Klimaschutzoffensive für den Mittelstand startet
- neues Förderprogramm der KfW

Lesen Sie hierzu das Merkblatt betreffend Förderung und Tilgungszuschüssen mit bis zu 40%!
Merkblatt Bundesförderung für Energieeffizienz

 

Gründungsfinanzierung im Wandel: Finanzierungsmix verändert sich deutlich

Finanzierungsprobleme sind eine starke und höher werdende Gründungsbarriere, an der bereits viele bei der Gründungsplanung scheitern.
Von denjenigen, die ihr Gründungsprojekt tatsächlich umsetzen, verwenden zwei Drittel Finanzmittel.
Lesen Sie hierzu den Research Artikel

 

Generationswechsel im Mittelstand: Die Hälfte aller Inhaber schätzt Kaufpreis ihres Unternehmens auf maximal 175.000 EUR
Pressemitteilung vom 02.05.2019 / KfW, KfW Research

  • KfW Research legt erstmalig Analyse zu geschätzten Verkaufspreisen kleiner und mittlerer Unternehmen vor

  • Spannbreite der angesetzten Unternehmenswerte ist groß und stark von Unternehmensgröße und Branche beeinflusst

  • Inhaber mit Nachfolgeplanungen setzen im Durchschnitt etwa 90 % des Jahresumsatzes als Kaufpreis an

  • Keine Anzeichen für systematische Überschätzung des Unternehmenswertes

Der anstehende Generationswechsel in Hunderttausenden Unternehmen ist und bleibt ein präsentes Thema im deutschen Mittelstand. Allein bis Ende 2020 planen die Inhaber von 227.000 kleinen und mittleren Unternehmen eine Nachfolgeregelung. Eine der schwierigsten Hürden für das Gelingen einer Unternehmensnachfolge ist dabei das Finden eines für Verkäufer und Käufer gleichermaßen akzeptablen Kaufpreises. KfW Research hat nun erstmalig repräsentativ auf Basis des KfW-Mittelstandspanels ermittelt, wie die Preiserwartungen von Unternehmern, die ihre Firma binnen fünf Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, aussehen.
Der durchschnittliche geschätzte Kaufpreis eines Unternehmens liegt im Jahr 2018 bei 351.000 EUR, wenn die Unternehmensnachfolge innerhalb der kommenden fünf Jahre vollzogen werden soll. Die überwiegende Anzahl der Firmen im deutschen Mittelstand ist allerdings sehr klein, 8 von 10 Mittelständlern sind Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten. Demzufolge erwartet die Hälfte aller Mittelständler einen Kaufpreis von maximal 175.000 EUR. Jeder fünfte Inhaber beurteilt den Wert des Unternehmens sogar mit maximal 50.000 EUR. Die geschätzten Kaufpreise sind im Jahresvergleich weitgehend stabil. Die Durchschnittsbewertung der Kaufpreise ist von 2017 auf 2018 um lediglich 2% gestiegen.

Im Durchschnitt über alle Nachfolgeplaner zeigt sich: Die Werteinschätzung der Inhaber entspricht knapp dem einfachen Jahresumsatz des zur Übergabe anstehenden Unternehmens. Die Nachfolgeplaner setzen im Durchschnitt etwa 90% des Umsatzes als Kaufpreis an. „Die deutschen Mittelständler schätzen den Wert ihrer Unternehmen realistisch ein, es gibt kaum Anzeichen für eine systematische Überbewertung“, sagt Dr. Michael Schwartz, Mittelstandsexperte bei KfW Research. „Häufig wird vermutet, dass Alteigentümer Emotionen und die Anstrengungen des Unternehmensaufbaus mit einpreisen. Diese sogenannte ‘Herzblutrendite‘ lässt sich in der Breite aber nicht nachweisen.“

Ein Blick über diese aggregierten Angaben hinweg zeigt eine große Spannbreite der angesetzten Kaufpreise, je nach Unternehmensgröße und Branche. Kleinstunternehmen weisen unterdurchschnittliche Kaufpreise auf. 43% der Inhaber in diesem Segment beziffern den derzeitigen Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Ein deutlich anderes Bild ergibt sich für Mittelständler der größten Größenklasse (50 und mehr Beschäftigte). 81% von ihnen setzen den Kaufpreis aktuell mit mindestens 1 Mio. EUR an. Das ist nachvollziehbar, da in der Regel mit der Unternehmensgröße die Vermögenswerte eines Unternehmens ansteigen (Immobilien, Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, immaterielle Vermögenswerte, etc.).

In der Branchensicht sticht das FuE-intensive Verarbeitende Gewerbe hervor. Auch dort sind die Kaufpreise deutlich in Richtung der höheren Klassen verschoben, ein Drittel der Unternehmer erwartet sich Kaufpreise von 1 Mio. EUR oder mehr. Dagegen sind die Preise für Unternehmen des Baugewerbes im Durchschnitt am niedrigsten angesetzt, fast die Hälfte der Inhaber dieser Firmen bewertet den Kaufpreis mit maximal 100.000 EUR. Dies liegt vor allem an der im Vergleich geringen Unternehmensgröße und damit niedrigeren Vermögenswerten.

Hinweis:

Die aktuelle Studie von KfW Research mit dem Titel „Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand“ ist abrufbar unter www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW. 

Im Rahmen des Förderprogramms Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern unterstützen wir Sie fachkundig. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Gründerschwund in Deutschland abgebremst: 547.000 Existenzgründer im Jahr 2018
Pressemitteilung vom 16.04.2019 / KfW, KfW Research

  • Stabilisierung nach drei Jahren starken Rückgangs

  • Mehr Vollerwerbsgründungen, weniger Nebenerwerbsgründungen

  • Frauenanteil an Gründungstätigkeit klettert auf 40 %

Nach drei Jahren mit starken Rückgängen stabilisiert sich die Gründungstätigkeit in Deutschland im Jahr 2018 wieder: Mit 547.000 Personen liegt die Zahl der Existenzgründer nur knapp unter dem Vorjahresniveau (-10.000 bzw. -2 %), wie eine aktuelle Vorauswertung des KfW-Gründungsmonitors zeigt.

„Die gute Konjunkturentwicklung bringt Geschäftsgelegenheiten mit sich und wirkt sich daher positiv auf die Gründungstätigkeit aus“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Allerdings ist nach wie vor keine Trendumkehr drin. Die Zahl der Gründer nimmt nicht zu, sondern verharrt auf niedrigem Niveau.“ Der Hauptgrund dafür, dass nicht mehr Personen den Sprung in die berufliche Selbständigkeit wagen, ist die weiterhin hervorragende Lage am deutschen Arbeitsmarkt. „Potenzielle Gründer finden derzeit andere sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufliche Entscheidungen fallen daher häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus.“

Im Jahr 2018 zeigt sich die Gründungstätigkeit dabei so ausgewogen wie nie: Voll- und Nebenerwerbsgründungen liegen fast gleichauf – allerdings aufgrund gegenläufiger Entwicklungen. Die Zahl der Vollerwerbsgründer legte auf 255.000 Personen zu (+21.000). Die Zahl der Nebenerwerbsgründer fiel hingegen das fünfte Jahr in Folge auf nun 292.000 Personen (-31.000).

Einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Gründerzahl leistete 2018 die positive Entwicklung der Gründungstätigkeit von Frauen: Mit 216.000 machten sich 4 % mehr Frauen selbstständig als im Vorjahr. Nachdem der Anteil von Frauen zwei Jahre in Folge zurückgegangen war, liegt er nun wieder bei 40 %. Dagegen ging es bei der Gründungstätigkeit von Männern weiter bergab: 331.000 Männer haben sich selbständig gemacht, das sind 5 % weniger als im Jahr davor.

Die Vorabauswertung zum KfW Gründungsmonitor finden Sie unter:
www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/Download-Center/Konzernthemen-(D)/Research/Volkswirtschaft-Kompakt

Der vollständige Bericht mit allen Ergebnissen zum Gründungsgeschehen im Jahr 2018 wird im Frühsommer vorliegen.

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

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227.000 Mittelständische Unternehmen suchen bis Ende 2020 einen Nachfolger
Pressemitteilung vom 04.02.2019 / KfW, KfW Research

  • Bewusstsein für Nachfolgeplanung im Mittelstand wächst
  • Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt
  • Externe Käufer gewinnen an Bedeutung
  • Sinkende Gründerzahl weiter zentraler Engpass bei Generationswechsel


Der bevorstehende Generationenwechsel bleibt ein Dauerthema in den Führungsetagen des deutschen Mittelstands: Allein bis Ende 2020 suchen 227.000 deutsche Mittelständler einen Nachfolger für ihr Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Chefs, die ihre Firma binnen zwei Jahren in die Hände eines Nachfolgers geben wollen, weiter auf hohem Niveau, wie eine aktuelle Analyse von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt (Vorjahresuntersuchung: 236.000). Erfreulicherweise wächst parallel das Bewusstsein der Unternehmenslenker, sich den Herausforderungen des bevorstehenden Generationenwechsels frühzeitig zu stellen. Noch nie haben sich mehr von ihnen mit den möglichen Optionen bei einem altersbedingten Rückzug aus der Firma beschäftigt (59% ggü. 55%). Auch die Zahl der bereits gesicherten Übergaben steigt: Fast zwei Drittel der Mittelständler, die bis 2020 eine Übergabe anstreben, haben die Nachfolge entweder bereits unter Dach und Fach gebracht oder führen konkrete Verhandlungen mit dem Nachfolger. Damit ist für etwa 141.000 kleine und mittlere Unternehmen absehbar, wer die Firma nach dem Rückzug des aktuellen Inhabers weiterführen wird (Vorjahr: 137.000).

„Dass das Nachfolgemanagement auf der Agenda der aktuellen Inhabergeneration ein ordentliches Stück nach vorne gerückt ist, freut mich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Derzeit sind etwa vier von zehn Chefs mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre. Für sie stelle sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit nach dem Fortbestand des Unternehmens. „Wenn man das wirtschaftliche Gewicht dieser Unternehmen beleuchtet, wird klar, dass vom Gelingen des Generationenwechsels viel abhängt. Allein die bis 2020 zur Übergabe anstehenden 227.000 Mittelständler sind Arbeitgeber für fast 2 Millionen Erwerbstätige und 76.000 Auszubildende. Sie investieren mit 9,3 Mrd. EUR etwa 2,4% aller Unternehmensinvestitionen hierzulande und zeichnen mit 283 Mrd. EUR für 6% der Gesamtumsätze des Mittelstands eines Jahres verantwortlich.“

Wenn auch der Anteil der Mittelständler mit binnen zwei Jahren vorgesehener Unternehmensübergabe, die sich bislang auf die Nachfolgefrage nicht oder kaum vorbereiten, deutlich gesunken ist (-10%-Punkte auf 16%), so wird nach wie vor für eine nicht unerhebliche Zahl an Firmen die Zeit knapp: 36.000 Inhaber sind bisher nicht in den Prozess eingestiegen oder haben lediglich Informationen gesammelt. Eine geordnete Übergabe erfordert in der Regel mehrere Jahre Planung, erst recht, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stammt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Unternehmenslenker nicht an ihren bisherigen Ruhestands- und Übergabeplänen werden festhalten können, ist groß.

Gab es in den Vorjahresuntersuchungen stets eine Präferenz für familieninterne Nachfolgelösungen, so liegen diese nun mit einem Anteil von 45% genau gleichauf mit dem Verkauf des Unternehmens an einen externen Käufer (z.B. Existenzgründer, Finanzinvestor, anderes Unternehmen). Hierfür können veränderte berufliche Vorstellungen der Kinder eine Rolle spielen oder auch die Tatsache, dass häufiger als in früheren Unternehmergenerationen ggf. gar keine Kinder vorhanden sind. Im Vergleich zur Lösung innerhalb der Familie bringt die externe Nachfolgesuche jedoch einige Herausforderungen mit sich: Das Zusammenfinden von Verkäufer und Nachfolger ist schwieriger und mit höheren Transaktionskosten verbunden. Nachfolgebörsen wie etwa die Online-Börse www.nexxt-change.org können hier eine hilfreiche Anlaufstelle sein.

„Zentraler Enpassfaktor für das Finden externer Nachfolger ist die dünn besetzte nachrückende Unternehmergeneration. Die Gründerzahlen sinken seit Jahren aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt. 2017 machten sich nur noch 557.000 Menschen selbständig. Insbesondere die übernahmewilligen Gründer werden seltener, ihre Zahl lag zuletzt bei 57.500 im Jahr“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Das sind deutlich zu wenige, um den in den nächsten Jahren hohen Bedarf an Unternehmensnachfolgern zu decken. Unternehmerische Kompetenzen zu vermitteln einer- und die Attraktivität des Unternehmertums weiter zu steigern andererseits sind daher eine zentrale Aufgaben einer zukunftsorientierten Bildungs- und Wirtschaftspolitik.“

Neben dem Wunsch einer geregelten Unternehmensnachfolge sind geplante Geschäftsaufgaben der zweite große Block bei der Zukunftsbetrachtung von Unternehmen. Denn nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken plant tatsächlich die Fortführung seines Unternehmens. Aktuell ist für 16 % aller Inhaber eine Stilllegung der einzig denkbare Weg. Besonders Inhaber von Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern ziehen diese Variante häufig in Betracht (41%), für große Mittelständler ist eine Stilllegung nahezu keine Option (2 %). Auch im Verarbeitenden Gewerbe spielen Stilllegungsgedanken eine merklich unterdurchschnittliche Rolle – wohingegen bei kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Baugewerbe nahezu die Hälfte der Inhaber eine Geschäftsaufgabe in der Zukunft vorsieht.

Die vollständige Analyse von KfW Research zur Unternehmensnachfolge im Mittelstand finden Sie unter:
www.kfw.de/fokus

Lesen Sie weiter auf der Homepage der KfW.

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