische Instabilität, Korruption oder Finanzierungsschwierigkeiten beeinträchtigt. Verbesserungspotenzial sehen die deutschen Mittelständler dennoch: Der Bürokratieabbau muss aus ihrer Sicht vorangetrieben werden, Steuern und Abgaben werden noch immer als zu hoch empfunden und der Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels macht vielen Sorgen.

 

Ihre eigene Unternehmensperformance schätzen die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland besser ein als vor zwei Jahren: Sie punkten weiter vor allem mit Qualität, Innovation und Service, haben zuletzt aber auch bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutlich aufgeholt. Ein wichtiger Treiber hierfür dürfte die Euro-Abwertung infolge der expansiven EZB-Geldpolitik sein, von der auch die Mittelständler anderer Länder der Eurozone wie Frankreich, Spanien und Italien profitieren konnten.

 

„Keine Frage: Der deutsche Mittelstand steht gut da. Seine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit trägt erheblich zu Wachstum und Beschäftigung bei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Wettbewerbsindikators. „Doch unsere Befragung zeigt auch: Ausruhen auf ihren Lorbeeren dürfen sich die Unternehmen nicht. Die Konkurrenz aus anderen Ländern steht in den Startlöchern, um Marktanteile für sich zu gewinnen.“ Positiv bewertet Zeuner die Entwicklung in den europäischen Nachbarländern: „Spanien und Frankreich haben bei der Wettbewerbsfähigkeit aufgeholt und stehen deutlich besser da als vor zwei Jahren. Italien kommt etwas langsamer voran, aber die Richtung stimmt.“

 

KfW Research hat die Mittelständler für den Wettbewerbsindikator 2016 erstmals auch zu ihren Energieeffizienzmaßnahmen befragt. Laut KfW-Chefvolkswirt Zeuner können diese erheblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen: „Energieeffizienzmaßnahmen senken die Energiekosten und verringern die Abhängigkeit von der Energiepreisentwicklung“, so Zeuner. „Sie können außerdem zu schlankeren Prozessen, höherer Produktqualität und besseren Arbeitsbedingungen beitragen – und sie wirken sich positiv auf das Unternehmensimage aus.“

 

Wie die Untersuchung zeigt, hat das Thema international nicht bei allen Mittelständlern den gleichen Stellenwert. Energieeffizienz ist den kleinen und mittleren Unternehmen dort wichtig, wo die Energiekosten als sehr belastend oder die Klimaschutzbestimmungen als besonders streng wahrgenommen werden. Lediglich in Deutschland fällt auf, das ein großer Teil der Mittelständler das Thema Energieeffizienz für wichtig hält (88 %), sich aber gleichzeitig nicht mehr so stark durch Energiekosten beeinträchtigt sieht. Hierin zeigt sich, dass die hohen Energiepreise der Vergangenheit und die staatlichen Fördermaßnahmen nicht nur dazu beigetragen haben, dass Thema Energieeffizienz fest im Bewusstsein der Unternehmen zu verankern. Sie haben auch dazu geführt, dass die Unternehmen ihre Energieeffizienz deutlich verbessert und so ihre Belastung durch Energiekosten begrenzt haben. Jeder vierte deutsche Mittelständler hat in den letzten beiden Jahren konkrete Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt, jedes sechste Unternehmen hat welche in Planung. In etwa gleichauf liegen die mittelständischen Unternehmen aus anderen Industrieländern wie Großbritannien, Italien oder Spanien. Die Franzosen und Japaner folgen mit geringem Abstand. An der Spitze bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen liegen derzeit die Mittelständler aus den Vereinigten Staaten: 29 % von ihnen waren zwischen 2014 und 2016 aktiv. Die Klimapolitik des US-amerikanischen Präsidenten zeigt offensichtlich Wirkung. Das Ausgangsniveau in den USA ist jedoch auch deutlich niedriger als in vielen europäischen Staaten, der Nachholbedarf entsprechend hoch. „Im internationalen Vergleich haben die deutschen Mittelständler beim Wettbewerbsfaktor Energieeffizienz bereits ein gutes Niveau erreicht. Aber sie müssen unbedingt weiter am Ball bleiben!“ sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

KfW-Wettbewerbsindikator 2016: Deutscher Mittelstand bei internationaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spitzenplatz

Pressemitteilung vom 20.11.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Deutsche Unternehmen vor französischen und britischen Mittelständlern
  • Positive Bewertung von Standortfaktoren und Unternehmensperformance
  • Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor: US-Mittelstand holt auf

Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen sich aktuell bestens gerüstet für den Wettbewerb mit ihrer Konkurrenz aus dem Ausland: Im KfW-Wettbewerbsindikator 2016 sichern sie sich nach Rang zwei im Jahr 2014 diesmal die Spitzenposition. Mit nur geringem Abstand folgen auf dem Siegertreppchen die Mittelständler aus Frankreich und Großbritannien. Die mittelständischen Unternehmen aus den Vereinigten Staaten sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ungünstige Standortbedingungen wie mangelnde Infrastruktur und hohe Bürokratie erheblich beeinträchtigt und fallen 2016 auf Platz vier zurück.

 

Der KfW-Wettbewerbsindikator basiert auf einer Befragung von mehr als 2.200 Mittelständlern in zehn wichtigen Industrie- und Schwellenländern zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens und ihres Standorts im Vergleich zu ihren wichtigsten internationalen Konkurrenten. Der Spitzenplatz des deutschen Mittelstands wird getragen von den weiterhin sehr guten Standortbedingungen. Kleine und mittlere Unternehmen in anderen Volkswirtschaften fühlen sich deutlich stärker durch mangelnde Infrastruktur, politische Instabilität, Korruption oder Finanzierungsschwierigkeiten beeinträchtigt. Verbesserungspotenzial sehen die deutschen Mittelständler dennoch: Der Bürokratieabbau muss aus ihrer Sicht vorangetrieben werden, Steuern und Abgaben werden noch immer als zu hoch empfunden und der Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels macht vielen Sorgen.

 

Ihre eigene Unternehmensperformance schätzen die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland besser ein als vor zwei Jahren: Sie punkten weiter vor allem mit Qualität, Innovation und Service, haben zuletzt aber auch bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutlich aufgeholt. Ein wichtiger Treiber hierfür dürfte die Euro-Abwertung infolge der expansiven EZB-Geldpolitik sein, von der auch die Mittelständler anderer Länder der Eurozone wie Frankreich, Spanien und Italien profitieren konnten.

 

„Keine Frage: Der deutsche Mittelstand steht gut da. Seine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit trägt erheblich zu Wachstum und Beschäftigung bei“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Wettbewerbsindikators. „Doch unsere Befragung zeigt auch: Ausruhen auf ihren Lorbeeren dürfen sich die Unternehmen nicht. Die Konkurrenz aus anderen Ländern steht in den Startlöchern, um Marktanteile für sich zu gewinnen.“ Positiv bewertet Zeuner die Entwicklung in den europäischen Nachbarländern: „Spanien und Frankreich haben bei der Wettbewerbsfähigkeit aufgeholt und stehen deutlich besser da als vor zwei Jahren. Italien kommt etwas langsamer voran, aber die Richtung stimmt.“

 

KfW Research hat die Mittelständler für den Wettbewerbsindikator 2016 erstmals auch zu ihren Energieeffizienzmaßnahmen befragt. Laut KfW-Chefvolkswirt Zeuner können diese erheblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen: „Energieeffizienzmaßnahmen senken die Energiekosten und verringern die Abhängigkeit von der Energiepreisentwicklung“, so Zeuner. „Sie können außerdem zu schlankeren Prozessen, höherer Produktqualität und besseren Arbeitsbedingungen beitragen – und sie wirken sich positiv auf das Unternehmensimage aus.“

 

Wie die Untersuchung zeigt, hat das Thema international nicht bei allen Mittelständlern den gleichen Stellenwert. Energieeffizienz ist den kleinen und mittleren Unternehmen dort wichtig, wo die Energiekosten als sehr belastend oder die Klimaschutzbestimmungen als besonders streng wahrgenommen werden. Lediglich in Deutschland fällt auf, das ein großer Teil der Mittelständler das Thema Energieeffizienz für wichtig hält (88 %), sich aber gleichzeitig nicht mehr so stark durch Energiekosten beeinträchtigt sieht. Hierin zeigt sich, dass die hohen Energiepreise der Vergangenheit und die staatlichen Fördermaßnahmen nicht nur dazu beigetragen haben, dass Thema Energieeffizienz fest im Bewusstsein der Unternehmen zu verankern. Sie haben auch dazu geführt, dass die Unternehmen ihre Energieeffizienz deutlich verbessert und so ihre Belastung durch Energiekosten begrenzt haben. Jeder vierte deutsche Mittelständler hat in den letzten beiden Jahren konkrete Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt, jedes sechste Unternehmen hat welche in Planung. In etwa gleichauf liegen die mittelständischen Unternehmen aus anderen Industrieländern wie Großbritannien, Italien oder Spanien. Die Franzosen und Japaner folgen mit geringem Abstand. An der Spitze bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen liegen derzeit die Mittelständler aus den Vereinigten Staaten: 29 % von ihnen waren zwischen 2014 und 2016 aktiv. Die Klimapolitik des US-amerikanischen Präsidenten zeigt offensichtlich Wirkung. Das Ausgangsniveau in den USA ist jedoch auch deutlich niedriger als in vielen europäischen Staaten, der Nachholbedarf entsprechend hoch. „Im internationalen Vergleich haben die deutschen Mittelständler beim Wettbewerbsfaktor Energieeffizienz bereits ein gutes Niveau erreicht. Aber sie müssen unbedingt weiter am Ball bleiben!“ sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Artikel wird geladen..

KfW-Mittelstandspanel: Unternehmen nutzen ihre Finanzkraft, Investitionsschub bleibt aber aus

Pressemitteilung vom 25.10.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Konsum und Wohnungsbau stützen Umsätze und Profitabilität
  • Jobmotor Mittelstand: Höhenflug bei Beschäftigung
  • Investitionen treten auf der Stelle, keine zusätzlichen Anreize durch günstiges Finanzierungsumfeld
  • Mittelstand zeigt seine Finanzkraft: Investitionsfinanzierung mit eigenen Mitteln hoch wie nie

Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2016, der einzigen repräsentativen Erhebung im deutschen Mittelstand.

 

Der Mittelstand ist und bleibt die tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes: Die Zahl der Erwerbstätigen in KMU hat auch im Jahr 2015 weiter zugenommen. Mit 29,5 Millionen Personen ist sie um rund 460.000 bzw. 1,6 % gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute, er liegt aktuell bei 68,7 % (+0,6 Prozentpunkte). Das gesamtwirtschaftliche Plus im Jahresvergleich wird dabei allein vom Mittelstand getragen. Demgegenüber haben Großunternehmen und der öffentliche Sektor die Zahl der bei ihnen beschäftigten Personen um rund 180.000 reduziert.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zieht aus den Ergebnissen des aktuellen KfW-Mittelstandspanels folgende Schlussfolgerung : „Die deutsche Wirtschaft wächst auch 2016, auf die Binnenkonjunktur ist Verlass. Die Optimisten unter den Unternehmen gewinnen die Oberhand. Das spricht für eine robuste und positive Entwicklung im Mittelstand. Das solide Wachstumstempo bei Umsätzen und Beschäftigung wird vermutlich gehalten. Der Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor mehr als gerecht, 2016 werden erstmals über 30 Millionen Menschen dort beschäftigt sein.“

 

Trotz des immer noch günstigen Finanzierungsumfelds und weiter gesunkener Zinslast (minus 5 Mrd. EUR ggü. 2014) treten die Investitionen treten auf der Stelle, nicht zuletzt weil sich Kleinstunternehmen zurückhalten. Die Neigung der mittelständischen Unternehmen zur Kreditfinanzierung ihrer Investitionen ist in der Breite gesunken (510.000 KMU haben Kreditverhandlungen geführt). Die Fremdfinanzierung ist im abgelaufenen Jahr zurückgegangen, auch weil sich der Kreditzugang bei Kleinstunternehmen eingetrübt hat. Stattdessen greift der Mittelstand auf seine in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster zurück: Mit 105 Mrd. Euro ist das Volumen an Investitionsausgaben, die durch Eigenmittel finanziert wurden, so groß wie noch nie. Der Eigenmittelanteil an der Investitionsfinanzierung liegt bei 53 %, ein Zuwachs um 4 Prozentpunkte.

 

Im Auslandsgeschäft scheint das Tief durchschritten: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Der Mittelstand profitiert von sich kontinuierlich verbessernden Bedingungen in Europa. Vor allem größere KMU zeigen eine stark verbesserte Performance im Auslandsgeschäft. Das Brexit-Votum wird in der kurzen Frist überschaubare Folgen für den Mittelstand haben. Trotz des Umsatzwachstums auf internationalen Märkten hat die direkte internationale Verflechtung der kleinen und mittleren Unternehmen abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014.

 

Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter den Investitionen: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen“, so Zeuner weiter.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

KfW-Mittelstandspanel: Unternehmen nutzen ihre Finanzkraft, Investitionsschub bleibt aber aus

Pressemitteilung vom 25.10.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Konsum und Wohnungsbau stützen Umsätze und Profitabilität
  • Jobmotor Mittelstand: Höhenflug bei Beschäftigung
  • Investitionen treten auf der Stelle, keine zusätzlichen Anreize durch günstiges Finanzierungsumfeld
  • Mittelstand zeigt seine Finanzkraft: Investitionsfinanzierung mit eigenen Mitteln hoch wie nie

Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2016, der einzigen repräsentativen Erhebung im deutschen Mittelstand.

 

Der Mittelstand ist und bleibt die tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes: Die Zahl der Erwerbstätigen in KMU hat auch im Jahr 2015 weiter zugenommen. Mit 29,5 Millionen Personen ist sie um rund 460.000 bzw. 1,6 % gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute, er liegt aktuell bei 68,7 % (+0,6 Prozentpunkte). Das gesamtwirtschaftliche Plus im Jahresvergleich wird dabei allein vom Mittelstand getragen. Demgegenüber haben Großunternehmen und der öffentliche Sektor die Zahl der bei ihnen beschäftigten Personen um rund 180.000 reduziert.

 

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zieht aus den Ergebnissen des aktuellen KfW-Mittelstandspanels folgende Schlussfolgerung : „Die deutsche Wirtschaft wächst auch 2016, auf die Binnenkonjunktur ist Verlass. Die Optimisten unter den Unternehmen gewinnen die Oberhand. Das spricht für eine robuste und positive Entwicklung im Mittelstand. Das solide Wachstumstempo bei Umsätzen und Beschäftigung wird vermutlich gehalten. Der Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor mehr als gerecht, 2016 werden erstmals über 30 Millionen Menschen dort beschäftigt sein.“

 

Trotz des immer noch günstigen Finanzierungsumfelds und weiter gesunkener Zinslast (minus 5 Mrd. EUR ggü. 2014) treten die Investitionen treten auf der Stelle, nicht zuletzt weil sich Kleinstunternehmen zurückhalten. Die Neigung der mittelständischen Unternehmen zur Kreditfinanzierung ihrer Investitionen ist in der Breite gesunken (510.000 KMU haben Kreditverhandlungen geführt). Die Fremdfinanzierung ist im abgelaufenen Jahr zurückgegangen, auch weil sich der Kreditzugang bei Kleinstunternehmen eingetrübt hat. Stattdessen greift der Mittelstand auf seine in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster zurück: Mit 105 Mrd. Euro ist das Volumen an Investitionsausgaben, die durch Eigenmittel finanziert wurden, so groß wie noch nie. Der Eigenmittelanteil an der Investitionsfinanzierung liegt bei 53 %, ein Zuwachs um 4 Prozentpunkte.

 

Im Auslandsgeschäft scheint das Tief durchschritten: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Der Mittelstand profitiert von sich kontinuierlich verbessernden Bedingungen in Europa. Vor allem größere KMU zeigen eine stark verbesserte Performance im Auslandsgeschäft. Das Brexit-Votum wird in der kurzen Frist überschaubare Folgen für den Mittelstand haben. Trotz des Umsatzwachstums auf internationalen Märkten hat die direkte internationale Verflechtung der kleinen und mittleren Unternehmen abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014.

 

Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter den Investitionen: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen“, so Zeuner weiter.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Artikel wird geladen..

Sommerblues im Mittelstand


Pressemitteilung vom 08.09.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Geschäftsklima sinkt im August
  • Lageurteile deutlich schlechter, Erwartungen aber auf Jahreshoch
  • Großunternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft
  • Beschäftigungspläne signalisieren Zuversicht

Der deutsche Mittelstand verfällt im August in einen Sommerblues. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, sinkt um 2,5 Zähler auf 14,0 Saldenpunkte. Verantwortlich hierfür ist allein die schlechtere Bewertung der laufenden Geschäfte, die Geschäftserwartungen verbessern sich dagegen auf ein neues Jahreshoch.

Die kleinen und mittleren Unternehmen schätzen ihre aktuellen Geschäfte im August deutlich weniger positiv ein als noch im Vormonat: Die Lageurteile sinken um hohe 5,6 Zähler auf 21,7 Saldenpunkte. Gründe für die merklich geringere Zufriedenheit könnten im – mittlerweile beigelegten – Zuliefererstreit bei VW und auch im unbeständigen Wetter liegen, das dem Handel mit Sommerware geschadet haben könnte. Unter den Branchen sind es jedenfalls vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Handel, die ihre aktuelle Geschäftslage viel schlechter beurteilen als noch im Juli.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler legen hingegen weiter zu. Mit 6,1 Saldenpunkten (+0,4 Zähler) erreichen sie den bisher höchsten Wert des laufenden Jahres. In Anbetracht der gestiegenen Unsicherheiten auf der außenwirtschaftlichen Seite insbesondere infolge des Brexit-Votums ist das ein beruhigendes Signal. Es unterstreicht, dass – angesichts der relativ starken Orientierung der kleinen und mittleren Unternehmen auf den heimischen Markt – die deutsche Konjunktur weiterhin auf die Binnennachfrage setzen kann.

Bei den in aller Regel international tätigen Großunternehmen hinterlassen die neuen externen Belastungen jedoch erkennbare Spuren. Sie schätzen nicht nur ihre aktuelle Lage mit jetzt 14,4 Saldenpunkten um erhebliche 5,9 Zähler schlechter ein als im Vormonat, sondern blicken im Unterschied zu den Mittelständlern mit zuletzt nur noch 1,3 Saldenpunkten (-2,5 Zähler) zugleich auch deutlich pessimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima der deutschen Großunternehmen verschlechtert sich daher im August um 4,1 Zähler auf 8,0 Saldenpunkte.

Von der negativen Entwicklung abkoppeln kann sich bei den Großunternehmen lediglich die Baubranche: Die großen Baufirmen melden einen kräftigen Stimmungsanstieg um 2,6 Zähler auf sehr hohe 29,6 Saldenpunkte. Auch die – besonders stark im Wohnbau engagierten – mittelständischen Bauunternehmen bleiben bester Laune; der mittelständische Bauklimaindikator erklimmt im August bereits das vierte neue Allzeithoch in Folge (+0,4 Zähler auf von 28,3 Saldenpunkte).

Ungeachtet der Eintrübungen beim Geschäftsklima signalisieren die Beschäftigungspläne weiterhin Zuversicht. Im Mittelstand steigen sie um 0,2 Zähler auf 9,8 Saldenpunkte und bei den Großunternehmen um 1,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte. Die Bereitschaft der Unternehmen weitere Arbeitsplätze zu schaffen deutet darauf hin, dass sie grundsätzlich von einem positiven Fortgang der Konjunktur ausgehen.

„Es gibt keinen Anlass von unserer recht zuversichtlichen Konjunkturprognose für 2016 und 2017 abzurücken. Zwar wird der Brexit die Unternehmensinvestitionen und den Export wohl mindestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 dämpfen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau, der steigende Konsum und die Wohnbauten bleiben jedoch verlässliche Stützen der Konjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,8 % und 2017 noch um 1,3 % wachsen, wobei die Wachstumsverlangsamung im kommenden Jahr zum allergrößten Teil auf die deutlich geringere Arbeitstagezahl zurückzuführen sei. Das konjunkturelle Grundtempo bleibe in beiden Jahren nahezu gleich und sei angesichts der Rahmenbedingungen durchaus ordentlich. „Der Stimmungsverfall im August sollte daher eine Eintagsfliege bleiben“, so Zeuner.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Sommerblues im Mittelstand


Pressemitteilung vom 08.09.2016 / KfW, KfW Research

 

  • Geschäftsklima sinkt im August
  • Lageurteile deutlich schlechter, Erwartungen aber auf Jahreshoch
  • Großunternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft
  • Beschäftigungspläne signalisieren Zuversicht

Der deutsche Mittelstand verfällt im August in einen Sommerblues. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, sinkt um 2,5 Zähler auf 14,0 Saldenpunkte. Verantwortlich hierfür ist allein die schlechtere Bewertung der laufenden Geschäfte, die Geschäftserwartungen verbessern sich dagegen auf ein neues Jahreshoch.

Die kleinen und mittleren Unternehmen schätzen ihre aktuellen Geschäfte im August deutlich weniger positiv ein als noch im Vormonat: Die Lageurteile sinken um hohe 5,6 Zähler auf 21,7 Saldenpunkte. Gründe für die merklich geringere Zufriedenheit könnten im – mittlerweile beigelegten – Zuliefererstreit bei VW und auch im unbeständigen Wetter liegen, das dem Handel mit Sommerware geschadet haben könnte. Unter den Branchen sind es jedenfalls vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Handel, die ihre aktuelle Geschäftslage viel schlechter beurteilen als noch im Juli.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler legen hingegen weiter zu. Mit 6,1 Saldenpunkten (+0,4 Zähler) erreichen sie den bisher höchsten Wert des laufenden Jahres. In Anbetracht der gestiegenen Unsicherheiten auf der außenwirtschaftlichen Seite insbesondere infolge des Brexit-Votums ist das ein beruhigendes Signal. Es unterstreicht, dass – angesichts der relativ starken Orientierung der kleinen und mittleren Unternehmen auf den heimischen Markt – die deutsche Konjunktur weiterhin auf die Binnennachfrage setzen kann.

Bei den in aller Regel international tätigen Großunternehmen hinterlassen die neuen externen Belastungen jedoch erkennbare Spuren. Sie schätzen nicht nur ihre aktuelle Lage mit jetzt 14,4 Saldenpunkten um erhebliche 5,9 Zähler schlechter ein als im Vormonat, sondern blicken im Unterschied zu den Mittelständlern mit zuletzt nur noch 1,3 Saldenpunkten (-2,5 Zähler) zugleich auch deutlich pessimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima der deutschen Großunternehmen verschlechtert sich daher im August um 4,1 Zähler auf 8,0 Saldenpunkte.

Von der negativen Entwicklung abkoppeln kann sich bei den Großunternehmen lediglich die Baubranche: Die großen Baufirmen melden einen kräftigen Stimmungsanstieg um 2,6 Zähler auf sehr hohe 29,6 Saldenpunkte. Auch die – besonders stark im Wohnbau engagierten – mittelständischen Bauunternehmen bleiben bester Laune; der mittelständische Bauklimaindikator erklimmt im August bereits das vierte neue Allzeithoch in Folge (+0,4 Zähler auf von 28,3 Saldenpunkte).

Ungeachtet der Eintrübungen beim Geschäftsklima signalisieren die Beschäftigungspläne weiterhin Zuversicht. Im Mittelstand steigen sie um 0,2 Zähler auf 9,8 Saldenpunkte und bei den Großunternehmen um 1,3 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte. Die Bereitschaft der Unternehmen weitere Arbeitsplätze zu schaffen deutet darauf hin, dass sie grundsätzlich von einem positiven Fortgang der Konjunktur ausgehen.

„Es gibt keinen Anlass von unserer recht zuversichtlichen Konjunkturprognose für 2016 und 2017 abzurücken. Zwar wird der Brexit die Unternehmensinvestitionen und den Export wohl mindestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 dämpfen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau, der steigende Konsum und die Wohnbauten bleiben jedoch verlässliche Stützen der Konjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Alles in allem werde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,8 % und 2017 noch um 1,3 % wachsen, wobei die Wachstumsverlangsamung im kommenden Jahr zum allergrößten Teil auf die deutlich geringere Arbeitstagezahl zurückzuführen sei. Das konjunkturelle Grundtempo bleibe in beiden Jahren nahezu gleich und sei angesichts der Rahmenbedingungen durchaus ordentlich. „Der Stimmungsverfall im August sollte daher eine Eintagsfliege bleiben“, so Zeuner.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

Artikel wird geladen..

31.08.2016

Betriebe in Niederbayern mit über 500 Millionen Euro gefördert

LfA unterstützt in drei Jahren fast 2000 niederbayerische Firmen

 

Die LfA Förderbank Bayern hat in den vergangenen drei Jahren fast 2.000 mittelständische Unternehmen in Niederbayern mit rund 537 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Die Unternehmen konnten damit Investitionen in Höhe von fast 750 Millionen Euro stemmen und so an die 50.000 Arbeitsplätze sichern sowie über 1.700 neue schaffen. Das gaben LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl und sein Vize Dr. Hans Schleicher bei einem Treffen mit Präsident Thomas Leebmann und Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart von der Industrie- und Handelskammer Niederbayern bekannt.

 

„Industriebetriebe, Händler und Dienstleister müssen im digitalen Zeitalter kräftig investieren, um leistungsfähig zu bleiben. Bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel steht die IHK den Unternehmen in kostenlosen Beratungsgesprächen mit Rat und Tat zur Seite. Die einfachen, günstigen und verlässlichen Finanzierungsmöglichkeiten der LfA sind für den Mittelstand ein wichtiger Baustein. Die Förderzahlen für Niederbayern zeigen, dass die Wirtschaft ihren Wachstumskurs mit anhaltend guter Investitionskonjunktur fortsetzt und die Weichen in Richtung Vollbeschäftigung stellt“, erläuterte IHK-Präsident Thomas Leebmann.

 

„Existenzgründer und Mittelständler unterstützt die LfA mit Bürgschaften und Haftungsfreistellungen und gleicht damit fehlende Sicherheiten bei der Kreditfinanzierung aus. Gerade in der Gründungsphase ist der schwierige Zugang zur Startfinanzierung eine der größten Hürden. Unser hier passgenaues Förderangebot kam in den vergangenen drei Jahren rund 480 niederbayerischen Jungunternehmern zu Gute, die so frische Ideen mit einem Volumen von fast 150 Millionen Euro umsetzen konnten. Das sichert Arbeitsplätze und Fachkräfte am Standort“, erklärte LfA-Chef Dr. Beierl.

 

Die LfA ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage LfA.

 

 

 

 

31.08.2016

Betriebe in Niederbayern mit über 500 Millionen Euro gefördert

LfA unterstützt in drei Jahren fast 2000 niederbayerische Firmen

 

Die LfA Förderbank Bayern hat in den vergangenen drei Jahren fast 2.000 mittelständische Unternehmen in Niederbayern mit rund 537 Millionen Euro an Förderkrediten unterstützt. Die Unternehmen konnten damit Investitionen in Höhe von fast 750 Millionen Euro stemmen und so an die 50.000 Arbeitsplätze sichern sowie über 1.700 neue schaffen. Das gaben LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl und sein Vize Dr. Hans Schleicher bei einem Treffen mit Präsident Thomas Leebmann und Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart von der Industrie- und Handelskammer Niederbayern bekannt.

 

„Industriebetriebe, Händler und Dienstleister müssen im digitalen Zeitalter kräftig investieren, um leistungsfähig zu bleiben. Bei der Beantragung öffentlicher Fördermittel steht die IHK den Unternehmen in kostenlosen Beratungsgesprächen mit Rat und Tat zur Seite. Die einfachen, günstigen und verlässlichen Finanzierungsmöglichkeiten der LfA sind für den Mittelstand ein wichtiger Baustein. Die Förderzahlen für Niederbayern zeigen, dass die Wirtschaft ihren Wachstumskurs mit anhaltend guter Investitionskonjunktur fortsetzt und die Weichen in Richtung Vollbeschäftigung stellt“, erläuterte IHK-Präsident Thomas Leebmann.

 

„Existenzgründer und Mittelständler unterstützt die LfA mit Bürgschaften und Haftungsfreistellungen und gleicht damit fehlende Sicherheiten bei der Kreditfinanzierung aus. Gerade in der Gründungsphase ist der schwierige Zugang zur Startfinanzierung eine der größten Hürden. Unser hier passgenaues Förderangebot kam in den vergangenen drei Jahren rund 480 niederbayerischen Jungunternehmern zu Gute, die so frische Ideen mit einem Volumen von fast 150 Millionen Euro umsetzen konnten. Das sichert Arbeitsplätze und Fachkräfte am Standort“, erklärte LfA-Chef Dr. Beierl.

 

Die LfA ist seit 65 Jahren die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht. Um den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken, unterstützt die LfA auch Infrastrukturvorhaben.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage LfA.

 

 

 

 

Artikel wird geladen..

Mittelstand für Nachwuchs attraktiv

Pressemitteilung vom 28.08.2016 / KfW

 

Neun von zehn Azubis lernen in mittelständischen Unternehmen

 

Mittelstand stemmt sich gegen den Trend und hält Auszubildendenzahl konstant bei ca. 1,2 Millionen

Das Handwerk ist besonders ausbildungsaktiv

Flüchtlinge sorgen für ersten Anstieg der Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen seit 10 Jahren

Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland sinkt weiter und liegt aktuell bei 1,34 Millionen, mit 516.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde im Jahr 2015 ein Negativrekord erzielt. Die Gründe hierfür liegen in rückläufigen Schülerzahlen aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels und der gleichzeitig zunehmenden Studierneigung der jungen Generation. Für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die berufliche Ausbildung von Nachwuchs-Fachkräften jedoch überlebenswichtig. Wie eine Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt, gelingt es ihnen derzeit noch, sich gegen den Trend zu stemmen: Sie halten die Anzahl ihrer Auszubildenden seit fünf Jahren in etwa konstant bei 1,2 Millionen. Neun von zehn Nachwuchskräften hierzulande absolvieren damit ihre berufliche Ausbildung im Mittelstand.

 

„Die Ausbildungstätigkeit verlagert sich immer weiter in den Mittelstand“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dort arbeiten gut zwei Drittel der Beschäftigten bundesweit, mittlerweile aber fast 90 % der Auszubildenden. Für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2016 rechnen wir allerdings mit einem leichten Rückgang der Azubis im Mittelstand.“

 

Insgesamt bilden 13 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland aus. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Betrieb, desto seltener hat er Lehrlinge in seiner Belegschaft. Daher finden sich im Verarbeitenden Gewerbe, in dem häufiger größere Mittelständler vertreten sind als in anderen Branchen, besonders oft ausbildende Unternehmen (28 %). Allein das Handwerk durchbricht diese Größenabhängigkeit, die vielen kleinen Handwerksbetriebe in Deutschland sind weit überdurchschnittlich ausbildungsaktiv. Der Anteil ausbildender Unternehmen ist daher im Handwerk mit 24 % fast doppelt so hoch wie im restlichen Mittelstand.

 

Die hohen Zuwanderungszahlen lenken den Blick auf den so genannten „Übergangsbereich“, der durch berufsvorbereitende Maßnahmen oder nachgeholte Schulabschlüsse die Chancen junger Menschen ohne Ausbildungsplatz verbessern soll: Erstmals seit zehn Jahren weist die amtliche Statistik in 2015 einen Anstieg der Neuzugänge im Übergangsbereich aus – und zwar um 7 % ggü. dem Vorjahr auf 271.000. Schließlich benötigen viele junge Flüchtlinge eine intensive Berufsvorbereitung in Verbindung mit Sprach- und Integrationsunterricht.

 

„Die Integration von Flüchtlingen zählt aktuell zu den zentralen Herausforderungen des Berufsbildungssystems in Deutschland“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Selten gab es einen besseren Anlass, den Übergangsbereich als wichtige Brücke zwischen Schule und Ausbildung zu stärken.“

 

Die aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels ist abrufbar unter: www.kfw.de/research.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW

 

Mittelstand für Nachwuchs attraktiv

Pressemitteilung vom 28.08.2016 / KfW

 

Neun von zehn Azubis lernen in mittelständischen Unternehmen

 

Mittelstand stemmt sich gegen den Trend und hält Auszubildendenzahl konstant bei ca. 1,2 Millionen

Das Handwerk ist besonders ausbildungsaktiv

Flüchtlinge sorgen für ersten Anstieg der Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen seit 10 Jahren

Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland sinkt weiter und liegt aktuell bei 1,34 Millionen, mit 516.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde im Jahr 2015 ein Negativrekord erzielt. Die Gründe hierfür liegen in rückläufigen Schülerzahlen aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels und der gleichzeitig zunehmenden Studierneigung der jungen Generation. Für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die berufliche Ausbildung von Nachwuchs-Fachkräften jedoch überlebenswichtig. Wie eine Sonderauswertung des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt, gelingt es ihnen derzeit noch, sich gegen den Trend zu stemmen: Sie halten die Anzahl ihrer Auszubildenden seit fünf Jahren in etwa konstant bei 1,2 Millionen. Neun von zehn Nachwuchskräften hierzulande absolvieren damit ihre berufliche Ausbildung im Mittelstand.

 

„Die Ausbildungstätigkeit verlagert sich immer weiter in den Mittelstand“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dort arbeiten gut zwei Drittel der Beschäftigten bundesweit, mittlerweile aber fast 90 % der Auszubildenden. Für das gerade gestartete Ausbildungsjahr 2016 rechnen wir allerdings mit einem leichten Rückgang der Azubis im Mittelstand.“

 

Insgesamt bilden 13 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland aus. Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Betrieb, desto seltener hat er Lehrlinge in seiner Belegschaft. Daher finden sich im Verarbeitenden Gewerbe, in dem häufiger größere Mittelständler vertreten sind als in anderen Branchen, besonders oft ausbildende Unternehmen (28 %). Allein das Handwerk durchbricht diese Größenabhängigkeit, die vielen kleinen Handwerksbetriebe in Deutschland sind weit überdurchschnittlich ausbildungsaktiv. Der Anteil ausbildender Unternehmen ist daher im Handwerk mit 24 % fast doppelt so hoch wie im restlichen Mittelstand.

 

Die hohen Zuwanderungszahlen lenken den Blick auf den so genannten „Übergangsbereich“, der durch berufsvorbereitende Maßnahmen oder nachgeholte Schulabschlüsse die Chancen junger Menschen ohne Ausbildungsplatz verbessern soll: Erstmals seit zehn Jahren weist die amtliche Statistik in 2015 einen Anstieg der Neuzugänge im Übergangsbereich aus – und zwar um 7 % ggü. dem Vorjahr auf 271.000. Schließlich benötigen viele junge Flüchtlinge eine intensive Berufsvorbereitung in Verbindung mit Sprach- und Integrationsunterricht.

 

„Die Integration von Flüchtlingen zählt aktuell zu den zentralen Herausforderungen des Berufsbildungssystems in Deutschland“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Selten gab es einen besseren Anlass, den Übergangsbereich als wichtige Brücke zwischen Schule und Ausbildung zu stärken.“

 

Die aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels ist abrufbar unter: www.kfw.de/research.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW

 

Artikel wird geladen..

KfW-Konjunkturkompass: Deutsche Wirtschaft mit solidem Wachstum

Pressemitteilung vom 24.08.2016 / KfW

 

  • Weiter gute Aussichten für die Binnenkonjunktur, Schwung bei Unternehmensinvestitionen fehlt jedoch
  • Brexit-Votum sorgt für schwächere Exportdynamik in zweitem Halbjahr
  • KfW Research erwartet für 2016 ein Konjunkturplus von 1,8 %, für 2017 von 1,3 %

 

Nach einem aus ökonomischer Sicht sehr guten ersten Halbjahr startet die deutsche Wirtschaft in robuster Verfassung in die zweite Jahreshälfte. Aufgrund eines besser als erwartet ausgefallenen Wachstums im zweiten Quartal (+0,4% ggü. Vorquartal) revidiert KfW Research seine nach dem Brexit-Votum auf 1,5 % gesenkte Konjunkturprognose für das laufende Jahr wieder leicht nach oben auf 1,8 %. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % erwartet (Vorprognose: 1,2 %).

 

Im zweiten Quartal 2016 hat sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft zwar reduziert, doch der Rückgang war weniger stark als es nach der witterungsbedingten Sonderkonjunktur für die Bauwirtschaft im Winter zu erwarten war. Vielmehr reichte es trotz klar rückläufiger Industrieproduktion noch zu einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum im Vergleich zum langjährigen Trend, das sowohl vom Konsum als auch von einem positiven Außenbeitrag getragen wurde. Der starke Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen (-2,4 %) ist allerdings ein Wermutstropfen, der zeigt, dass die strukturelle Schwäche der Investitionstätigkeit nicht überwunden ist. Die Stimmung der heimischen Wirtschaft ist dennoch auch zur Jahresmitte weiterhin positiv, wie etwa das aktuelle ifo-Geschäftsklima Juli und der Einkaufsmanagerindex August signalisieren.

 

„Die robuste Verfassung der deutschen Wirtschaft spricht für ein Andauern der guten Binnenkonjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die Beschäftigung lege weiter zu und stütze den privaten Konsum sowie den Wohnungsbau. Der Staat dürfe seine Konsumausgaben infolge der Flüchtlingsmigration ausweiten, in den öffentlichen Haushalten sei ausreichend Spielraum hierfür vorhanden. „Alles in allem hat die deutsche Wirtschaft zurzeit ordentlich Rückenwind – ohne das Brexit-Votum wäre ein deutlicher Aufschwung drin gewesen“, so Zeuner.

 

Die Entscheidung der Briten gegen einen Verbleib in der Europäischen Union dürfte das Wachstumstempo jedoch erst einmal drosseln. Das Vereinigte Königreich, für deutsche Unternehmen ein bedeutender Markt, wird im kommenden Jahr nach der Prognose von KfW Research ein Wirtschaftswachstum von unter einem halben Prozent erreichen. Das bremst über den Exportkanal auch die deutsche Konjunktur, das hiesige Exportwachstum dürfte sich trotz der graduellen Aufhellung des Konjunkturbildes in den Entwicklungs- und Schwellenländern abkühlen. Dies umso mehr, da sich auch der Aufschwung in den anderen Ländern der Eurozone verlangsamt und ein weiterer wichtiger Handelspartner, die Türkei, nach dem Putsch-Versuch eine Phase verstärkter politischer Unsicherheit durchläuft. Die schwächere Exportentwicklung begrenzt auch das Aufwärtspotenzial bei den Unternehmensinvestitionen.

 

„Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird nach Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen des Brexit-Votums im kommenden Jahr wieder zunehmen. Dennoch fällt die für 2017 von KfW-Research erwartete Jahresrate mit 1,3 % deutlich geringer aus“, so Zeuner. Grund sei ein Kalendereffekt: „.Im kommenden Jahr können sich die Arbeitnehmer über drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das sorgt aber auch für niedrigeres Wirtschaftswachstum. Etwa vier Fünftel des Wachstumsrückgangs lassen sich hierauf zurückführen.“

 

Den aktuellen KfW-Konjunkturkompass Deutschland finden Sie unter: www.kfw.de/konjunkturkompass.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

KfW-Konjunkturkompass: Deutsche Wirtschaft mit solidem Wachstum

Pressemitteilung vom 24.08.2016 / KfW

 

  • Weiter gute Aussichten für die Binnenkonjunktur, Schwung bei Unternehmensinvestitionen fehlt jedoch
  • Brexit-Votum sorgt für schwächere Exportdynamik in zweitem Halbjahr
  • KfW Research erwartet für 2016 ein Konjunkturplus von 1,8 %, für 2017 von 1,3 %

 

Nach einem aus ökonomischer Sicht sehr guten ersten Halbjahr startet die deutsche Wirtschaft in robuster Verfassung in die zweite Jahreshälfte. Aufgrund eines besser als erwartet ausgefallenen Wachstums im zweiten Quartal (+0,4% ggü. Vorquartal) revidiert KfW Research seine nach dem Brexit-Votum auf 1,5 % gesenkte Konjunkturprognose für das laufende Jahr wieder leicht nach oben auf 1,8 %. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % erwartet (Vorprognose: 1,2 %).

 

Im zweiten Quartal 2016 hat sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft zwar reduziert, doch der Rückgang war weniger stark als es nach der witterungsbedingten Sonderkonjunktur für die Bauwirtschaft im Winter zu erwarten war. Vielmehr reichte es trotz klar rückläufiger Industrieproduktion noch zu einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum im Vergleich zum langjährigen Trend, das sowohl vom Konsum als auch von einem positiven Außenbeitrag getragen wurde. Der starke Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen (-2,4 %) ist allerdings ein Wermutstropfen, der zeigt, dass die strukturelle Schwäche der Investitionstätigkeit nicht überwunden ist. Die Stimmung der heimischen Wirtschaft ist dennoch auch zur Jahresmitte weiterhin positiv, wie etwa das aktuelle ifo-Geschäftsklima Juli und der Einkaufsmanagerindex August signalisieren.

 

„Die robuste Verfassung der deutschen Wirtschaft spricht für ein Andauern der guten Binnenkonjunktur“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Die Beschäftigung lege weiter zu und stütze den privaten Konsum sowie den Wohnungsbau. Der Staat dürfe seine Konsumausgaben infolge der Flüchtlingsmigration ausweiten, in den öffentlichen Haushalten sei ausreichend Spielraum hierfür vorhanden. „Alles in allem hat die deutsche Wirtschaft zurzeit ordentlich Rückenwind – ohne das Brexit-Votum wäre ein deutlicher Aufschwung drin gewesen“, so Zeuner.

 

Die Entscheidung der Briten gegen einen Verbleib in der Europäischen Union dürfte das Wachstumstempo jedoch erst einmal drosseln. Das Vereinigte Königreich, für deutsche Unternehmen ein bedeutender Markt, wird im kommenden Jahr nach der Prognose von KfW Research ein Wirtschaftswachstum von unter einem halben Prozent erreichen. Das bremst über den Exportkanal auch die deutsche Konjunktur, das hiesige Exportwachstum dürfte sich trotz der graduellen Aufhellung des Konjunkturbildes in den Entwicklungs- und Schwellenländern abkühlen. Dies umso mehr, da sich auch der Aufschwung in den anderen Ländern der Eurozone verlangsamt und ein weiterer wichtiger Handelspartner, die Türkei, nach dem Putsch-Versuch eine Phase verstärkter politischer Unsicherheit durchläuft. Die schwächere Exportentwicklung begrenzt auch das Aufwärtspotenzial bei den Unternehmensinvestitionen.

 

„Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird nach Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen des Brexit-Votums im kommenden Jahr wieder zunehmen. Dennoch fällt die für 2017 von KfW-Research erwartete Jahresrate mit 1,3 % deutlich geringer aus“, so Zeuner. Grund sei ein Kalendereffekt: „.Im kommenden Jahr können sich die Arbeitnehmer über drei arbeitsfreie Tage mehr freuen. Das sorgt aber auch für niedrigeres Wirtschaftswachstum. Etwa vier Fünftel des Wachstumsrückgangs lassen sich hierauf zurückführen.“

 

Den aktuellen KfW-Konjunkturkompass Deutschland finden Sie unter: www.kfw.de/konjunkturkompass.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

 

 

Artikel wird geladen..

11.8.2016: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2016

  • Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust, die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich jedoch etwas verlangsamt.
  • Die außenwirtschaftlichen Risiken haben sich erhöht. Dies ist vor allem auf das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich zurückzuführen.
  • Die Industrieproduktion stieg im Juni, entwickelte sich aber im zweiten Quartal insgesamt eher schwach. Die gute Baukonjunktur wird noch durch witterungsbedingte Sondereffekte überlagert.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter stabil positiv.

Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust.[1] Zwar hat sich die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Vierteljahr etwas verringert, dies war allerdings nach dem sehr starken Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von 0,7 %[2] erwartet worden. Aufgrund der milden Witterung war die Bauproduktion im Winter sehr viel höher als üblich. Die Frühjahrsbelebung im Baugewerbe fiel somit deutlich schwächer aus. Dies bremst das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Vierteljahr. Die Produktion in der Industrie war saisonbereinigt geringer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Der Beschäftigungsaufschwung ist weiter intakt und erfolgt insbesondere in den Dienstleistungsbereichen. Auf der Nachfrageseite hat sich die Entwicklung der Ausfuhren etwas verlangsamt. Auch die privaten Konsumausgaben zeigen sich nicht ganz so dynamisch wie in den Vorquartalen. Die Unternehmen dürften, nach dem starken Zuwachs im ersten Vierteljahr, die Investitionen in Maschinen und Anlagen etwas eingeschränkt haben. Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft hat sich trotz des Brexit-Referendums im Vereinigten Königreich nur wenig eingetrübt. Zwar haben sich die Erwartungen etwas verringert, aber die aktuelle Lageeinschätzung hat sich leicht verbessert. Die Unwägbarkeiten nach dem britischen Votum erhöhen die Unsicherheit in der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft ist jedoch in einer guten Verfassung und hat es, auch Dank der geographischen Diversifizierung der deutschen Ausfuhren, immer wieder geschafft, sich auf neue Situationen einzustellen.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. In den Vereinigten Staaten fiel das Wachstum im zweiten Quartal deutlich niedriger aus als erwartet. Für den Euroraum wurde in der Schnellschätzung ein moderates Wachstum von 0,3 % gemeldet. Für das Vereinigte Königreich wurde ein überraschend kräftiges Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorquartal veröffentlicht. Allerdings betraf dies den Zeitraum noch vor dem Brexit-Referendum. Erste Frühindikatoren haben sich angesichts des Brexit-Votums deutlich eingetrübt. Insgesamt haben sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken jedoch erhöht. Zahlreiche Analysten haben daher ihre Wachstumserwartungen für das kommende Jahr insbesondere für das Vereinigte Königreich, aber auch für die Eurozone zurückgenommen. Für die japanische Wirtschaft zeichnet sich weiter kein nachhaltiger Aufschwung ab. China meldet weiterhin ein hohes, aber sich verlangsamendes Wachstum. Die Rezession in Brasilien scheint sich allmählich abzuschwächen. Derzeit deuten die aktuellen Frühindikatoren für die globale Wirtschaft auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstums hin.

Angesichts des weltwirtschaftlich schwierigen Umfelds hat sich das Wachstum der deutschen Ausfuhren leicht abgeschwächt. Dabei kamen die Zuwächse überwiegend aus den Ländern der Europäischen Union. Die gestiegenen Risiken der Weltwirtschaft deuten in den nächsten Monaten eher auf eine moderate Zunahme der Exporte hin. Die Einfuhren an Waren haben sich zuletzt etwas erholt. Im zweiten Vierteljahr nahmen sie dennoch nominal um 1,3 % ab.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich zum Ende des zweiten Quartals etwas belebt. Im Juni wurde 0,8 % mehr produziert als im Vormonat. Einem deutlichen Anstieg der Produktion in der Industrie (+1,5 %) steht ein Rückgang im Baugewerbe (-0,5 %) gegenüber. Produktionszuwächse erreichten die Investitionsgüter- (+3,5 %) und die Konsumgüterproduzenten (+1,2 %), während es bei den Produzenten von Vorleistungsgütern zu einem leichten Rückgang kam (-0,7 %). Die Energieerzeugung wurde zurückgefahren (-2,7 %). Im zweiten Vierteljahr ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken (-0,7 %). Die Auftragseingänge in der Industrie entwickeln sich in der Tendenz derzeit eher seitlich. Angesichts der Entwicklung der Auftragseingänge und der Stimmungslage in der Industrie dürfte in den kommenden Monaten eine allenfalls moderate Aufwärtsentwicklung zu erwarten sein. Die Erzeugung im Baugewerbe sank nach einem witterungsbedingt sehr starken ersten Vierteljahr im jüngsten Quartal deutlich (-4,3 %). Die gute Auftragssituation im Baugewerbe spricht jedoch für eine Fortsetzung der Baukonjunktur.

Der private Konsum dürfte im zweiten Quartal weniger stark zugenommen haben als in den Vorperioden. Das Umsatzvolumen im Einzelhandel konnten im zweiten Quartal erstmals seit über einem Jahr nicht gesteigert werden (-0,3 %) und stellte sich in der Tendenz zuletzt eher rückläufig dar. Auch der Kfz-Handel konnte seinen lang anhaltenden Aufwärtstrend zuletzt nicht fortsetzen. Im Mai lagen die Umsätze um 1,4 % unter dem Wert des Vormonats, im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Erlösrückgang um 0,9 %. Dagegen entwickelte sich die Zahl der privaten Kfz-Neuzulassungen trotz eines Dämpfers im Juli tendenziell positiv. Insgesamt bleibt das Geschäftsklima im Einzelhandel auf hohem Niveau stabil und das Konsumklima unter den Verbrauchern gut.

Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält unvermindert an und führt zu einem weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und stieg im Juni auf eine neue Rekordmarke von rund 43,7 Mio. Personen. Saisonbereinigt waren 45.000 Personen mehr beschäftigt als im Mai. Die registrierte Arbeitslosigkeit ist im Juli aufgrund der Sommerferien leicht auf 2,66 Mio. Personen gestiegen, saisonbereinigt setzt sich der schrittweise Abbau der Arbeitslosigkeit allerdings fort. Dazu haben auch die ausgeweiteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beigetragen. Die Unterbeschäftigung steigt saisonbereinigt weiter an, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl an zugewanderten Flüchtlingen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Frühindikatoren senden optimistische Signale für den Arbeitsmarkt und deuten auf eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus hin.

-------------------------

Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

--------------------------

[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. August 2016 vorlagen.

[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BMWi

 

 

 

11.8.2016: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2016

  • Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust, die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich jedoch etwas verlangsamt.
  • Die außenwirtschaftlichen Risiken haben sich erhöht. Dies ist vor allem auf das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich zurückzuführen.
  • Die Industrieproduktion stieg im Juni, entwickelte sich aber im zweiten Quartal insgesamt eher schwach. Die gute Baukonjunktur wird noch durch witterungsbedingte Sondereffekte überlagert.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter stabil positiv.

Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust.[1] Zwar hat sich die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Vierteljahr etwas verringert, dies war allerdings nach dem sehr starken Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von 0,7 %[2] erwartet worden. Aufgrund der milden Witterung war die Bauproduktion im Winter sehr viel höher als üblich. Die Frühjahrsbelebung im Baugewerbe fiel somit deutlich schwächer aus. Dies bremst das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Vierteljahr. Die Produktion in der Industrie war saisonbereinigt geringer als im Durchschnitt des ersten Quartals. Der Beschäftigungsaufschwung ist weiter intakt und erfolgt insbesondere in den Dienstleistungsbereichen. Auf der Nachfrageseite hat sich die Entwicklung der Ausfuhren etwas verlangsamt. Auch die privaten Konsumausgaben zeigen sich nicht ganz so dynamisch wie in den Vorquartalen. Die Unternehmen dürften, nach dem starken Zuwachs im ersten Vierteljahr, die Investitionen in Maschinen und Anlagen etwas eingeschränkt haben. Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft hat sich trotz des Brexit-Referendums im Vereinigten Königreich nur wenig eingetrübt. Zwar haben sich die Erwartungen etwas verringert, aber die aktuelle Lageeinschätzung hat sich leicht verbessert. Die Unwägbarkeiten nach dem britischen Votum erhöhen die Unsicherheit in der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft ist jedoch in einer guten Verfassung und hat es, auch Dank der geographischen Diversifizierung der deutschen Ausfuhren, immer wieder geschafft, sich auf neue Situationen einzustellen.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. In den Vereinigten Staaten fiel das Wachstum im zweiten Quartal deutlich niedriger aus als erwartet. Für den Euroraum wurde in der Schnellschätzung ein moderates Wachstum von 0,3 % gemeldet. Für das Vereinigte Königreich wurde ein überraschend kräftiges Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorquartal veröffentlicht. Allerdings betraf dies den Zeitraum noch vor dem Brexit-Referendum. Erste Frühindikatoren haben sich angesichts des Brexit-Votums deutlich eingetrübt. Insgesamt haben sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken jedoch erhöht. Zahlreiche Analysten haben daher ihre Wachstumserwartungen für das kommende Jahr insbesondere für das Vereinigte Königreich, aber auch für die Eurozone zurückgenommen. Für die japanische Wirtschaft zeichnet sich weiter kein nachhaltiger Aufschwung ab. China meldet weiterhin ein hohes, aber sich verlangsamendes Wachstum. Die Rezession in Brasilien scheint sich allmählich abzuschwächen. Derzeit deuten die aktuellen Frühindikatoren für die globale Wirtschaft auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstums hin.

Angesichts des weltwirtschaftlich schwierigen Umfelds hat sich das Wachstum der deutschen Ausfuhren leicht abgeschwächt. Dabei kamen die Zuwächse überwiegend aus den Ländern der Europäischen Union. Die gestiegenen Risiken der Weltwirtschaft deuten in den nächsten Monaten eher auf eine moderate Zunahme der Exporte hin. Die Einfuhren an Waren haben sich zuletzt etwas erholt. Im zweiten Vierteljahr nahmen sie dennoch nominal um 1,3 % ab.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich zum Ende des zweiten Quartals etwas belebt. Im Juni wurde 0,8 % mehr produziert als im Vormonat. Einem deutlichen Anstieg der Produktion in der Industrie (+1,5 %) steht ein Rückgang im Baugewerbe (-0,5 %) gegenüber. Produktionszuwächse erreichten die Investitionsgüter- (+3,5 %) und die Konsumgüterproduzenten (+1,2 %), während es bei den Produzenten von Vorleistungsgütern zu einem leichten Rückgang kam (-0,7 %). Die Energieerzeugung wurde zurückgefahren (-2,7 %). Im zweiten Vierteljahr ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken (-0,7 %). Die Auftragseingänge in der Industrie entwickeln sich in der Tendenz derzeit eher seitlich. Angesichts der Entwicklung der Auftragseingänge und der Stimmungslage in der Industrie dürfte in den kommenden Monaten eine allenfalls moderate Aufwärtsentwicklung zu erwarten sein. Die Erzeugung im Baugewerbe sank nach einem witterungsbedingt sehr starken ersten Vierteljahr im jüngsten Quartal deutlich (-4,3 %). Die gute Auftragssituation im Baugewerbe spricht jedoch für eine Fortsetzung der Baukonjunktur.

Der private Konsum dürfte im zweiten Quartal weniger stark zugenommen haben als in den Vorperioden. Das Umsatzvolumen im Einzelhandel konnten im zweiten Quartal erstmals seit über einem Jahr nicht gesteigert werden (-0,3 %) und stellte sich in der Tendenz zuletzt eher rückläufig dar. Auch der Kfz-Handel konnte seinen lang anhaltenden Aufwärtstrend zuletzt nicht fortsetzen. Im Mai lagen die Umsätze um 1,4 % unter dem Wert des Vormonats, im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Erlösrückgang um 0,9 %. Dagegen entwickelte sich die Zahl der privaten Kfz-Neuzulassungen trotz eines Dämpfers im Juli tendenziell positiv. Insgesamt bleibt das Geschäftsklima im Einzelhandel auf hohem Niveau stabil und das Konsumklima unter den Verbrauchern gut.

Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält unvermindert an und führt zu einem weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und stieg im Juni auf eine neue Rekordmarke von rund 43,7 Mio. Personen. Saisonbereinigt waren 45.000 Personen mehr beschäftigt als im Mai. Die registrierte Arbeitslosigkeit ist im Juli aufgrund der Sommerferien leicht auf 2,66 Mio. Personen gestiegen, saisonbereinigt setzt sich der schrittweise Abbau der Arbeitslosigkeit allerdings fort. Dazu haben auch die ausgeweiteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beigetragen. Die Unterbeschäftigung steigt saisonbereinigt weiter an, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl an zugewanderten Flüchtlingen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Frühindikatoren senden optimistische Signale für den Arbeitsmarkt und deuten auf eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus hin.

-------------------------

Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der September-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

--------------------------

[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. August 2016 vorlagen.

[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.

 

Lesen Sie weiter auf der Homepage des BMWi